Kurzbeschreibung
Mit diesem 2. Band der Schriften zu Politik und Kultur werden einige zentrale Arbeiten theoretisch-methodologischer Natur veröffentlicht und zugleich etwas von den empirisch-soziologischen Forschungsarbeiten und politischen Initiativen und Interventionen, die Pierre Bourdieu unternommen hat, zugänglich gemacht. Die hier versammelten Arbeiten lenken unser Augenmerk insbesondere auf notwendige Bedingungen verändernden Handelns und schärfen das Bewußtsein für die Macht der Geschichte, ihrer in den Dingen und Gedanken geronnenen Resultate.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Broschiert
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Klappentext
»Wie der Text dem Zustand des toten Buchstabens nur durch den Akt der Lektüre entrinnt, der eine erworbene Disposition und Fähigkeit zum Lesen und Entziffern des im Text enthaltenen Sinns voraussetzt, so wird die objektivierte, instituierte Geschichte nur dann geschichtliche Aktion, d.h. aktivierte, aktive Geschichte, wenn sie von Akteuren aufgenommen wird, die ihre eigene Geschichte dazu prädisponiert, sie auf sich zu nehmen, und die aufgrund ihrer früheren Investitionen bereit sind, sich für ihr Funktionieren zu interessieren, und befähigt, sie funktionieren zu lassen.«
»Der Staat, der alle Mechanismen und Strukturen (Clans, Familien u.a.), die die Gewalt in Schranken zu halten vermögen, zerstört hat, hinterläßt nach seinem Zusammenbruch, wie im ehemaligen Jugoslawien, die Gewalt im Rohzustand, den Krieg aller gegen alle, der bislang nur in der Phantasie von Hobbes existiert hatte. Besser als alle theoretische Kritik gemahnt der Anblick der verwüsteten Zentren der amerikanischen Großstädte an die Grenzen eines Kapitalismus ohne Grenzen.«
Pierre Bourdieu