Ich fühle mich das erste Mal genötigt eine Rezession zu schreiben.
Ich habe mich von den guten Kundenbewertungen blenden lassen und mich auf das Buch eingelassen.
Um das Fazit vorzuziehen: Ich wurde maßlos enttäuscht.
Das Buch ist so unsagbar schlecht geschrieben, dass ich mich von Seite zu Seite geärgert habe dafür Geld ausgegeben zu haben.
Das Buch hat 239 Seiten, die so groß bedruckt sind, dass es mich an den Versuch eines Studenten erinnert, auf die geforderte Anzahl von Seiten in einer Diplomarbeit zu kommen. Bei normaler Schriftgröße und Zeilenabstand hätte das Papier eines durchschnittlichen Reclam-Heftes ausgereicht.
Aber das alleine macht ja kein schlechtes Buch aus. Es gibt Autoren, die können auch auf wenigen Seiten eine fesselnde Geschichte ausbreiten. Nicht aber dieser.
Ich würde an dieser Stelle gerne auf die Protagonisten eingehen, aber diese sind so oberflächlich beschrieben, dass man keine Informationen erhält.
In anderen Kritiken wurde das Wort "Spannung" verwendet. Ich habe lange danach gesucht und nicht den Ansatz gefunden. Die Story ist so platt und wirkt größtenteils lustlos hingekritzelt, dass einem jede Lust am Lesen vergeht.
Ich würde auch gerne etwas über schlechte Dialoge oder mangelhafte Interaktion zwischen den Protagonisten schreiben, aber so etwas fehlt gänzlich, weswegen man es gar nicht kommentieren kann.
... ... ... Ab hier bitte nicht mehr lesen, falls man das Buch trotz meiner Kritik noch kaufen will. ... ... ...
Der schlimmste Moment beim Lesen war allerdings, als man schon auf Seite XX unfassbar stumpf auf den Mörder aufmerksam gemacht wurde. Es war so offensichtlich, dass ich mich fast vom Autor beleidigt gefühlt habe. An dieser Stelle habe ich mir vorgenommen eine Rezession zu schreiben, falls es sich bei der Person wirklich um den Mörder handeln sollte. Im weiteren Verlauf des Buches versucht der Autor noch ein zwei andere Verdächtige ins Spiel zu bringen. Dies geschieht aber wieder auf so naive Art und Weise, dass einem sofort klar ist, dass es sich nur um den verzweifelten Versuch handeln kann zuvor begangene Fehler zu korrigiern.
Ich habe lange überlegt, ob ich diese Kritik in dieser Art schreiben soll, da es sich um das erste "Werk" des Autors handelt. Allerdings ist das Buch derart lustlos geschrieben, dass ich mich selbst sehr geärgert habe und verhindern möchte, dass es Anderen genauso ergeht.