Nette Unterhaltung mit dem Charme von "Mambo Italiano" oder "My Big Fat Greek Weeding", jedoch nicht ganz so spritzig wie die beiden genannten!
Alim ist ein schwuler, in London lebender Pakistani, der zusammen mit seinem Freund eine Wohnung in South Kensington teilt, und seit seiner Kindheit eine innige Freundschaft zu seinem imaginären Freund, dem Geist von Cary Grant (gespielt von Kyle MacLachlan, der ein oder andere erinnert sich noch an ihn als impotenten Mann von Charlotte aus "Sex and the City") pflegt! Dieser erteilt Alim in allen Lebenslagen Ratschläge und Anweisungen - ein sehr erheiterndes Moment in diesem Film! Seine Familie lebt in Canada in Toronto und plant derweil die Hochzeit seines Cousins, in deren Planung auch seine Mutter involviert ist. In einem Anflug von Sentimentalität und Selbstmitleid, wie bei Müttern, deren Söhne noch nicht verheiratet sind, üblich, entschließt sich die Gute kurzerhand ihren Sohn im verhassten London zu besuchen, um nach dem Rechten zu sehen! Was die Mutter jedoch nicht ahnt, ist die Tatsache, dass der brave Sohn, der für ihr Verständnis einen eh schon zu westlich-liberalen Lebensstil pflegt, schwul ist. Und somit beginnt das große Schlamassel. Giles wird plötzlich vom Lebensgefährten zum Untermieter degradiert, Giles Schwester wiederum (auf Anraten von Cary Grant) zur Verlobten erklärt und Alim fällt von einer Notlüge in die andere, während sein Mutter ihrer schlechten Laune und ihrer Antipathie für alles Britische freien Lauf lässt! Anfänglich spitzt sich alles zu, dann , nachdem Nuru (die Mutter) und Giles endlich miteinander warm geworden sind, entspannt sich die Situation endlich, doch nun lässt Alim die Bombe platzen und Nuru reist Hals über Kopf ab! Zu allem Überfluss kommen sich aufgrund diesen Vorfalls nun auch noch Alim und Giles in die Haare, so dass Giles vorübergehend auszieht und Alim sich entschließ - immer mit Cary Grant im Schlepptau - nun nach Canada zur Hochzeit zu fliegen, um die Sache mit seiner Mutter ins Reine zu bringen! Mehr wird jetzt erstmal nicht verraten, denn es soll ja noch etwas Rest-Spannung erhalten bleiben! ;o)
Wenn die Handlung am Anfang auch sehr temporeich und etwas holprig-turbulent daherkommt, flacht sie zum Ende hin langsam etwas ab. Leider kann das Anfangstempo nicht beibehalten werden, jedoch ist der Film im Großen und Ganzen sehr nett. Bei dieser Komödie handelt es sich, wie bei den beiden bereits o. g. Filmen auch um eine Ethnokomödie mit Tolleranz-Message. West trifft Ost und dann noch mit sexuellem Background - das kann nur zu Problemen und Turbulenzen führen!
Fazit: Ein wirklich netter Film, der durch die Rollen der dauernd mäkelnden Mutter und des Ratschläge erweisenden Geistes von Cary Grant die nötige Würze erhält, obwohl er mit "Mambo Italiano" oder "My Big Fat Greek Weeding" nicht ganz mithalten kann! Dennoch sehenswerte Unterhaltung mit großem Schmunzelfaktor und Happy End, aber ohne die übliche Fleischbeschau der Filme mit schwulem Background - obwohl man hier anmerken muß, dass die Kußszenen manchmal recht holprig wirkten! ;o)