Der vorliegende Erstling des Autoren zeichnet sich durch eine Geschichte aus, die schnell an Fahrt aufnimmt, ohne effekthascherisch zu werden. Eingebettet in pittoreske Darstellungen des Handlungsortes und seiner Umgebung (weswegen ich dem Fremdenverkehrsamt Rhön durchaus eine werbende Zusammenarbeit mit dem Autoren empfehlen würde) bewegen sich klischeefreie Charaktere auf Spurensuche in einem "Cold Case Szenario", dessen Ursprünge zu Zeiten des DDR-Regimes wurzeln.
Komissar Mattes hat es hierbei sowohl mit kleinstädtischer Verschwiegenheit, wie auch der Verarbeitung einer in Vergessenheit geratenen Familientragödie zu tun.
Nichtsdestotrotz menschelt es hier und da auf sympatische Weise, was die Lektüre auch angenehm auflockert.
Insgesamt eine unterhaltsame, spannende Handlung, die durch die Beschreibungen der landschaftlichen Gegebenheiten geschickt dazu animiert, dieses Fleckchen Erde selbst einmal zu besuchen um auf den Spuren der Protagonisten zu wandeln (und wandern).
Fazit:
Ein schlüssiger Roman in flüssiger Weise verfasst. Mehr davon !