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Totenmesse: Kriminalroman
 
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Totenmesse: Kriminalroman [Gebundene Ausgabe]

Arne Dahl , Wolfgang Butt
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (59 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Staffagefigur, das ist ein seltsames Wort. Cilla Hjelm kommt es in den Sinn, als sie im Stockholmer Viertel Österhalm in der Warteschlange am Bankschalter steht. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Wort aus dem Deutschen ins Schwedische übernommen, fünf Jahrzehnte später durch Staffage ersetzt – "und in übertragener Bedeutung für eine Person benutzt, die – in welchem Zusammenhang auch immer – eine untergeordnete Rolle spielt".

Als Staffage fühlt sich auch Cilla Hjelm, als sie in der Schlange steht und auf ihren Einsatz wartet und endlich etwas Bedeutendes sein will im Leben. Dabei zieht ihre belanglos erscheinende Biografie an der Seite ihres Ex-Ehemanns Paul Hjelm an ihr vorüber. Dessen Hilfe allerdings wird sie bald brauchen. Denn Hjelm ist Polizist des A-Teams, und Cilla glaubt schon bald zu wissen, warum ihr Leben so an ihr vorbeigezogen ist. Denn plötzlich ist sie in der Gewalt zweier schwer bewaffneter Bankräuber, die einen Auftrag haben. "Deshalb waren die Gedanken so schnell abgerollt", heißt es in Arne Dahls Roman Totenmesse. "Und Cilla Hjelm war keine Staffagefigur mehr."

Danach entwickelt sich alles sehr dramatisch in Dahls spannend geschriebenem Roman. Denn die Bankräuber wollen gar kein Geld. Sie jagen einer chemischen Formel hinterher, die viel mehr Reichtum verspricht – und weit zurückführt in die Zeit des Kalten Kriegs. Das alles ist überaus packend zu lesen. Totenmesse ist der siebte Fall des A-Teams um Kerstin Holm und Paul Hjelm. Und es ist auf jeden Fall einer der besten.--Stefan Kellerer

kulturnews.de

Wir wissen, dass es nur noch ein paar Jahrzehnte dauern wird, bis die fossilen Brennstoffe zur Neige gehen. Die Rohölvorräte der Erde leeren sich mit phantastischer Geschwindigkeit. Was klingt wie ein Zitat aus der taz, ist eine Aussage des Bösewichts, der in Arne Dahls siebtem Roman das Stockholmer Ermittlerteam A-Gruppe auf Trab hält. Der Mann, ein ehemaliger Stasi-Mitarbeiter, begeht eine Reihe von Verbrechen, um an im Zweiten Weltkrieg niedergeschriebene Formeln zu kommen, die die Welt vor weiteren Rohstoffkriegen beschützen soll. Das alles im März 2003 - also just in der Zeit, in der die Regierung Bush den Irak angreift ... Wie schon in Vorgängerbüchern gelingt es Dahl, einen spannenden Kriminalfall rund um ein hochaktuelles Thema zu konstruieren. Doch "Totenmesse" ist definitiv nicht das stärkste Buch des Schweden. Zu viele schwer verständliche Anspielungen auf die alten Fälle der A-Gruppe gibt es, und zu viele Nebenhandlungen finden erst viel zu spät zu einem großen Ganzen zusammen, dem nach ein paar Seiten ein enttäuschendes Ende folgt. Zudem wird die seit jeher liebste Arbeitsweise von Arne Dahls - das unkontrollierte Jonglieren mit Ideen, Andeutungen und gewagten Hypothesen - hier einfach zu sehr auf die Spitze getrieben. (jul)

Kurzbeschreibung

Cilla Hjelm betritt um 10.39 Uhr die Bank im vornehmen Stockholmer Viertel Östermalm. Hätte sie geahnt, was ihr bevorsteht, sie hätte einen anderen Tag für ihren Besuch gewählt. Um genau 10.40 brüllen die Maschinengewehre der zwei Maskierten los, Glas splittert, und Cilla presst ihr Gesicht flach auf den Mamorboden. Was aussieht wie ein brutaler Banküberfall, entpuppt sich bald als etwas sehr viel Ernsteres, Weitreichenderes: Die beiden russischen Bankräuber, mit denen das A-Team um Kerstin Holm und Cillas Exmann Paul Hjelm verhandelt, sind nicht auf das Geld aus. Denn plötzlich sind sie verschwunden, und ihre Spur führt bis nach Berlin und Wolgograd, bis in die Zeit des Kalten Kriegs und der Jagd nach einer wertvollen chemischen Formel, für die viele Leute über Leichen gehen würden.

Über den Autor

Arne Dahl ist das Pseudonym des schwedischen Romanautors Jan Arnald, geboren 1963. Arnald ist Literatur- und Theaterkritiker und arbeitet für die Schwedische Akademie, die alljährlich den Nobelpreis vergibt. Als Arne Dahl wurde er in den letzten Jahren mit seinen Kriminalromanen um den Stockholmer Inspektor Paul Hjelm und die Sonderermittler der A-Gruppe bekannt und von Publikum und Kritik begeistert aufgenommen. »Misterioso« ist Paul Hjelms erster Fall, es folgten »Böses Blut«, »Falsche Opfer«, »Tiefer Schmerz«, »Rosenrot« und zuletzt »Ungeschoren«. Arne Dahl erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter zweimal den Deutschen Krimipreis: 2005 für »Falsche Opfer« und 2006 für »Tiefer Schmerz«. »Totenmesse« ist der siebte Fall für das Team um Kerstin Holm und Paul Hjelm. Die Verfilmung ist bereits nach Deutschland verkauft. Zuletzt erschien unter seinem Namen Jan Arnald der Roman »Maria und Artur«.
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