Wer fundiertes Wissen über die nächtliche Traumwelt haben möchte, der sollte dieses Buch lesen. Dafür gibt es drei gute Gründe: Erstens ist der Autor einer der führenden Experten in der Traumforschung weltweit. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich wissenschaftlich mit Träumen und ist damit über die aktuellen Themen der Traumforschung bestens vertraut. Das bedeutet, dass in dem Buch nicht nur altes "verstaubtes" Wissen zu finden ist, sondern, dass der Leser aktuelle Forschungsthemen und -ergebnisse erwarten kann. Zweitens, hat der Autor bereits über 100 Fachartikel und mehrere Bücher zum Thema Traum verfasst. Die wissenschaftlich fundierte und saubere Schreibweise gibt dem Leser einen sehr guten Leitfaden durch das Buch. Darüber hinaus bedient sich der Autor eines hervorragend lesbaren und sympathischen Schreibstils, der über die reinen Fakten hinausweist. Drittens weist der Autor einen großen Erfahrungsschatz in der Traumarbeit auf, sei es aus den eigenen Träumen oder den Träumen von Patienten, etc. Das bedeutet, dass ebenfalls die praktische Traumarbeit in dem Buch ausführlich beschrieben und für den Eigengebrauch aufgearbeitet wird. Über das ganze Buch hinweg finden sich immer wieder passende und anschauliche Traumberichte, die den gesamten Text auflockern und
Was erwartet den Leser inhaltlich in diesem populärwissenschaftlichen Buch über die Traumforschung. Grob gliedert sich das Buch in vier Bereiche. Kapitel 2 bis 6 beschäftigen sich generell mit den Grundlagen der Traumforschung: wie wird ein Traum definiert, warum ist es so wichtig zwischen Träumen und Traumerinnerung zu unterscheiden oder durch was werden die Trauminhalte beeinflusst. In Kapitel 7 und 8 werden dann zahlreiche experimentelle Befunde zur Traumforschung vorgestellt, die im Schlaflabor unter kontrollierten Bedingungen erhoben wurden (z.B. Wenn ich mich im Traum bewege, bewegt sich dann auch der schlafende Körper?). Anschließend werden zwei besondere Traumformen behandelt. Zunächst in Kapitel 9 das luzide Träume, also Träume, in denen der Träumende weiß, dass er träumt und in Kapitel 10 Alpträume. In diesen Kapiteln gibt es bereits praktische Tipps wie man beispielsweise das Klarträumen selbst erlernen oder Alpträume in den Griff bekommen kann. Kapitel 12 geht dann in die praktische Traumarbeit über und schildert was man aus seinen eigenen Träumen lernen kann. Kapitel 11 ist etwas verloren in dem Gesamtbild, was aber auch nicht weiter verwundert, denn die Frage nach der Funktion der nächtlichen Träume, die in diesem Kapitel angerissen wird, ist weitestgehend ungeklärt. Aber letztlich steckt darin ja auch die Faszination die von unseren nächtlichen Traumbildern ausgeht und so ist auch gut, dass nicht alle Geheimnisse der nächtlichen Träume in Buch enträtselt werden.