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5.0 von 5 Sternen
Vollkommen überrascht, 21. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Tränen am Oubangui (Taschenbuch)
Eigentlich gehöre ich nicht zu den Lesern, die Rezesionen schreiben. Zweimal im Jahr kommt das dann doch vor. Anlass ist immer eine dafür unbedingt notwendige Selbstbeobachtung die mir zeigt, dass ich ein besonderes Buch lese:
Mich interessiert der 20h15-Krimi nicht mehr und
ich wache um 1 Uhr früh auf und lese 2 Stunden um dann morgens zu verschlafen.
Cornelia Canady beschreibt in Ihrem Buch die Geschichte einer (Ihrer?)ungewöhnlichen Liebe in noch ungewöhnlicherer Umgebung.
Die Fazination des zentralafrikanischen Urwaldes, mit seinen Menschen, seinen Lebewesen, seinen Pflanzen, Geräuschen und ständigen Abenteuern und dazu eine fast schnulzige (Cornelia verzeichen Sie mir) Liebesgeschichte zwischen Tahim und Julia.
So wie das geschrieben ist, ist das selbst erlebt, zumindest das Meiste davon. Das es kein Happy End gibt spricht für die mögliche Autentität.
Packend, interessant, leerreich und dabei immer spannend und lebensnah. Selbst kleine Dinge so erzählt, dass man selber mitten unter Pygmäen oder unter den spielenden Affen sein könnte.
Vielen Dank für die kurzweiligen Stunden und aufregenden Momente!
Peter
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Katastrophe, 21. Juli 2009
Ich bin ein riesiger Fan von Afrika-Literatur, und das ist mit Abstand das Schlechteste, was ich auf diesem Gebiet bisher gelesen habe. Eine nicht schlüssig erzählte Geschichte voller Fehler, die am Ende nichts hinterlässt als den Eindruck, dass da jemand "mal eben schnell" ein Buch schreiben wollte. Kann man sich wirklich sparen - und ich frage mich immer noch, warum ich überhaupt zu Ende gelesen habe...wahrscheinlich in der Hoffnung, dass es nur besser werden kann :o) Einen Stern gibt es nur, weil man offenbar keine 0 vergeben kann!
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Finger weg!, 3. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Tränen am Oubangui (Taschenbuch)
Die Autorin scheint hier ihre eigenen Erfahrungen zu einem Roman verarbeitet zu haben.
Vorneweg: ich habe mich lange nicht mehr so über ein Buch aufgeregt, wie über dieses. Eigentlich habe ich es nur zu Ende gelesen, um einen richtig schönen Verriss schreiben zu können.
Das Buch erschlägt einen nur so mit Vorurteilen und billigen Klischees. Da fährt diese Möchtegern-Fotografin nahezu völlig unvorbereitet in den Urwald und kreischt bei jedem Krabbeltier vor Panik. Trotz aller Angst und Panik kann sie einen ganzen Pygmäen-Stamm nur mit einer Zigarette für sich gewinnen und wird sofort bei ihnen aufgenommen. Sie und der Rest des Expeditionsteams schlagen dort ihre Zelte auf und gewinnen ganz schnell die Freundschaft der Pygmäen. Alles ganz einfach.
Als sie sich mit dem Expeditionsleiter verkracht, flieht sie aus dem Dschungel und lernt in der Hauptstadt Bangui natürlich ganz zufällig den reichsten Mann des Landes kennen: den Libanesen Tahim. Prompt verliebt sie sich in sein exotisches Aussehen, kündigt in Deutschland Job und Wohnung und zieht zu Tahim nach Bangui. Dort werden Partys gefeiert und Champagner in Strömen vergossen. Nebenbei regt sie sich über die Afrikaner auf, die ja viel zu viele Kinder in die Welt setzen. (Zitat zu ihrer Freundin, einer Schwarzen: "Wir arbeiten konzentrierter und organisieren unser Leben besser. Wir setzen nicht fünf Kinder in die Welt, wenn wir gerade mal Geld für eines haben. Wir denken weiter voraus als ihr, aber das kann man alles lernen.")
Zwischendurch reist sie immer mal wieder in den Dschungel, um ihre "Freunde", die Pygmäen zu besuchen. Dabei regt sie sich auf, dass diese durch den Kontakt zur "zivilisierten" Welt immer mehr Krankheiten bekommen und gleichzeitig ihre eigene Lebensweise aufgeben wollen. Dass sie dazu beiträgt, indem sie zB Pflanzen für eine Plantage mitbringt, fällt natürlich überhaupt nicht auf.
Die große Liebe zu Tahim ist aber auch nicht so ganz das Wahre, hat sie doch leider übersehen, dass Tahim der größte Holzkonzessionär des Landes ist. Mist aber auch, damit will er nämlich nicht aufhören und das geht ihr doch etwas gegen das Umweltschützerherz. Naiv, wie sie ist, bekommt sie das aber auch erst Monate später mit. Aber soooo dramatisch ist das auch wieder nicht, kann er sie doch durch schöne Schmuckgeschenke besänftigen und schließlich ist er ja gut im Bett. Dumm nur, dass der Schmuck aus Elfenbein besteht... Leider sieht sie das bei aller Tierliebe natürlich auch nicht selbst, sondern auch das muss ihr erst gesagt werden.
Boah, was hab ich mich aufgeregt!
Kurz: Finger weg von diesem Buch!
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