Filippi legt mit diesem Band eine wunderschöne Story vor, die jede Menge Fragen stellt, aber kaum eine beantwortet. Dies ist für eine Nummer 1 vollkommen opportun. Darüber hinaus gelingt es Filippi mit ein paar Kniffen dennoch, seine Leser in die Story miteinzubeziehen. Ein Kniff sind die ständig wechselnden Träume, ein weiterer Kniff sind die verrückten Erfindungen Verne`res, die einfach nur Spaß machen. Leider wird weder der Hintergrund der Träume noch das Kind im Manne, das zweifellos Verne`res vorhanden ist, aufgeklärt. Vielleicht bringt da ja Band 2 die Erhellung.
Damit diese Maschinen auch optisch Spaß machen, bedarf eines großartigen Artworks, das mit Terry Dodson etwas überraschend ein US-amerikanischer Künstler abliefert, der hierzulande eher von Serien wie Spider-Man, Spider-Man & Black Cat, Wonder Woman oder X-Men, also aus dem Superhelden-Genre bekannt ist.
So sieht seine Coraline auch ein klein wenig wie Felicia Hardy aus, aber das tut dem Vergnügen, das man als Leser an seinem Artwork abgewinnt, nicht den geringsten Abbruch.
Überhaupt ist die Auswahl eines US-Künstlers für eine französische Fantasy-Serie eine kleine Überraschung, aber auch ein genialer Schachzug. So kann Dodson nicht nur zeigen, was er drauf hat, wenn er von redaktionellen Vorgaben befreit ist, sondern es gelingt auch, Superhelden-Leser für das Fantasy- und Alben-Genre neugierig zu machen.