Als Lektüre fand ich Elfriede Jelineks Theaterstück "Totenauberg" (1991) sehr langweilig. Das hängt damit zusammen, dass zwischen den Figuren kein Dialog stattfindet, sondern dass diese nur seitenlange Monologe halten. Ich gehe davon aus, dass ich den Text einiges positiver bewerten würde, wenn ich eine Inszenierung davon sehen könnte. Der Text bietet denn auch sehr viel Raum für Interpretationen durch Theaterregisseure. Jelinek setzt ihre Handlung selbst in die Kulisse des Films.
Das Stück gliedert sich in vier Szenen: "Im Grünen", "Totenauberg (Gesundheit)", "Heim Welt", "Unschuld". Es geht um die altbekannten Jelinek-Themen Heimat, Natur, Sport, Tod, die in einer destruktiven Weise abarbeitet werden. Die schöne Heimat entwickelt sich langsam zu einem Schlachtfeld. So hängen z.B. zerfetzte Leichen von Bergsteigern in bunter Sportbekleidung in den Bergen.