Sylvia Browne`s „Das Buch der Träume - Botschaften aus einer anderen Welt" geht eindeutig über das hinaus, was diverse Traumsymbol-Lexika und viele andere Bücher zu diesem Thema für gewöhnlich zu bieten pflegen - nämlich lediglich eine Aneinanderreihung von Symbolen, die auf den individuellen, persönlichen Traum eines Menschen in seiner Einzigartigkeit nur wenig an Interpretationshilfen bietet.
Nicht so Sylvia Browne in diesem Werk: Ihr Ansatz besteht darin, unsere Träume zunächst einmal in die fünf wesentlichen Traumkategorien - 1. den prophetischen Traum, 2. den kathartischen Traum, 3. den Wunschtraum, 4. den Erkenntnis- oder Problemlösungstraum oder 5. die Astralreise - einzuordnen, um dann von hier aus eine Interpretation des Traumes in seiner Gesamtheit zu wagen. Ihr Blick liegt hierbei weniger in einem einzelnen hervorstechenden Symbol, als vielmehr in der Gesamtheit einer ganzen Traumsequenz oder Geschichte.
Was mir äußerst sympathisch an ihrem Ansatz anmutet ist die Tatsache, dass sie die Möglichkeit einräumt, dass auch mal eine Interpretation von ihr „falsch" sein könnte. Nichts desto trotz (oder gerade deshalb!) regt sie in einem das Verlangen, den eigenen Träumen verstärkter auf den Grund zu gehen, um letztendlich an ihnen wachsen zu können.
Was mir ebenfalls sehr gut an diesem Buch gefallen hat sind ihre Anmerkungen zu Telepathie, Astralreisen als eigenständige Kategorie von Träumen und die Möglichkeiten des Kontakts mit verstorbenen Freunden im Traum.
Wer schon einmal ein Gefühl der Lähmung während eines Traumes befallen hat, der wird Sylvia`s Erläuterung der Astralkatalepsie sicherlich zu schätzen wissen.
Tagträume, Alpträume, Träume von Tieren und Heilungen während des Träumens werden in diesem Buch ebenfalls ausführlich beschrieben sowie anhand vieler interessanter Beispiele erläutert.
Alles in allem vergebe ich 4 Sterne für dieses schöne Buch. Den 5. Stern kann ich nur deshalb nicht geben, weil mich Sylvias Wiederholungen, insbesondere in Bezug auf ihren Wunsch, ihre Qualifizierung für das Schreiben dieses Buches zu verdeutlichen, auf die Dauer etwas genervt haben. Ihre Qualifizierung erkennt man anhand der Gültigkeit ihrer Aussagen für die eigenen Traumdeutungsversuche ; wenn jemand jedoch ständig betont, warum er inwiefern für etwas qualifiziert sei, so wird das mit der Zeit doch eher nervig.