"Die Träume des Jonathan Jabbok" kann man ohne Bedenken als völlig legales Suchtmittel bezeichnen, denn wer sich einmal in die Traumwelt Neschans begeben hat, kann sich nicht so schnell wieder ihrem Bann befreien. Ralf Isau versteht es die Geschichte so spannend und realistisch zu gestalten, dass man sich schon nach wenigen Minuten völlig in die Handlung versunken sieht. Die Story erinnert stellenweise stark an J.J.R. Tolkiens "Herr der Ringe", aber dieser fantastische Roman muss den Vergleich mit einem solchen Klassiker bei weitem nicht scheuen. Die Geschichte handelt von Jonathan, einem Jungen, der im schottischen Hochland lebt und an den Rollstuhl gefesselt ist. In seinen Träumen flieht er nach Neschan, einer Welt außerhalb unserer Vorstellungskraft. Hier ist er kein Krüppel, sondern ein gesundes, kräftiges Kind, das ein ganz normales Leben führt. Das ändert sich jedoch schlagartig, als er eines Tages Haschevet, den Stab des siebten Richters findet, der laut einer uralten Prophezeiung Neschan vor dem Untergang bewahren soll. Nun muss sich Jonathan auf den Weg machen den siebten Richter zu finden, um ihm sein Amtssymbol zu übergeben. Doch seine Reise steckt voller tödlicher Gefahren, da viele finstere Mächte den Stab erlangen oder zerstören wollen. Zum Glück findet Jonathan bald einige treue Freunde, die ihm auf seinem langen Weg tapfer zur Seite stehen. Wer den ersten Teil der Neschan-Trilogie gelesen hat, wird sich sicher auf die letzten beiden Bände stürzen, denn selten hat es ein Buch geschafft seine Leser so zu fesseln, wie dieses.