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Produktinformation
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Als Staffage fühlt sich auch Cilla Hjelm, als sie in der Schlange steht und auf ihren Einsatz wartet und endlich etwas Bedeutendes sein will im Leben. Dabei zieht ihre belanglos erscheinende Biografie an der Seite ihres Ex-Ehemanns Paul Hjelm an ihr vorüber. Dessen Hilfe allerdings wird sie bald brauchen. Denn Hjelm ist Polizist des A-Teams, und Cilla glaubt schon bald zu wissen, warum ihr Leben so an ihr vorbeigezogen ist. Denn plötzlich ist sie in der Gewalt zweier schwer bewaffneter Bankräuber, die einen Auftrag haben. "Deshalb waren die Gedanken so schnell abgerollt", heißt es in Arne Dahls Roman Totenmesse. "Und Cilla Hjelm war keine Staffagefigur mehr."
Danach entwickelt sich alles sehr dramatisch in Dahls spannend geschriebenem Roman. Denn die Bankräuber wollen gar kein Geld. Sie jagen einer chemischen Formel hinterher, die viel mehr Reichtum verspricht – und weit zurückführt in die Zeit des Kalten Kriegs. Das alles ist überaus packend zu lesen. Totenmesse ist der siebte Fall des A-Teams um Kerstin Holm und Paul Hjelm. Und es ist auf jeden Fall einer der besten.--Stefan Kellerer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Intelligent gewebter Polit-Krimi,
Von
Rezension bezieht sich auf: Totenmesse: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Arne Dahl hat mit "Totenmesse" einen ziemlich verwobenen Polit-Krimi geschrieben.Es ist der bereits 7. Krimi rund um das Stockholmer A-Team, was auch erklärt, dass viele Charaktere vorkommen, die gar keine eigene Einleitung mehr erhalten. Beudetet, dass viele Charaktere für Leser, die noch keinen der Vorgängerbände gelesen haben, farblos und undurchsichtig bleiben. So ging es mir jedenfalls. Dies war mein erstes Buch von Arne Dahl und die ganze Zeit über bekamen die meisten Charaktere - mit Ausnahme von Paul Hjelm vielleicht - kein eigenes Gesicht, sondern gingen einfach in diesem gut eingespielten Team unter. Das A-Team wird mit der Auflösung eines schwierigen Falles betraut. Was zunächst aussieht wie ein normaler Banküberfall mit Geiselnahme, entpuppt sich schnell als etwas größeres. Nicht nur das A-Team, auch der Leser wird lange Zeit im Unklaren darüber gelassen, was es wirklich mit der Geschichte auf sich hat. Im Gegensatz zu den Protagonisten erfährt der Leser aber immer wieder einige Einschübe aus dem Tagebuch eines deutschen Kriegsveteranen, der im 2. Weltkrieg in Russland kämpft und der allen Anschein nach vor dem Krieg auch ein brillanter Wissenschaftler war. Trotz diesen Einschüben sah ich aber lange Zeit keinen Zusammenhang zwischen den Geschehnissen. Das kam wirklich erst auf den letzten 80 Buchseiten. Die ganze Zeit über versteht man, dass es etwas mit den Rohölvorkommen der Weltgeschichte zu tun hat, um das sich die Menschheit ja seit jeher kloppt. Sowohl damals im zweiten Weltkrieg, wie auch aktuell beim Irakkrieg. Die Frage war die ganze Zeit über: Wie stehen diese Ereignisse und der Banküberfall in Schweden im Zusammenhang? Generell ist es Arne Dahl ziemlich gut gelungen diese Ereignisse in einem harmonischen Zusammenhang zu bringen. Wie, das zeigt das Ende des Buches, das ich an dieser Stelle nicht verraten will. Im Buch gibt es übrigens an vielen passenden Stellen immer wieder Andeutungen zum Buchtitel. Denn zu passenden Gelegenheiten hören die Personen im Buch die Totenmesse von Mozart, ein Requiem, eine Messe für Verstorbene, denn Tote gab es viele im Laufe der Menschheitsgeschichte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Puzzle der Extraklasse!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Totenmesse: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Was haben eine Geiselnahme, der Kalte Krieg, ein Ferienhaus im Mittelmeerraum und fossile Brennstoffe miteinander zu tun? Auf den ersten Blick nichts. Arne Dahl belehrt seine Leser jedoch eines Besseren. Er konstruiert eine Handlung, deren einzelne Handlungsstränge anfangs keinen Bezug zueinander zu haben scheinen, die sich aber mit dem Fortschreiten des Buches immer weiter annähern, bis am Ende schließlich ein kompliziertes Geflecht aus Überschneidungen und Zusammenhängen entsteht, was dem Leser aktuelle Probleme der Welt vor Augen führt.Obwohl ich zugegebenermaßen anfangs Probleme hatte, in die Handlung hineinzufinden, konnte Dahl mich absolut überzeugen. Er schreibt ein sehr anspruchsvolles Buch, was überraschend komplex ist und in meinen Augen nicht zu der Kategorie "für zwischendurch" gehört. Besonders gut gefallen hat mir die recht große Ermittlergruppe. Es gibt in Form von Kerstin Holm zwar eine Leiterin, dennoch sind die einzelnen Mitglieder der Gruppe gleichermaßen an der Lösung des Falls beteiligt. Es wird nicht, wie so oft üblich, ein Ermittler in den Mittelpunkt gestellt, was der Handlung in meinen Augen viel Authentizität verleiht. Als besonders positiv ist mir außerdem der Stil Dahls aufgefallen. Er versteht es, die Gefühle und Gedanken der einzelnen Personen immer in die entsprechende Situation einfließen zu lassen. Dabei macht er keinen Unterschied zwischen ihren Positionen und verleiht ihnen eine Tiefe, die in dieser Form selten in Thrillern zu finden ist. Ermittler und Verdächtige werden gleichermaßen greifbar für den Leser und ermöglichen es ihm, sich ein eigenes Bild zu machen. Gekoppelt mit einer sehr angenehmen und den einzelnen Handlungsabschnitten angepassten Sprache entsteht ein rundes Gesamtbild, wodurch das Buch flüssig zu lesen ist. Alles in allem bietet "Totenmesse" großartige Unterhaltung auf hohem Niveau mit einem spannenden Ende, das ebenso überzeugend ist, wie das ganze Buch. Dabei kommen weder zwischenmenschliche Beziehungen noch Witz zu kurz. Ich möchte dieses Buch sehr empfehlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Überraschend anders,
Von *hrafnaklukka* (Rüthen, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Totenmesse: Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
'Totenmesse' von Arne Dahl ist das siebte Buch einer Serie um den (Sonder-)Ermittler Paul Hjelm. Für mich war es das erste Buch des Schweden, da ich eigentlich kein Fan von schwedischen Krimi-Autoren bin, aber es wird sicher für mich nicht das letzte gewesen sein.Wer das Buch in die Hand nimmt, sollte sich wirklich die nächsten Stunden nichts wichtiges vornehmen ' ich habe es an einem Tag verschlungen!Cilla Hjelm, die Exfrau der Sonderermittlers Paul Hjelm, betritt am Morgen des Tages, an der damals amtierende US-Präsident Bush Bomben auf den Irak fallen lässt, eine Bankfiliale und wird Zeuge eines Banküberfalls und dann noch als Geisel genommen. Cilla, die sich in ihrem eigenen Leben eigentlich nur noch als Staffage gefühlt hat, spielt ungewollt mit einem mal eine Hauptrolle. Durch ihr Handy, das von den Geislenehmern übersehen wird, hält sie Kontakt zur Außenwelt mittels SMS und MMS, dies sie an ihren Exmann schickt. Das A-Team beginnt mit Paul Hjelmn und dem Berater Jan-Olov Hultin zu ermitteln. Der Autor hat es geschafft, einen fiktiven Krimi geschickt mit realen aktuellen und vergangenen Ereignissen zu verschmelzen, was schon relativ ungewöhnlich ist und den Krimi zu etwas besonderem macht. Zudem schafft er es auch, die Beziehung von Paul und Cilla und ihre gescheiterte Ehe da zustellen, ohne rührselig zu wirken oder für eine Seite Partei zu ergreifen ' es ist so, wie es ist. Die Figuren und ihre Handlungen sind zu jeder Zeit nach zu vollziehen. Geschickt verknüpft er mehrere Ereignisse, so das ich wirklich lange gegrübelt habe, ob und wie das alles zusammenhängen kann. Sehr spannend! So findet man sich plötzlich im Jahre 1941 im Tagebuch eines deutschen Soldaten im zweiten Weltkrieg wieder. Zudem war das Buch so ganz nebenbei noch sehr lehrreich und informativ ' in einer Nebenhandlung erfährt man Beispielsweise etwas über die griechische Revolution und die Insel Chios. Auch noch so komplizierte Emotionen und Beziehung weiß er zu gekonnt zu beschreiben, so muß Paul mit der Leiterin des A-Teams Kerstin Holm, mit der er eine Affäre (Beziehung? Das wird leider nicht ganz klar) zusammenarbeiten, um Cilla, an der ihm immer noch etwas liegt, zu retten. Der Zeitraum der Handlung des Buches ist im hier und Jetzt auf 4 Tage begrenzt, aber diese 4 Tage ändern das Leben von Paul und Cilla und ihre Beziehung zueinander. Das Ende ist vielleicht nicht jedermanns Sache, ich finde es passt zur Handlung und zur Stimmung im Buch. Die einzigen Schwierigkeiten, die ich mit dem Buch hatte, waren die ' für meine Ohren- etwas fremd klingenden Namen, aber nach spätestens 50 Seiten nimmt einen die Handlung so gefangen, das das auch nicht mehr stört. 'Totenmesse' ist nicht nur ein Kriminalroman, sondern ein recht komplexes Werk über Schuld, Liebe und Vertrauen, das zudem noch wirklich informativ ist. Arne Dahl ist nicht mit Mankell zu vergleichen ' für mich ist er einfach besser. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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