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5.0 von 5 Sternen
...wenn, ja wenn..., 27. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Tote Ratten für den Tankwart (Taschenbuch)
'der brisante Hintergrund nicht wäre, würde mir dieses Buch noch besser gefallen. So ist man doch etwas 'vorbelastet'. Ich sammle (Auto)biografien und die Geschichte eines Menschen interessiert mich generell und schon seit vielen Jahren. Die Geschichte von unbeliebten Menschen hierbei noch mehr als die von 'Helden'. In 'Tote Ratten für den Tankwart' ist die Geschichte eines Inkassoanwalts aus der Abofallenbranche beschrieben und zwar von der Enttäuschung seiner Geburt, bis hin zum Ausstieg aus dem umstrittenen Gewerbe. Sein Weg vom Juristen mit leichten Ambitionen bis hin zum Anwalt mit 'Ist-mir-scheißegal'-Mentalität wird hierbei eingängig und witzig beschrieben. Auf über 360 Seiten liest man vom Grund für Beginn, Verlauf und Ende seiner Karriere. Für Menschen, die auf der Jagd nach kriminellen Hintergründen sind ist dieses Buch nicht zu empfehlen, diese werden hier nur vage gestreift. Also wie im Werbetext beschrieben: Ein unterhaltsamer Roman und keine Aufdeckungsgeschichte. Aber dafür ein Guter! Trotz oder gerade wegen 'A****loch-Faktor' sehr gut lesbar und unterhaltsam.
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Ein überraschend ehrliches und sehr gut geschriebenes Buch, 19. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Tote Ratten für den Tankwart (Taschenbuch)
Ein Buch über Olaf Tank, dem Rechtsanwalt dem es gelang binnen kürzester Zeit zu einem der unbeliebtesten Anwälte in Deutschland zu werden und dabei Kollegen wie von G. oder S. aus München in den Schatten zu stellen? Dieses Buch verspricht, gerade aus der Sicht als Rechtsanwalt, interessant zu werden. Wer jedoch von dem Manuela Thoma-Adofo geschriebenen Buch einen juristischen Insider-Blick hinter die Kulissen des "bösen Inkasso Anwalts" erwartet, wird etwas enttäuscht werden. Natürlich spielt das Inkasso-Thema eine Rolle, stellt jedoch nicht den Schwerpunkt des Buches dar. Vielmehr steht das Leben von Olaf Tank selbst im Mittelpunkt des Buches und Frau Thoma-Adorno gelingt von der ersten Seite an, das Leben Olaf Tank spannend und unterhaltsam zu schildern. Dabei spart sie auch nicht mit negativen und witzigen Details aus seinem Leben, wodurch der Biografie zu einer runden und wirklich gut zu lesenden Geschichte wird. Der Leser erfährt, wie er eigentlich in die Inkasso Rolle hineingeglitten ist und vor allem sehr viel über den Menschen Olaf Tank. Aber natürlich lernt der Leser auch etwas über die Arbeit des Inkasso-Anwalts Tank, bekommt einen kleinen Eindruck in die Hintergründe und man lernt zudem viel über große Autos. Immer jedoch ehrlich und unterhaltsam und mit dem Menschen Olaf im Tank im Mittelpunkt der Geschichte. Insgesamt ein wirklich sehr lesenswertes Buch, egal ob ein vermeintliches Opfer des Anwalts war, oder einfach eine unterhaltsame und gut geschriebene Geschichte lesen möchte. Es bleibt zu hoffen, dass Frau Manuela Thoma-Adofo ihre schriftstellerische Arbeit fortsetzt und weitere Biografien veröffentlichen wird.
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Tote Ratten für den Tankwart, 31. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Tote Ratten für den Tankwart (Taschenbuch)
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich mehr als einen Bericht über Olaf Tank gelesen habe und mir nicht vorstellen konnte, wie man so viele Buchseiten mit diesem Leben füllen kann. Natürlich ging ich nicht davon aus, in dem Buch auch nur ansatzweise neutral über das Werken dieses Menschen informiert zu werden. Ich bin positiv überrascht worden. Wie bereits beschrieben, wurde tatsächlich keine Peinlichkeit ausgelassen und man kann vermuten, dass selbst hinter einem Abzockerkönig ein realer Mensch mit reichlich Schwachstellen zu finden ist. Die Einsicht von Größenwahn und die Stellungnahme zu seinem Beruf haben eine "angenehme Verpackung" bekommen. Spannend finde ich die Einbeziehung von kritischen oder erklärenden Zeitungsartikeln, Bloggeinträgen und Kommentaren mit Quellenangabe. Vieles kannte man zwar schon aus den Medien, aber die Nennung einiger Hintergründe (siehe Verbrechen lohnt sich doch", Kontoführung u.w.) liefert eine interessante Perspektive. Ich erwarte von einem Buch keine Verurteilung oder völlige Transparenz. Ein Urteil bilde ich mir lieber selber. Das Internet und die eigene Lebenserfahrung waren mir dabei bisher sehr behilflich. Eins ist sicher: Sollte ich jemals planen eine Autobiografie zu schreiben, werde ich die Autorin von Tote Ratten für den Tankwart" um Ghostwriting bitten. Von der ersten Seite an befindet man sich gebannt in der Position des heimlichen Begleiters dieser Lebensgeschichte. Und das ist wohl auch so gewünscht.
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