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Totenacker
 
 

Totenacker [Kindle Edition]

Hiltrud Leenders , Michael Bay , Artur Leenders
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Alte Gräber, neue ToteBei Bauarbeiten in Kleve wird ein Massengrab entdeckt. Das Entsetzen ist groß. Die Toten, die dort offenbar seit Jahrzehnten liegen, weisen körperliche Gebrechen auf. Euthanasie in Kleve? Ein Verdacht, dem sich keiner gerne stellt und der alte Wunden aufreißt. Während Kommissar van Appeldorn und das KK 11 ermitteln, kommt bereits ein neuer Fall auf sie zu: mysteriöse Todesfälle unter Kleinbauern. Sie alle waren Gegner der «Gen-Mafia», die immer mehr Einfluss am Niederrhein gewinnt …

Über den Autor

Hiltrud Leenders, geboren 1955 am Niederrhein, arbeitete zunächst als Übersetzerin und hat sich später einen Namen als Lyrikerin gemacht. Sie ist Mutter von zwei Söhnen und seit 1990 hauptberuflich Schriftstellerin.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Als 1992 "Königsschießen" erschien, waren die Autoren Michael Bay und Artur und Hiltrud Leenders eine der ersten, die ihren Protagonisten und Fällen Lokalkolorit einhauchten. Der Begriff "Regionalkrimi" wurde erfunden und fortan tummelten sich in der Provinz Spitzbuben und Kommissare aller Couleur.

Fast 20 Jahre später sind die Klever Kriminalbeamten zwar zum Teil gegen jüngere Kollegen ausgetauscht worden, aber Norbert van Appeldorn und Jupp Ackermann sind noch immer unermüdlich im Einsatz.

Gut so, denn noch immer haftet den mal stärkeren, mal schwächeren Kriminalromanen des mit klarer Aufgabenverteilung agierenden Autorenteams etwas ganz Besonderes an: Kaum hat man sich an die etwas ruhigere Gangart tief im Westen und nahe an der holländischen Grenze gewöhnt, ist man mitten im Geschehen.
Auch "Totenacker" knüpft daran an, ein Kriminalroman der eher leisen Töne und knorrigen Typen.

Altweibersommer am Niederrhein: Mitten in Kleve werden bei Bauarbeiten Skelett-Teile gefunden. Nach einigen Tagen mühsamer Kleinarbeit wird deutlich, dass die Leichenteile aus dem 2. Weltkrieg stammen und eine Spur zu einem besonders dunklen Kapitel der Stadtgeschichte legen. Denn auch in der Provinz wurden Menschen mit Behinderungen als "unwertes Leben" beiseite geschafft.
Doch nach so langer Zeit scheint es nahezu unmöglich, Licht ins Dunkel zu bringen.
Gleichzeitig mischt eine Agrarmafia die Gegend um Kleve auf. Aus den Niederlanden operiert eine vermeintliche Genossenschaft mit allen Mitteln...

Während die Ermittlungen in beiden Fällen dieses Mal erst nach einer gewissen Zeit Fahrt aufnehmen, hat der Leser wieder einmal genügend Gelegenheit, sich über die privaten Geschicke von Cox und Co. an den Ort des Geschehens versetzen zu lassen. Schon seit Jahren ist es ebenfalls bewährte Tradition, immer wieder neue Figuren einzuführen, die einen langgedienten Teil des Teams künftig ersetzen wird. Dieses Mal ist es die junge Pathologin, die dem Kriminaltechniker van Gemmern den Kopf verdreht.

Spürbar ist in jedem Kriminalroman die große Verbundenheit der Autoren zum Niederrhein und seinen Menschen -- ohne jemals heimattümelnd zu sein. Denn das die Welt nicht heiler ist, wenn das Land flacher und die Bebauung weniger dicht ist -- nun, das zeigen sie in jedem ihrer Romane auf besondere Art und Weise.
Authentisch sind sie geblieben: Die älter werdenden Kommissare und ihre drei Erfinder, die noch immer ein gutes Gespür haben für Abgründe, Verlogenheit und kriminelle Energien und zugleich Handlung und Personen mit viel gesundem Menschenverstand und Bodenständigkeit ausstatten.

Leenders/Bay/Leenders sind auch nach all den Jahren ein Garant für niveauvolle Kriminalromane, die sicher nicht bundesweit große Leserkreise anziehen, die aber noch immer einer treuen Lesergemeinde nicht nur am Niederrhein etwas ganz Besonderes vermitteln - und das geht auch in und mit Büchern:
Nach Hause kommen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein fabelhaftes Buch, 1. April 2011
Von FP
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
mit dem das Autorentrio wieder ganz und gar an seine alten Stärken anknüpfen kann.

Das Buch ist auch kein reiner Regionalkrimi, sondern kann überall und auch von Neueinsteigern in die Reihe gelesen werden. Das Thema aus dem 2. Weltkrieg und der Zeit des Nazi- Regimes ist sicher für viele auch außerhalb von Kleve und Umgebung interessant und spannend.

Leider ist offenbar inzwischen nur noch jeder zweite Band der Reihe ein interessantes Thema wert. "Gnadenthal" und "Kesseltreiben" waren langweilig gegen die sehr guten Bände "Die Burg" und jetzt "Totenacker".

Insoweit war der Verlagswechsel vielleicht ein Fehlgriff und der alte Lektor hat bessere Unterstützung bei der Themenwahl geboten.

Ich befürchte jetzt demnach also leider ein schlechtes nächstes Buch aus Kleve, würde mich aber sehr gerne überraschen und wieder fesseln lassen.

Lesen werde ich die nächste Veröffentlichung auf jeden Fall, schon um zu erfahren, wie es mit den liebgewonnenen Ermittlern im Leben weitergeht.
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Super Krimi 4. Januar 2012
Von Sunnynatz
Format:Taschenbuch
Ich habe das Buch in wenigen Tagen ausgelesen. Mir hat es sehr gut gefallen. Toppe habe ich zwar vermisst, aber der ist halt mal in Urlaub (wahrscheinlich weil es kurz danach seinen 1. Fall gab...)

Ich kann die Meinung meiner Vorschreiber nicht teilen. Ich fand das Buch unterhaltssam, spannend und beeindruckend.

Möglicherweise sind manche Sachen zu dick aufgetragen und ich wüsste auch nicht, warum ein Krimi nicht politisch angehaucht sein sollte? Es bleibt den Autoren doch unbenommen ihre Wertevorstellung in die Handlung mit einfliessen zu lassen. Wem es nicht gefällt, muss eben andere Autoren lesen.

Mich hat das Buch unterhalten und beeindruckt. Es hat meine Sicht auf viele Dinge mal wieder "gerade gerückt" und mir Denkanstösse gegeben.
Wer "nur" konsumieren möchte, ohne auf beängstigende Entwicklungen gestossen zu werden, für den ist das Buch nichts. Es ist nicht nur ein Krimi, sondern beschäftigt sich in der Tat mit sehr ernsten Themen. Das sollte man sich vor dem Lesen vergegenwärtigen.
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