Aus der Amazon.de-Redaktion
Dies ist kein Buch für den Freund des zurückhaltenden Horrorkrimis. Nicht, daß
Toyer von Gardner McKay -- Dramatiker und bekannte Persönlichkeit bei "Hawaiian Public Radio" -- blutrünstig wäre, aber dieser Debütroman zieht so manche grauenerregende Register. Toyer ist ein "Serien-Wahnsinniger" in Los Angeles, der seine schönen weiblichen Opfer nicht tötet oder vergewaltigt. Statt dessen "spielt" er mit ihnen auf psychologischer Weise und benutzt ein chirurgisches Instrument, um sie in ein Koma zu versetzen. Die Neurologin Maude Garance ist Toyers Gegenspielerin. Sie hat seine Opfer behandelt und betrachtet das Ganze als einen persönlichen Kampf gegen seinen Sadismus. Da Toyer genaugenommen kein Mörder ist, könnten ihn die Polizei und der Bezirksstaatsanwalt lediglich wegen Körperverletzung anklagen -- das gehört weniger zu den Straftaten, für die sich eine Ermittlung rentieren würde. Also wird Garance von der Reporterin des "L. A. Herald" Sara Smith -- die durch ihre Berichterstattung über den jüngsten Dämon der Stadt dazu beigetragen hat, daß die Leserschaft der Zeitung erheblich zugenommen hat -- engagiert, um Toyer aus dem Verkehr zu ziehen. Ihre Waffe ist die Feature-Seite des "Herald", und sie werden unweigerlich zur Zielscheibe Toyers, als sie sich ihre Wortgefechte mit ihm liefern. Mit einer Geschichte, die zwischen einem kritischen Kommentar über den Gebrauch und den Mißbrauch der Medien und einer treibenden und spannenden (und gelegentlich melodramatischen) Erzählung hin- und herwandert, wird Toyer ganz gewiß McKays Schreibtalent einem breiteren Publikum näherbringen.
--Patrick O'Kelly
Kurzbeschreibung
Los Anglees, der Beginn eines langen, trockenen Sommers. Als die Neurologin Maude Garance in die Augen von Lydia Snow Lavin blickt, weiß sie, dass auch diese junge Frau nie wieder aus ihrem Koma erwachen wird. Nur eine unscheinbare Wunde am Hals offenbart, dass Toyer, der große Unbekannte, der seit einem Jahr sein Unwesen treibt, ein weiteres Opfer gefunden hat. Die Ermittlungen laufen immer noch ins Leere, aber Maude will sich nicht damit abfinden. Zusammen mit der Journalistin Sara Smith versucht sie, Toyer in die Falle zu locken. Doch keine der beiden Frauen ahnt, wie nah Toyer ihr bereits gekommen ist...