Kurzbeschreibung
Tourismus ist längst der weltweit größte Wirtschaftssektor, doch bleibt der Bevölkerung in den Urlaubsregionen der Dritten Welt zumeist mehr Schaden als Gewinn. Trotz seiner überragenden Bedeutung wurde das Thema Tourismus in der Philosophie bislang kaum beachtet. In diesem Buch werden erstmals die ethischen Dimensionen des Tourismus innerhalb dessen komplexen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Systems untersucht und die individuellen Handlungssspielräume der Reisenden ausgelotet, um Folgeschäden des Urlaubs zu verhindern. Die pragmatische Analyse orientiert sich wesentlich am aktuellen Menschenbild des 'Posttouristen'. Diesem reisenden Hedonisten akzeptable Verhaltensnormen nahe zu bringen ist die große Herausforderung für die angewandte Ethik. Durch die hier entwickelte Normen und Methoden wird es möglich, Tourismus in Dritte Welt-Regionen zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilisierung zu nutzen und die Idee der 'Völkerverständigung durch Tourismus' von der Uto pie zur realen Chance umzuwandeln sowie den aufkeimenden anti-westlichen Tendenzen konstruktiv entgegenzutreten.