Neben "Nach Damaskus" und "Fräulein Julie" ist "Totentanz" das bekannteste Drama von Strindberg. Ein Ehepaar zerfleischt sich verbal und psychologisch, kann aber nicht vorneinander lassen. Mit all dieser sprachlichen Gewalt ähneln sie Mühlsteine, die alles, was ihnen in die Quere kommt, rettungslos zermalmen. Das ist nicht nur menschlich schwarz - das ist gesellschaftlich diabolisch! Keine leichte Kost, aber dafür sehr genial. Was muss Strindberg doch das Leben gehasst haben, um solch trostloses Leben erschaffen zu können! Wer etwas für die unklaren Schattenseiten des Lebens übrig hat, der sollte dieses ausgezeichnete Drama unbedingt lesen - auch wenn es sich brutal unter die Haut graben wird.