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Tote haben keine Lobby: Die Dunkelziffer der vertuschten Morde
 
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Tote haben keine Lobby: Die Dunkelziffer der vertuschten Morde [Taschenbuch]

Sabine Rückert
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 302 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1. Auflage (1. Januar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548363237
  • ISBN-13: 978-3548363233
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 264.146 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sabine Rückert
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 11.09.2000
In einer sehr spannend zu lesenden Rezension zeigt sich Rolf-Bernhard Essig geradezu hingerissen von diesem Band, der für ihn "ohne Zweifel zu den besten politischen Sachbüchern der letzten Zeit" gehört. Ihm gefällt nicht nur die präzise Recherche der Autorin, ihr Eintreten für die Würde der Toten sowie ihre eigenen Verbesserungsvorschläge, um den Missständen bei der Todesermittlung abzuhelfen. Besonders aufschlussreich und geradezu schockierend findet er die Fakten, die Rückert zusammengetragen hat. So erfährt der Leser beispielsweise, dass von 350 von Gerichtsmedizinern untersuchten "natürlichen" Todesfällen sage und schreibe 97 ganz und gar nicht natürlich waren. Besonders lobenswert findet Essig, dass die Autorin sehr klar und deutlich aufzeigt, dass diese Fehlerquote keineswegs Zufall ist, sondern Methode dahinter steckt. Denn Obduktionen sind teuer und mit viel Arbeitsaufwand verbunden, vor dem selbst die Staatsanwälte bisweilen zurückschrecken. Und so scheint Essigs Verdacht, dass ein Volk wie die Finnen, das statistisch gesehen wesentlich mehr Morde zu verzeichnen habt, möglicherweise keineswegs krimineller ist, sondern lediglich eine "wesentlich höhere Obduktionsquote" vorweisen kann. Rückerts Untersuchungen und Fallstudien, von denen er mehrere aufzählt, können einen "das Gruseln lehren", so der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Eine ebenso gründlich recherchierte wie verkaufsträchtige Kombination aus Thriller und Analyse." DER TAGESPIEGEL "Sabine Rückerts Buch gehört ohne Zweifel zu den besten politischen Sachbüchern der letzten Zeit." SÜD

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die Autorin hat sehr gut recherchiert und sich in dieses Thema reingekniet. Sie klärt auf, wie es zu unerkannten Morden kommt, warum das passiert, wie leicht das manchmal ist, wie hoch die Dunkelziffer ist, was Staatsanwälte, Ärzte und Richter dazu sagen.

Besonders schockierend fand ich die vermeintlichen Kindstode, die oft gar keine sind, sondern geplante, gemeine, gewalttätige Morde!
Auch die ausgestellten Totenscheine, die so einfach, gedankenlos und schnell ausgestellt werden.
Genauso wie die ahnungslosen Pathologen in Krankenhäusern, die kriminalistisch gar nicht so bewandert sind und oftmals wirklich kriminelle Todesursachen gar nicht erkennen, bzw. erkennen können, weil sie überwiegend pathologische Arbeit für Krankenhausbedürfnisse leisten und gar nicht wissen, worauf sie kriminalistisch achten müssen, wonach sie suchen sollten, etc.

Dieses Buch ist sehr spannend und interessant, aufklärend und informativ und nicht nur was für Krimiautoren sondern für Jedermann.

Ich kann es nur empfehlen...

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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin einer der von der Autorin so geschmähten Hausärzte; mit zehnjähriger Erfahrung und einigen hundert Leichenschauen kann ich der Autorin nicht ohne Einschränkung zustimmen. Es ist richtig, daß tagtäglich immer wieder Gewaltverbrechen ohne Sühne bleiben, weil keine oder keine gründliche Leichenschau durchgeführt wird. Aber die Vorschläge der Autorin zur Lösung des Problems erscheinen mir kaum praxistauglich. 3 Uhr, Nachts, ein halbdunkles Zimmer, Streß aller Beteiligten, oft Gestank und andere, hier nicht zu beschreibende Dinge, Emotionen - vielleicht sollte die Autorin wenigstens ein Mal versuchen - wie von ihr vorgeschlagen - einen Amtsarzt unter diesen Umständen heranzubekommen. Wenn ihr das gelingt, ändere ich meine Meinung ... Richtig ist, daß der geschilderte Zustand änderungsbedürftig ist. Eine bessere (Pflicht)Schulung der leichenschauenden Ärzte, Verbot, daß der behandelnde Arzt auch die Leichenschau bei seinem verstorbenen Patienten durchführt, eine bessere Bezahlung (im Moment gibt es etwa DM 50,- brutto für eine mindest halbstündige Arbeit incl. Papierkram ), exakte Richtlinien, vielleicht einheitlich für alle Bundesländer und nicht zuletzt auch eine erhebliche Erhöhung der Zahl der durchgeführten normalen Obduktionen usw. Mir fällt da sehr viel ein...

Trotzdem viel Spaß beim Lesen des sehr interessanten Buches ....

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Cen
Format:Taschenbuch
Ein spannender Blick in die Welt der Dunkelfelder und der Gerichtsmedizin. Sabine Rückert nimmt sich hier eines kriminalpolitischen Themas an, von dem ich bisher noch überhaupt nichts wusste. Insofern kann man nur von gutem Journalismus sprechen, denn die Aufmerksamkeit der stupiden Masse (mir) auf brisante Themen zu lenken ist ja nun die Königsdisziplin in diesem Metier.

Das Schema etwas reißerische Fallbeispiele mit Interviews und Zitaten aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu mischen funktioniert recht gut, obwohl alle drei dieser Textarten auf die Dauer etwas ermüdend wirken. Dies lässt sich dem ganzen Buch vorhalten: Das Thema reichte meiner Meinung nach nicht unbedingt, um die Seiten zu füllen. Es wirkt teilweise repititiv. Gegen Ende hin zieht es sich etwas, da die Thesen nun schon ausführlich erläuert worden sind, Rückert aber immer noch eine Ehrenrunde zieht. Das Ende hingegen bildet einen gelungenen Abschluss und entlohnt für vieles.
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