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Totentanz: Roman [Gebundene Ausgabe]

Veit Heinichen
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

August 2007
In Veit Heinichens fünftem Kriminalroman mit dem Triestiner Commissario Proteo Laurenti hat dieser einen Sack voll privater Probleme zu lösen. Darüber hinaus beschäftigt ihn die internationale Müll-Mafia, hinter der alte Bekannte stecken, die ihm an den Kragen wollen. Was Laurenti jedoch nicht ahnt: Die Verbrecher besitzen ein einzigartiges Präzisionsgewehr, auf das sogar die Amerikaner scharf sind, da es unliebsame Schnüffler aus größter Distanz erledigen kann. Ein typisch europäischer Fall, bei dem, wie im richtigen Leben, alles ganz anders läuft, als die Protagonisten es geplant haben.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Paul Zsolnay Verlag; Auflage: 5 (August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552054146
  • ISBN-13: 978-3552054141
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 253.427 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eine Bombe explodiert in Triest und die Polizei merkt es erst, als bereits alle davon erfahren haben. Eine Blamage, auch für Commissario Proteo Laurenti, dessen alter Feind Viktor Drakic in der Stadt fast unbemerkt wieder die kriminellen Fäden zieht. Und diesmal will Drakic nur eines: endgültige Rache an Laurenti. Veit Heinichen inszeniert einen hochspannenden Totentanz und sein Held gerät dabei in höchste Gefahr.

Wohlstandsgesellschaften erzeugen Müll in rauen Mengen. Doch wohin damit? Eine auf Müllentsorgung spezialisierte Firma, die ganz zufällig in den Konsulatsräumen eines dubiosen Zwergstaats ihre Geschäfte führt, weiß Abhilfe. Keine Frage, mit Müll ist Geld zu verdienen – vor allem, wenn die bestehenden Gesetze behutsam umgangen werden. Als eine junge Frau in den Räumen des Konsulats fast tot geprügelt wird, nimmt sich Laurenti des Falles an. Schon bald stößt er auf verbrecherische Geschäfte von gigantischen Ausmaßen. Doch zunächst bringt er weder das Konsulat noch den Gangster Drakic in Verbindung damit. Drakic seinerseits entwickelt einen Plan, um den verhassten Laurenti endgültig auszuschalten.

Veit Heinichens Bücher sind Bestseller, auch in seiner Wahlheimat Italien. Heinichen schreibt keine Whodunits, auch keine Bücher um der reinen Unterhaltung oder des Nervenkitzels willen, sondern verpackt gesellschaftspolitische Kritik und die großen Fragen menschlichen Zusammenlebens in geschickt gewobene und ungemein fesselnde Kriminalromane. Heinichen weiß wie kaum ein zweiter Autor, wie er auch ein breites Lesepublikum über die Spannung für den eigentlichen Gehalt seiner Geschichten begeistern kann. Er hat sich damit schon jetzt einen Spitzenplatz unter den deutschen Krimiautoren erschrieben.

Seit vielen Jahren lebt Veit Heinichen in Triest, jener Stadt, die als eine der großen kulturellen Schnittstellen zwischen Ost und West gilt. Und diese Stadt ist die eigentliche Heldin seiner Romane. In fast jeder Zeile seiner Bücher wird deutlich, wie sehr sich der Autor Triest und seinen Bewohnern verbunden fühlt. Für unsere nächste Reise dorthin kann es daher nur einen Tipp geben: Lassen wir herkömmliche Reiseführer zu Hause und begleiten einfach Commissario Laurenti auf seinen Streifzügen durch die Stadt. -- Ulrich Deurer

Pressestimmen

"Ein Unfall im Weingarten, Falschgeld auf einer Bank in Klagenfurt, Sondermüll und Waffenhandel, dubiose Konsulate und glücklose Killer - Heinichen zieht alle Register und läuft zur Hochform auf."
Ingeborg Sperl, Der Standard, 28.07.2007

"Heinichen hat sich eine Lesergemeinde erschrieben, die seine Italien-Krimis für raffinierter hält als die von Donna Leon." Volker Hage u.a., Der Spiegel, 20.08.07

"Atmosphärisch dicht - und ein Finale der Extraklasse gibt's obendrauf." Brigitte, 10.10.07

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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abrechnung in Triests berühmter Straßenbahn 29. September 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Das mittelalterliche Wehrkirchlein Hrastovlje mit seinen sehenswerten spätgotischen Fresken wählt Laurenti, um mit seiner Geliebten Ziva ein Beziehungsgespräch zu führen. Der Freskenzyklus bildet Motto und Ausgangspunkt von Heinichens fünftem Laurenti-Roman, der, alles in allem, als sehr gelungen beurteilt werden darf. Der böse Viktor Drakic und seine schöne - ebenso böse - Schwester Tatjana, des Commissarios Erzfeinde, haben neuerlich Triest zu ihrem Operationsgebiet erkoren. Es geht um Wissenschaftsspionage, illegale Giftmüllentsorgung und Waffenhandel mit globalem Einschlag, getarnt durch bürgerliche und diplomatische Fassade. Knapp vor dem Abschluss des genial eingefädelten Coups werden Drakic' Kreise gestört. Ein Störfaktor - der wichtigste - ist Laurenti, der allerdings noch gar nicht ahnt, in welches Vipernnest er gerade sticht. Die kriminellen Geschwister wollen sich ihr Lebenswerk klarerweise nicht zerstören lassen. Damit werden Laurenti und seine Familie selbst zur unmittelbaren Zielscheibe. An einem sonnigen Spätsommernachmittag zur Weinlese kommt es bei aufziehendem Gewitter in der Tram d'Opicina zum Show Down - ein dramaturgisch ansprechendes Ambiente. Der Totentanz findet seinen dramatischen Abschluss.
Der Autor beschränkt diesmal die Handlungsnebenstränge (Pina als Opfer sexuell inspirierter Drohbriefe, Schutzgeldeintreiber am illegalen Arbeitsmarkt)und lässt der Haupterzählung ungestörten Lauf. Das macht sich bezahlt, denn die so verdichtete Handlung gewinnt deutlich an Spannung, ohne dem Ziel Heinichens - kritische Schilderung gesellschaftlicher Zustände - Abbruch zu tun. Pinas und Mariettas Zickenkrieg und der ebenso skurrile wie famose Dott. Galvano kontrastieren humorvoll das düstere Geschehen. Keine Frage auch, dass der Autor der Kulisse Triest und ihrem Mikrokosmos ebenso Raum gewährt wie den gastronomischen und kulinarischen Feinheiten von Stadt und umgebendem Karst. Als (auch) kulinarischem Reiseführer darf dem Werk schon jetzt Kultstatus bescheinigt werden.
Heinichens im Plusquamperfekt gehaltene Rückblenden halten sich diesmal in Grenzen, ein paar grobe Fallfehler sind dem Konto des Lektorats anzulasten. Was die Handlung (vielleicht) an realistischer Schilderung polizeilicher Ermittlungen verliert, gewinnt sie an Witz und Spannung. Heinichens Anliegen sind nicht solche der Literatur, eher des Gesellschaftsjournalismus. Herausgekommen ist ein sehr engagierter, lesenswerter und spannender Laurenti-Krimi.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Veit Heinichen, seit langen Jahren in Triest lebender Schriftsteller, hat 2001 mit seinem Commissario Proteo Laurenti die Krimibühne betreten und ist mittlerweile von ihr nicht mehr wegzudenken. Sinnfälligerweise wird er seitdem immer wieder mit Donna Leon und deren Commissario Guido Brunetti verglichen und es wird darauf hingewiesen, daß er ihr längst das Wasser reichen kann. Das trifft zu. Auch mit seinem neuen, nunmehr fünften Band der Reihe um Proteo Laurenti stellt Veit Heinichen unter Beweis, daß er sein Metier absolut beherrscht. Doch nicht nur, weil Triest eben nicht Venedig ist, sind seine Romane völlig anders als die von Donna Leon. Begegnet uns in Guido Brunetti ein linksliberaler Bürgerlicher mit einer Familie und zwei Kindern, der ein relativ normales Familien- und Eheleben führt und dessen Fälle selten wirklich spektakulär aufgemacht sind, ist bei Heinichens Proteo Laurenti alles etwas lebendiger, hektischer, aufgeregter, unkonventioneller.

Er ist zwar glücklich verheiratet mit Laura, aber seit Jahren hat er ein Verhältnis zu einer Staatsanwältin aus dem benachbarten Kroatien. Eine Beziehung, die in den letzten Büchern sehr leidenschaftlich war, doch in der letzten Zeit sind die Treffen mit Zivna Ravno aus Pula seltsam nüchtern geworden. Als Laurenti und Zivna sich zu Beginn des neuen Buches in der kleinen Wehrkirche des slowenischen Dorfes Hrastovlie treffen, um die Bilder des "Totentanzes" anzuschauen, teilt sie ihm kühl mit, daß sie ihre Beziehungen von leidenschaftlichem Sex auf gute Freundschaft umstellen möchte. Laurenti verlässt sie empört und wütend und wird nach seiner Rückkehr nach Triest mit einem neuen Fall konfrontiert. Es geht um eine auch im europäischen Kontext bedeutungsvolle Forschungseinrichtung in Triest, den AREA Science Park, die auch als Außenstelle der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA fungiert. Ein Ehepaar aus Slowenien, die dort kurz hinter der Grenze einen kleinen Bauernhof betreiben, ist dort mit Reinigungs- und Hausmeistertätigkeiten beschäftigt. Damjan Babic und seine Frau Jozica verdienen sich ein kleines Zubrot, indem sie für eine Konsulin eines niemals im Buch näher bezeichneten osteuropäischen Staates, der in die EU strebt, Fotografien von geheimen Forschungsdokumenten erstellen. In Wirklichkeit werden sie nach China weiter verkauft.

Als Damjan Babic mehr Geld verlangt, wird die Konsulin aktiv und Laurenti und sein Team mit der ehrgeizigen Inspektorin Pina Cardareto bekommt einen Haufen Arbeit, nachdem das slowenische Ehepaar mit ihrem Auto einen Abhang hinunter gestürzt wird , wobei Damjan stirbt, seine Frau aber so schwer verletzt wird, daß sie keine Aussage machen kann.

Die Spuren führen die Polizei letztlich zu einem alten Bekannten aus den früheren Büchern. Denn hinter allem steckt kein anderer als Viktor Drakic, dessen Schwester Tatjana nach langer Haft eine Aliasidentität als Konsulin Petra Peskera angenommen hat und mit ihrem Bruder zusammenarbeitet.

Veit Heinichen hat wieder ein extrem spannendes Buch geschrieben mit Action und einem sehr interessanten Vexierbild einer Gegend und ihrer Gesellschaftsstruktur, die schon immer multikulturell geprägt war, auch in der Kriminalität, nach der Öffnung der Grenzen jedoch ein noch bunteres Bild bietet. Man spürt fast auf jeder Seite, wie Veit Heinichen seine Heimat liebt und die Menschen, denen er dort begegnet.
Diese Reihe wird mit Sicherheit noch lange bestehen und auch gut verkauft werden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Krimi 6. September 2007
Von wiegele
Format:Gebundene Ausgabe
Veit Heinichen ist der 5. Fall besonders gut gelungen. Er hat mir damit zwei äußerst spannende Krimiabende beschehrt. Herrn Mankell und Frau Leon kann er übrigens locker das Wasser reichen. Wenn man sich einmal "aufmacht" in den Karst und nach Triest, spätestens dann begreift man das "Lebensgefühl" und die Hintergründe der Heinichen-Krimis und genießt sie doppelt.
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