"Wer der Hölle entronnen ist hat noch lange nicht den Himmel erreicht..."
So ähnlich könnte man China Keitetsis zweites Buch auf den Punkt bringen. Sehr bewegend schildert China, wie sie auch in der Sicherheit Dänemarks von den Dämonen der Vergangeheit verfolgt und gepeinigt wird. Dazu die quälende Ungewissheit über das Schicksal ihrer Kinder, die sie in Uganda bzw. Südafrika zurücklassen musste. Die Sehnsucht nach Geborgenheit, Familie und der Kindheit, die sie selbst nicht hatte, sprechen aus jeder Zeile des Buches. Ihr unermüdliches Engagement gegen den Einsatz von Kindersoldaten, während sie gleichzeitig die aufreibende Suche nach ihren Kindern und die eigene Vergangenheit bewältigen muss, woher nimmt sie die Kraft, das alles zu leisten und zu ertragen?
Ein Buch das Hoffnung macht, nicht nur weil man sich am Ende aufrichtig mit ihr freuen kann, dass sie mit ihren Kindern wieder vereint ist, sondern auch weil man durch das Verhalten ihres Umfelds geneigt ist, wieder etwas mehr an das Gute im Menschen zu glauben.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, den auch das erste Buch angesprochen hat.