Die Zahl der Bücher, die sich mit dem jüdischen Humor beschäftigen, ist inzwischen unüberschaubar. Meist werden bekannte Geschichte nur neu zusammen gestellt, Neues findet sich kaum. Gerhard Bronner jedoch erzählt Anekdoten, die ich noch nicht kannte. Das Ganze stellt er unter das Motto: Wenn ein Tier eine tiefen Schmerz fühlt, dann schreit es. Der Mensch - als einziges Lebewesen dieser Erde - hat noch eine zweite Möglichkeitkeit: er kann lachen. (Scholem Aljechim) Gerhard Bronner bringt jeweils Erklärungen, damit der Leser/die Leserin die Pointe besser oder überhaupt versteht. Natürlich haben die Witze einen typisch jüdischen Charakter, doch auch wenn dieses Atmosphärische fremd ist oder man religiös unmusikalisch ist, wird man herzhaft lachen können.
Moses gab uns das Gesetz. Rabbi Jehoschua von Nazareth gab uns die Liebe. Karl Marx gab uns das soziale Gewissen. Freud gab uns die Selbsterkenntnis. Und Einstein sagte: Alles ist relativ.
Was ja nichts anderes heißt: Da ist mehr Jude/Jüdisches drin als wir so gemeinhin meinen. Antisemitismus wäre ein Kappen der Wurzeln und wir wären fassungslos. Das Lachen ist somit nicht nur bei Schmerzen geboten, sondern auch beim Miteinander der Religionen und Kulturen.