Das Buch "Totgeliebt" habe ich über die Feiertage gelesen und ich konnte es nicht eher aus der Hand legen, bis ich zum Ende dieser tragischen Geschichte gelangt war.
Dieses Buch hat mich tief berührt und sehr sehr nachdenklich gemacht. Der Autor Andreas Kläne beschreibt sehr einfühlsam in ganz kleinen Schritten, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte und manche Frau wird sich in dieser Karin Krogmann wiederfinden. Selbst diejenigen, die solch eine Täterin erst mal verurteilen, werden anders denken, wenn sie diese Geschichte lesen. Man muss diese Frau nicht mögen. Man möchte die Tat dieser Frau auch nicht entschuldigen, sie hat das schlimmste getan, was man tun kann, sie hat einem Menschen das Leben genommen und dazu hatte sie kein Recht. Doch niemand kann sich davon freisprechen, nicht vielleicht selbst einmal vor dem Richterstuhl zu sitzen und deshalb sollten wir uns alle vor allzu voreiligen Urteilen hüten.
Man merkt beim Lesen, dass dieses Buch dem Autor ein Anliegen war, er etwas zu sagen hatte und es wird hoffentlich viele Leser erreichen. Und die Menschen, die dieses Buch gelesen haben, werden einige Dinge vielleicht mit etwas anderen Augen sehen. Denn dieses Buch ist nicht nur Tatsachenroman, es ist auch ein Einblick in die innerste Seele eines Menschen.