Zum Inhalt:
Weert Pohl war kein Mensch, dem man nachtrauert. Wer ihn allerdings mit dem eigenen Bierkrug - Aufschrift: "In Ostfreesland is't am besten" - erschlagen hat, möchte man trotzdem wissen in dem kleinen Dorf Westermarsch. Auch Fürst Carl Edzard II. hat daran Interesse, denn der Fall beschert seinem kleinen Freistaat Ostfriesland politische Verwicklungen, die er überhaupt nicht brauchen kann.
Rezension:
Andreas Scheepker gelingt hier nicht nur ein spannender Krimi, bis zu dessen überraschender Auflösung der Leser genauso im Dunkeln tappt wie Kommissar Gerrit Roolfs. Zudem vermittelt er mit feinem Gespür und subtilem Witz die Eigenarten von Land und Leuten. Klischees findet man nicht, denn hier ist ein Kenner am Werke. Was sich dem Beobachter heute in Ostfriesland präsentiert, ist dabei vom geschichtsbegeisterten Autor liebevoll in ein fiktives "Fürstentum Ostfriesland" unserer Zeit verlegt worden, in dem alle vertrauten Probleme so gegenwärtig sind wie überall...