Die Geschichte Tränen des Mondes" von Di Morrisey handelt von der jungen Lily, die im Nachlass ihrer Mutter Hinweise auf ihre Vergangenheit findet. Um mehr über sich und Ihre Vorfahren zu erfahren reist sie ins entfernte Broome. Auf Umwegen kommt sie dann zu Menschen und Informationen über Ihre Groß- und Urgroßeltern.
Aber im Vordergrund der Geschichte steht das Leben ihrer Urgroßeltern John Tyndall und Olivia wie sie sich in den Jahren ab 1905 in Broome in der Perlenindustrie gemeinsam ein Leben aufbauen. Das Leben mit seinen Höhen und Tiefen, die Probleme der Besiedlung, Olivias Verlust der geliebten Kinder, der Verlust beider Ehepartner bis hin zum Opfer, dass der 2. Weltkrieg auch in Australien gefordert hat.
Der Roman hat mir sehr gut gefallen, da der Leser sehr viel über das Leben und die Gefahren der Perlenfischer, die Kultur der Aborigines und die Probleme der Mischlinge erfährt. Das ganze wird gewürzt mit einer Liebesgeschichte, die eigentlich nicht so unwahrscheinlich ist. Zwei, die sich immer zum falschen Zeitpunkt treffen und letztendlich doch noch zusammen finden.
Was ich persönlich als Highlight der Geschichte empfinde, ist, dass ein Großteil der beschriebenen Orte und Stellen über Broome, der Friedhof der Perlentaucher, die Missionskirche in Beagle Bay, die Roebuck Bay, die Treppe zum Mond oder auch die Missionskirche in Beagle Bay so real sind, dass man in Broome selber dann durch die Straßen läuft und genau weiß, wo und wie John und Olivia damals gelebt haben. Als wäre die Uhr zurück gedreht . . .