...schliesslich das Toeten seiner Opfer zu einer Art "Kunstform" erhebt.
Los Angeles.
An einem schoenen Sonntagmorgen wird Detective Robert Hunter zu einem Tatort gerufen, wo ihn nicht nur sein Kollege Carlos Garcia vom Extrem-Gewaltdezernat des LAPD erwartet, sondern auch ein hoechst einpraegsamer, da extrem grausamer Anblick.
Zu Klaeren ist der sadistische Mord des Ex-Staatsanwaltes Derek Nicholson. Obwohl dieser nur noch ein paar Wochen von seinem vorsehbaren Tod durch Lungenkrebs entfernt war, wurde sein Koerper zerlegt und die verfuegbaren Teile daraufhin mit Draht und Super-Kleber zu einer Skulptur wieder zusammen gesetzt.
Hunter ist sicher, dass dies absurde "Kunstwerk" eine Nachricht des Killers enthaelt, kann aber diese noch keineswegs deziffrieren...
Ein hochrangiger - vom Autor als ziemlicher Miesling dargestellter - Freund des Toten, General-Staatsanwalt Bradley draengt auf eine super-schnelle Aufloesung des Falles und drueckt den beiden Ermittlern die - zunaechst - hoechst unwillkommene Alice Beaumont aufs Auge. Alice ist - wie Robert - eine Art Genie, allerdings mit Schwerpunkt auf Computern und logisch angelegter Suche und hat eine extrem gute Ausbildung genossen.
Dann wird eine zweite Leiche entdeckt und mit ihr eine weitere, perverse Skulptur.
Und Robert, nun mit seinen ZWEI Team-Mitgliedern muss die Teile des Puzzles zusammen setzen, um die ekelhafte Mordwelle zu beenden...
Nun, der Autor nimmt in diesem Buch keine Ruecksicht auf seine Leser: Er fuehrt uns durch die Torturen, die den Opfern langsam, gaaaanz langsam zugefuegt werden. Wir werden Teil der Ermittlungen und der Analysen der Motivation dieser Verbrechen - Schritt fuer Schritt...
Als die meisten Spuren ins Nichts oder zu Loesungen anderer Verbrechen fuehren, hat Robert Hunter eine Eingebung: Er glaubt, endlich das Raetsel geloest zu haben, das hinter den Skulpturen und den grausamen Morden steht.
Und wir werden feststellen, dass oft die Schuld nicht einfach bei einem psychotischen Individuum liegt, sondern dass es oft sehr gute Gruende fuer ein solches menschliches Fehlverhalten gibt. Und dass man manchmal fast Verstaendnis fuer eine derart gequaelte Kreatur aufbringen koennte - waeren die Handlungen nur nicht DERART grausam...
Auch wird die Ueberraschung ueber die Identitaet am Schluss riesig sein - stand diese Person doch auf keiner Liste der Verdaechtigen.
Nun, der "Totenkuenstler" ist kein Thriller fuer empfindliche Gemueter. Da braucht es schon manches Mal einen starken Magen.
Detective Hunter ist eine aeusserst interssante Persoenlichkeit - ein Genie und eine hoechst empfaengliche Natur. Der Verbindungen sieht, die andere uebersehen, und faehig ist, grosse logische Spruenge zu machen mit den Informationen, die er zur Hand hat.
Sein Partner Carlos Garcia bleibt neben ihm etwas im Hintergrund, und Neuzugang Alice Beaumont ist aeusserst aktiv, ihr Ziel zu erreichen: Den "Totenkuenstler" zu fangen.
Wie in allen drei Vorgaengern schreibt Chris Carter harten Stoff fuer noch haertere Thrillerfans, aber nichts fuer zarte Gemueter.
Den deutschen Lesern ist Chris Carter ja schon durch
Der Kruzifix-Killer,
Der Vollstrecker und
Der Knochenbrecher bekannt. Nun ein weiteres, (sehr) blutiges Kapitel um Robert Hunter und Carlos Garcia, in dem Leser/Leserin allerhand aushalten muss, um die ziemlich "lebendigen und farbigen" Darstellungen von Tortur und Tatorten gut zu verarbeiten.
Trotzdem ist bei Chris Carter immer noch ein wenig Platz fuer Menschlichkeit, als wenn auch das Unbegreifliche verstanden werden koennte...
So warte ich schon ungeduldig auf das Erscheinen seines fuenften Buches, bisher noch ohne Titel, das am 31.07.2013 herauskommen soll.
Fuer alle Thriller-Freundinnen und Freunde: Frohes Lesen!