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Mit den Toten in Frieden. Ein Joshua- Croft- Krimi
 
 

Mit den Toten in Frieden. Ein Joshua- Croft- Krimi (Gebundene Ausgabe)

von Walter Satterthwait (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 267 Seiten
  • Verlag: Haffmans (1994)
  • ISBN-10: 3251300377
  • ISBN-13: 978-3251300372
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 1.010.653 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Walter Satterthwait hat als Autor einfach zuviel Klasse, um weitere Jahre ein Dasein als Geheimtip jenseits einer größeren Leserschaft zu fristen. Sehr zu danken ist deshalb dem Deutschen Taschenbuch Verlag, daß er sich dem Werk des Autors angenommen hat und die Romane nach und nach in seinem Programm veröffentlichen wird.

Satterthwaits Held Joshua Croft ist privat eye. Wie viele seiner Detektivkollegen im tatsächlichen und fiktiven Leben existiert er mehr schlecht als recht von einem Fall zum anderen. Frustriert vom Alltag und etwas verzankt mit seiner (platonischen) Liebe Rita sucht er Entspannung beim Angeln in der freien Natur und kann dabei einem alten Navajo aus dessen Schwierigkeiten mit drei Schlägern heraushelfen. Der Dank: ein etwas verquerer Auftrag. Joshua soll die Gebeine eines längst verstorbenen Navajos beibringen, die von Archäologen während einer Expedition im Reservat gegen den Willen des Stammes widerrechtlich entwendet wurden und seitdem verschwunden sind. Joshua akzeptiert und macht sich mit spär- lichen Informationen auf die Suche. Erschwerend hinzu kommt, daß die ganze Angelegenheit bereits Mitte der Zwanziger Jahre geschah und der Leiter der Expedition kurz darauf ermordet wurde, ohne daß der Täter je gefunden werden konnte.

Aus dem scheinbar banalen und unlösbaren Fall wird jedoch unerwartet ein gefährliches Unternehmen. An Crofts Wagen werden die Reifen zerstochen, um seine Ermittlungen zu behindern. Schließlich wird er zusammengeschlagen. Joshua Croft gerät in einen brutalen Konflikt zwischen Geschäftsinteressen einer Ölgesellschaft und uralten indianischen Stammesgesetzen, aus dem er sich ohne die Hilfe seines Auftraggebers Daniel Begay nicht befreien kann. Ein spannungsgeladener Showdown ist Höhepunkt dieses außergewöhnlichen Krimis, der dem Leser außerdem einen großen neuen Helden vorstellt, einen würdigen Nachfolger von Marlowe, Spade und Lew Archer.--Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Als Daniel Bogey Joshua Croft anheuert, um jemanden zu finden, ist das keine übliche Vermißtensuche. Der silberhaarige, bemerkenswerte und mysteriöse Indianer möchte, daß Privatdetektiv Croft die verlorenen Überreste eines Navajo-Häuptlings findet, der seit knapp 10 Jahren tot ist. Bei seiner Suche legt Joshua Croft Schicht um Schicht der Täuschung frei. Dabei entdeckt er eine unheilvolle Vergangenheit, versehen mit allen Elementen der Habsucht, des Ehebruchs, der Begierde und des Verrats.

»Ein schöner Roman, der zwei Denkwelten miteinander konfrontiert und zudem an Action und Spannung nichts zu wünschen übrig läßt.« Der Tagesspiegel

Weitere Werke von Walter Satterthwait -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Satterthwait braucht mehr Leser!, 31. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension übernommen von: Mit den Toten in Frieden. (Taschenbuch)
Ich habe alle 5 Bände von Walter Satterthwaits Joshua Croft Reihe gelesen. Für MIT DEN TOTEN IN FRIEDEN habe ich wegen der besonderen Atmosphäre der beschriebenen Landschaft und wegen der stimmigen Beziehung (mit all ihren Komplikationen) zwischen Joshua und Rita eine Schwäche. Wer die historischen Krimis von Satterthwait kennt, sollte sich unbedingt mit seiner Sicht der Gegenwart bekannt machen. Jedes seiner Bücher ist anders und gut in seiner Art, und das kann ich nicht von vielen Schriftstellern behaupten.
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3.0 von 5 Sternen Zu tief gegraben, 21. September 2005
Rezension übernommen von: Mit den Toten in Frieden. (Taschenbuch)
Der Privatdetektiv Joshua Croft leidet gerade an Auftragsmangel, da schneit ihm ein leicht mysteriöser Navajo namens Daniel Begay mit einem merkwürdigen Auftrag ins Haus: Er soll die Gebeine des Navajo-Chiefs Ganado auffinden. Der Witz an der Sache: Ganado wurde 1866 in einem Canyon begraben, aber 1925 fand der Archäologe Dennis Lessing das Grab und nahm seinen Inhalt an sich -- und wurde knapp eine Woche später ermordet. Dieser Mord wurde nie aufgeklärt.
Das Ganze klingt abstrus, aber nicht gefährlich. Croft macht sich auf den Weg nach El Paso, wo Lessing an der Universität gelehrt hatte und wo dessen Tochter Alice Wright lebt, inzwischen in den 70ern und eine grande dame der Anthropologie.
Doch der Schein trügt -- die Recherchen sind tatsächlich gefährlich, und Croft stochert, zunächst ohne es zu wissen, in einem Wespennest. Während er selbst brutal zusammengeschlagen wird, wird Lessings Tochter Alice, mit der er kurz zuvor noch gesprochen hat, ermordet.
Croft und sein Auftraggeber kommen bald dahinter, mit wem Alice Wright kurz vor ihrem Tod noch telefoniert hat: Mit Peter Yazzie, einem alten Navajo, dessen Vater 1925 ebenfalls an jener unseligen Expedition beteiligt war. Und dieser Yazzie ist nun ebensowenig telefonisch zu erreichen; vermutlich schwebt er in Lebensgefahr, denn der Schlägertrupp aus El Paso ist unterwegs in Richtung Reservat.
Es kommt zu einer Art Showdown um Yazzies abgelegene Hütte herum, und am Ende erfährt Croft, warum sein Auftrag so gefährlich war und mehrere Todesopfer verlangt hat -- es geht um Bodenschätze und Stammesgesetze der Navajos, um Erpressung und Korruption. Der Fall ist gelöst, das Unbehagen bleibt.
So weit, so gut -- was der Leser zunächst vermutet, spricht Crofts platonische Liebe Rita aus: "Warum komme ich mir auf einmal vor wie eine Figur aus einem Tony-Hillerman-Krimi?" Allerdings macht Satherthwait nicht den Fehler, in Hillermans Fußstapfen treten zu wollen -- sein Joshua Croft ist eher ein Nachfolger von Sam Spade oder Philip Marlowe, und sein Krimi "Mit den Toten in Frieden" erinnert trotz seines Schauplatzes stark an die "hardboiled"-Krimis der 1940er Jahre.
Gelungen sind Satherthwait die Charaktere seiner Protagonisten; einige davon bestechen geradezu durch plastische Zeichnung: Etwa der alte Daniel Begay, die grande dame Alice Wright, dann natürlich Crofts (zu seinem Leidwesen nur platonische) große Liebe Rita, die seit einer Schießerei querschnittgelähmt ist, und einige andere. Auch der Plot ist im Großen und Ganzen logisch und frei von übers Knie gebrochenen Zufällen. Allerdings hätte Satherthwait, wenn er schon einen Teil der Handlung im Navajo-Reservat ansiedelt, ein wenig sorgfältiger sein dürfen: Seine Darstellung vom Leben und Sterben des historischen Ganado hält schon einer oberflächlichen Recherche nicht stand -- das ginge noch (er hätte halt einen anderen Namen verwenden sollen). Aber seit Tony Hillerman wissen wir auch ein wenig darüber, wie sich traditionsgebundene Navajos gegenüber ihren Toten verhalten: Sie verhalten sich jedenfalls nicht so, wie Satherthwait uns das glauben machen will. Tja. Manchmal genügt es nicht, auf einen Kollegen anzuspielen; man sollte ihn auch lesen. Vor allem, wenn ein Toter Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist...
Wofür man Satherthwait allerdings nicht verantwortlich machen kann: Die deutsche Übersetzung. Ein leidiges Thema, gewiss. Zwar ist die Übersetzung im wesentlichen unauffällig, sie überträgt sogar den typischen "hardboiled"-Sprachduktus überzeugend ins Deutsche -- gut so! Weniger gut sind allerdings gewisse Probleme der Übersetzerin mit der Zeitenfolge im Deutschen. Und Freunde der gediegenen Stilblüte kommen auf ihre Kosten, wenn sie in Kapitel 24 mit einer bemerkenswerten menschlichen Anatomie konfrontiert werden: "Sein Kopf flog zur Seite, aber hatte noch die Geistesgegenwart, einen scharfkantigen Felsbrocken zu greifen".
Übersetzung hin, verwackelter historischer Hintergrund her: Insgesamt ist "Mit den Toten in Frieden" kein schlechter Krimi, und vor allem Joshua Croft ist ein origineller Protagonist, den man nicht ungern in weiteren Fällen wiederträfe. Allerdings: Diese Krimireihe ist steigerungsfähig.
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