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High Tech, High Touch. Auf der Suche nach Balance zwischen Technologie und Mensch
 
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High Tech, High Touch. Auf der Suche nach Balance zwischen Technologie und Mensch [Gebundene Ausgabe]

John Naisbitt
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurier 30.09.1999

Bei der Weltpremiere des Buches in Wien überraschte der Trendforscher und Autor mit provokanten Aussagen: "Die Informationstechnologie stellt keine Revolution dar. Sie hilft uns nur, Dinge schneller zu tun." Auch wenn sie das Leben nicht unbedingt erleichtern. In seinem neuen Buch widmet sich ,High Tech - High Touch' widmet sich der Autor Vorzügen und Nachteilen der Technologie und ihren menschlichen Aspekten. Als Gefahr für die Kindererziehung sieht er dabei auch jene Computerspiele, die dem Software-Training für Soldaten nachempfunden sind, und den Kindern das Töten beibringen. Die gesellschaftlichen Veränderungen und das mangelnde Verständnis führten zu einer Furcht vor der Technologie, so Naisbitt: ,Die Menschen fühlen sich alleine gelassen. Wenn die Technologie Menschen ersetzt, taucht die Frage nach dem Sinn des menschlichen Lebens auf. Viele Menschen flüchten nicht zuletzt in die Religion um Antwort zu finden.'

Der Standard 02./03.10.1999

High Tech, das bedeutete vor allem High Speed ... Die Anforderung der Zukunft sei es, unsere jüngsten technologischen Erfindungen anzupassen an unsere menschlichen Bedürfnisse ... Trendforschung ist auch eine Sache, das Derzeitige in die Zukunft fortzuschreiben ... Naisbitt hat deshalb auch in bewährter Manier eine Fülle interessanter Details zusammengetragen. Nicht nur diese Begründungen machen das Buch lesenswert.

Format 04.10.1999

"Mit seinem neuesten Buch will John Naisbitt die Gesellschaft zum Umdenken bewegen. Die Technologie, vor allem aber die Technologiebesessenheit macht heute nicht einmal vor den entlegensten Winkeln unserer Erde halt. Eine Tatsache, die John Naisbitt mit zunehmendem Mißtrauen betrachtet ... Zwar will Naisbitt, Fortschritte nicht stoppen oder kontrollieren, allerdings müsse jeder seine Einstellung überdenken ... ,Bei so viel High-Tech braucht man einen Ausgleich, den menschlichen Faktor, den ich als High Touch bezeichne, etwa Emotionen wie Nostalgiegefühl', so Naisbitt ... Der Autor hat bereits Konsequenzen gezogen. Er verzichtet auf Handy und auf High-Tech-Präsentation bei seinen Vorträgen: ,Diese hat nur Distanz zwischen mir und meinen Zuhörern geschaffen.'

Produktbeschreibungen

High Tech - High Toch: Bringt uns die Gentechnologie das Ende aller Krankheiten oder nur den hinausgeschobenen Tod? Erschafft der Mensch in Zukunft Desingerbabys? Der Zukunftsforscher John Naisbitt, seine Tochter Nana und der Schriftsteller Douglas Philips gehen diesen und vielen anderen bewegenden Fragen der Menschen am Anfang eines neuen Jahrtausends nach. Er ist auf der Suche nach einer Balance zwischen Technologie und Mensch, die immer mehr aus dem Gleichgewicht zu geraten droht. Das Buch ist ein wunderbarer Spaziergang durch die technikgeprägte und ambivalente Welt der Gegenwart und Zukunft. (Die Welt, März 2000)

Kurzbeschreibung

Wir brauchen sie, wir verherrlichen sie, wir verdammen sie - Technologie ist ein fixer Bestandteil unseres Lebens. Die kritische Auseinandersetzung mit Technologie und ihren Konsequenzen fehlt zumeist, die westliche Welt entwickelt sich immer mehr zu einer technologieverseuchten Gesellschaft. Wir schwanken zwischen Verherrlichung der neuen, so bequemen Errungenschaften und der beharrlichen Suche nach dem wahren Sinn des Lebens.

John Naisbitt und sein Team haben diese Gesellschaft studiert, erforscht. - Bringt uns die Gentechnologie das Ende aller Krankheiten oder nur den hinausgeschobenen Tod? - Erschafft der Mensch in Zukunft Designerbabys wie Designerkleidung? - Wir können uns fast alles kaufen, aber wie entkommen wir gleichzeitig dem übertriebenen Konsumzwang? - Was macht Produkte wie den iMac von Apple, Swatch-Uhren oder den VW New Beetle so erfolgreich? - Wohin führt uns eine Generation, die von Gewalt in Videos, elektronischen Spielen und dem Fernsehen geprägt ist?

John Naisbitt rüttelt an Traditionen und stellt all jene Fragen, die jeder Mensch in den nächsten Jahren für sich beantworten muß.

Der Verlag über das Buch

John Naisbitt ist Autor von "Megatrends" und "Megatrends Asien", internationalen Bestsellern mit Kultstatus.

Über den Autor

John Naisbitt war Top-Manager bei IBM und Eastman Kodak, Unternehmer und Berater mehrerer US-Präsidenten. Er hält 15 Ehrendoktorate und ist ein weltweit gefragter Redner. Seine zahlreichen, in viele Sprachen übersetzten Bücher haben zahllose Verantwortliche in Wirtschaft und Politik maßgeblich beeinflusst und erreichen ein Millionenpublikum.

Auszug aus High Tech, High Touch. von John Naisbitt. Copyright © 1999. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Die sechs Symptome der technologieverseuchten Gesellschaft

Nach all den Recherchen, nach Dutzenden Interviews mit führenden Persönlichkeiten aus Kunst und Wirtschaft, mit Forschern und Theologen und nach sorgfältiger Betrachtung unseres eigenen Lebens zeichnete sich eine Handvoll klar umrissener - wenn auch beunruhigender - Reaktionen des Menschen auf Technologie ab. Wir glauben, daß diese Reaktionen einen Rahmen abgeben, eine Reihe von Merkmalen oder "Symptomen" die unsere Gesellschaft als eine technologieverseuchte erkennbar machen. In dieser technologieverseuchten Gesellschaft treffen wir sechs bezeichnende Symptome des Menschen in seinem Umgang mit Technologie an:

1. Wir fürchten und verherrlichen die Technologie. 2. Wir suchen eine schnelle Lösung. 3. Wir verwischen den Unterschied zwischen echt und unecht. 4. Wir akzeptieren Gewalt als etwas Normales, Alltägliches. 5. Wir lieben Technologie wie ein Spielzeug. 6. Wir führen ein entfremdetes, orientierungsloses Leben. Wir hoffen, daß Sie durch die klare Definition dieser Symptome die Rolle der Technologie in Ihrem Leben besser verstehen lernen. Wir hoffen, daß Sie genug Abstand gewinnen können, um Technologie als das zu erkennen, was sie ist - überwältigend, verführerisch, aufregend -, und um die Kraft aufzubringen, ihrem Sirenengesang zu widerstehen.

Symptom 1: Wir fürchten und verherrlichen die Technologie

Wird Technologie die Menschheit retten oder vernichten? Die Debatte darüber ist so alt wie die Menschheit selbst. Sie bricht regelmäßig und mit Heftigkeit aufs neue aus und hat sich seit den Anfängen der industriellen Revolution, als ludditische Maschinenstürmer wegen der Zerstörung von Textilfabriken hingerichtet wurden, wenig geändert. So kraß formuliert, wirkt die Polarisierung in bezug auf Technologie beinahe absurd, und doch beweisen Extrempositionen den blinden Glauben und die Ängste, die wir in die Technologie hineinprojizieren, und ihre kulturelle Verherrlichung. Vor 1.000 Jahren, gegen Ende des ersten Jahrtausends, fürchteten die Menschen, daß der Zorn Gottes mit Tod und Zerstörung über die Erde kommen könnte. Zum Ende dieses Jahrtausends brechen diese Ängste wiederum hervor, in einem technologischen Armageddon mit dem Namen Jahr-2000-Umstellung. Einige befürchten, daß die Computertechnologie sich selbständig machen und wie der allmächtige Zorn Gottes Chaos über die Menschheit bringen könnte - Flugzeuge fallen vom Himmel, Raketen werden unkontrolliert abgefeuert, die Weltwirtschaft bricht zusammen, überall versagt die Technologie. Manche Leute haben sich sogar gutausgestattete, bombensichere Bunker oder einen abgelegenen Unterschlupf angelegt, als wäre die Technologie an sich eine unkontrollierbare Macht, die in der Lage ist, ungeheure Katastrophen und Massenvernichtung auszulösen.

Der militärisch-interaktive Komplex

"Doom wird Wirklichkeit!" schrieb einer von den beiden Terroristen von Littleton, ehe das Morden an der Columbine High School begann. Am 20. April 1999 gingen die beiden Schüler (für den Augenblick) in die Geschichte ein, als sie das schlimmste Schulmassaker in der amerikanischen Geschichte anrichteten. In einer fünfstündigen Besetzung töteten sie zwölf Klassenkameraden, einen Lehrer und sich selbst - und verletzten 23 andere zum Teil schwer. "Bei dem, was sie taten, ging es nicht um Wut oder Haß", sagte ihre Freundin Brooks Brown. "Es ging darum, daß sie nur im Augenblick lebten, wie wenn sie in einem Videospiel wären." Während amerikanische Militäraktionen Videospielen ähneln, werden wir im eigenen Land Zeugen eines anderen Krieges: Die Soldaten darin sind Kinder, die Schlachtfelder Schulen, und die Schlacht selbst erinnert an die brutalen elektronischen Spiele, die es für das Militär und zur Unterhaltung für unsere Kinder zu kaufen gibt. Der militärisch-industrielle Komplex, vor dem Präsident Eisenhower uns gewarnt hat, entwickelt sich zu einem militärisch-interaktiven Komplex, mit tückischen Folgen für unsere Kinder und unsere Gesellschaft.

15 Minuten für jedermann

Heute will jeder ein Star sein, besonders unsere Kinder. In einer Umfrage unter High-School-Schülern antworteten zwei Drittel der Kinder auf die Frage, was sie einmal werden wollten, wenn sie erwachsen seien: "Berühmt." Kinder, die so viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, wollen auch auf diesen Bildschirmen sein. Wer im wachsenden Trubel einer modernen Welt auffallen will, muß den Skandal suchen: Madonna, Dennis Rodman, Marilyn Manson, Howard Stern und Jesse "The Mind" Ventura haben ihre Karrieren durch Verstöße gegen übliche Normen vorangetrieben, genau wie Fernsehsender ihre Einschaltquoten durch "Schockumentationen" hochzutreiben versucht haben. Will man seine 15 Minuten Ruhm haben, muß man extrem sein. Wenn ein Kind ein anderes in einer Seitengasse erschießt, bleibt dieser Vorfall in den Abendnachrichten unerwähnt. Aber wenn ein Junge seine Klassenkameraden mit einem falschen Feueralarm aufscheucht und dann aus einer halbautomatischen Waffe Garben in die Menge schießt, vier Kinder und einen Lehrer tötet und Dutzende andere verletzt, dann kommt er damit auf das Titelbild von "Time", in die landesweiten Fernsehnachrichten, in alle Zeitungen des Landes und kriegt vielleicht obendrein einen Buch- und einen Filmvertrag.

In einigen Ländern wurde bereits eine Grenze gezogen; man lehnt es ab, Kapitalverbrechen in Presse oder Fernsehen plattzutreten. In Norwegen oder Schweden ist es journalistische Gepflogenheit, Namen und Fotos von Gewalttätern zurückzuhalten und "von einer Identifizierung Abstand zu nehmen, es sei denn, dies wäre notwendig, um den Erfordernissen einer fairen und gerechten Berichterstattung zu entsprechen". Während die ursprüngliche Absicht dieses journalistischen Ethikkodex' darin bestand, den Persönlichkeitsschutz von Kriminellen sicherzustellen, ist das Ergebnis dieser Grundregel, daß es in diesen Ländern keine kriminellen Idole oder Nachahmungstäter gibt. Die Gesichter und Namen der beiden Jungen von Littleton jedoch prangten schon weniger als acht Stunden nach Beginn des Massakers groß auf dem Fernsehschirm, in Zeitungen und Zeitschriften - und stachelten viele Schüler im ganzen Land dazu auf, die Taten der beiden Terroristen nachzumachen:

- In Colorado Springs wurden vier High-School-Schüler wegen Hausfriedensbruch festgenommen, nachdem sie in Trenchcoats mit schwarzen Masken zur Schule gekommen waren. - In Prosser, Washington, wurde ein Schüler festgenommen, nachdem er gedroht hatte, seine High-School in die Luft zu sprengen.

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