Die Nr.1 der Yellow Press, der skandalumwobene Klatschreporter Valdés, wird ermordet aufgefunden. Ein Motiv, ihn zu töten hätten viele gehabt, denn in seinen Fernsehsendung war sein erklärtes Ziel, seine Gäste mit fiesen Geschichten aus ihrem Privatleben fertig zu machen.
Beauftragt den Fall zu klären wird das Ermittlerduo Delicado und Garzon. Inspectora Delicado, einziges weibliches Mitglied der Policía National, herrlich kauzig und eigensinnig, versucht mit ihrem brummbärigen Partner im Sumpf des ShowBizz den möglichen Täter unter den unzähligen Tatverdächtigen zu ermitteln und tritt dabei in so manches Fettnäpfchen.
"Tote aus Papier", in Madrid und Barcelona spielend, ist ein so ganz anderer Roman, als wir es gemeinhin von einem Krimi erwarten. Das Buch lebt weniger von seinem Spannungsaufbau, als von den Dialogen der beiden Protagonisten, über deren schrullige und eigensinnige Art und Weise ich manchesmal laut schallend lachen musste. Delicada und Garzon sind überaus sympathisch, glaubwürdig beschrieben und ihre Handlungen nachvollziehbar ehrlich skizziert.
Ein nicht ganz so schnell durchzulesender Roman, denn durch die ca. 80% ausmachenden Dialoge und die vielen auftauchenden Namen, kann man sich leicht verwirren lassen. Der Spannungsbogen hinkt ein bisschen, aber davon sollte man sich nicht abhalten lassen, denn "Tote aus Papier" ist ein wirklich köstliches Buch.