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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannend, Menschlich, "Hannöversch", 12. Januar 2009
Im Hannoverschen Maschsee schwimmt die Leiche eines namhaften Psychologen und gerichtlichen Gutachters - ohne Zunge. Letztere wiederum wurde auf dem "Hamann Denkmal" auf dem Stöckener Friedhof in Hannover hinterlegt - ein Gedenkstein zu Ehren der vom Massenmörder Hamann Anfang des letzten Jahrhunderts ermordeten jungen Männer. Ein kniffliger Mordfall, den Kommissar Völksen und sein Team zu lösen haben.
Das Ermittlerteam ist liebevoll und sympathisch skizziert.
Kommissar Völksen, der Leiter der Mordkommission, ist ein etwas unter dem Pantoffel stehender leicht übergewichtiger Familienvater, der seine Frau und Tochter und seine Schafe liebt und sich gerne mal brummig gibt.
Zu seinem Team stößt neu Jule Wedekin hinzu, eine junge und begabte Polizistin, die mit dem sogenannten "goldenen Löffel" im Mund aufwuchs und sich nun voller Ehrgeiz auf einem Gebiet beweisen möchte, von dem ihre standesbewussten Eltern gar nicht begeistert sind. Der junge Fernando Rodriguez ist genau wie Jule in Hannover aufgewachsen. Er hat allerdings spanische Vorfahren und kommt aus dem Arbeiterviertel Linden. Fernando sucht nach der großen Liebe und glaubt (oder hofft?) zwischenzeitlich, sie gefunden zu haben. Außerdem ist er ein wahres "Muttersöhnchen". Vierte im Bunde ist Oda Kristensen, eine alleinerziehende Mutter mit französischen Ahnen. Oda nimmt kein Blatt vor den Mund, raucht wie ein Schlot, genießt auch mal eine kleine Affäre, muss sich aber privat genau wie andere Eltern eines Teenagers mit ihrer pubertierenden "Gruft-Tochter" auseinandersetzen. Die handelnden Personen sind detailliert auch und gerade als Privatmenschen beschrieben. Auch die Sympathieträger haben Ecken und Kanten - die sie gerade liebenswürdig machen.
Die Mitglieder der Mordkommission ermitteln (mehr oder auch manchmal weniger) eifrig. Sie sammeln Fakten und - für mich als Hannoveranerin besonders erfreulich - durchqueren bei ihrer Arbeit die verschiedensten (bekannten) Orte in der niedersächsischen Landeshauptstadt und drumherum.
Das Buch setzt sich aber auch mit einem ernsten Thema außeinander: Wie soll unsere Gesellschaft mit Gewaltverbrechern umgehen? Wie wird unsere Gesellschaft allen Seiten - Opfern, Angehörigen und Tätern - gerecht?
Alles in allem kein absolut überragendes Werk, aber ein handerklich gut gemachter, spannender Krimi um ein gesellschaftlich aktuelles Thema, der insbesondere Hannoveraner (aber nicht nur die) fesseln dürfte!
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10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
geht so..., 7. Mai 2008
ich finde ja, "hannover" kommt in der krimiszene generell schlecht weg - auch im "tatort" hält sich frau furtwängler lieber in der provinz auf und ermittelt. hat denn die stadt nix zu bieten?
deswegen war ich sehr erfreut, mit "Der Tote vom Maschsee" endlich einen RICHTIGEN hannover-krimi lesen zu können.
trotzdem war ich vom buch ein wenig enttäuscht: die hannover-locations werden dann doch im buch zu häufig und penetrant benannt (damit nun auch jeder weiß, der krimi spielt WIRKLICH in hannover), manchmal kommt das alles dann auch ein bisschen belehrend rüber (exkurs zu haarmann, zum beispiel). das ermittelnde team ist nett, aber dann auch recht plakativ dargestellt.
trotz alledem: das buch war nett zu lesen und die thematik sicher interessant. ich habe das buch bis zum ende und auch recht zügig durchgelesen - zum ende hin hat mir der krimi dann auch immer besser gefallen. insgesamt denke ich, die autorin hat sich zu viel vorgenommen (hannover-kolorit, geschichte von hannover, lässiges ermittlerteam, interessante story...). darunter litt dann auch der krimi.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Tote im Maschsee, 17. Februar 2009
Bin von dem Buch begeistert. Es hat Witz und man denkt oft, ach ja in der Gegend von Hannover warst du auch schon. Ich fand es sehr interessant über die Geschichte Hannovers einiges zu lernen. Die Kommissare konnte ich mir bildlich sehr gut vorstellen und musste oft über deren Charakter lächeln. Würde mich sehr darüber freuen, wenn dieses Buch verfilmt würde. Die einzelnen Personen wurden sehr gut beschrieben und man fieberte mit, wer denn nun der Mörder ist. Habe es wirklich verschlungen.
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