Band 1 der Pepper Martin Reihe. Ein typischer Krimi nach einem ganz neuen Muster.
Worum es geht:
Pepper Martin hat nie gedacht, dass sie einmal selbst für sich sorgen müsste. Nachdem ihr Vater aber wegen Krankenkassenbetrugs im Bundesgefängnis sitzt und ihr reicher Verlobter sie fallengelassen hat wie eine heiße Kartoffel, muss sie, nur mit einem Abschluss in Kunstgeschichte bewaffnet, zusehen, dass sie sich ihren Lebensunterhalt selber verdient.
Sie findet Anstellung als Fremdenführerin auf dem örtlichen Friedhof. In Folge eines Sturzes zieht sie sich Kopfverletzungen zu, mit der unangenehmen Nebenwirkung, dass sie jetzt mit Geistern kommunizieren kann.
Als der seit 30 Jahren tote Mafioso Gus sie um Hilfe bei der Aufklärung seines Todes bittet, merkt sie schnell, dass es sehr wohl Angebote gibt, die man nicht ablehnen kann, die aber eine Menge Ärger nach sich ziehen.
Es handelt sich hierbei um einen handfesten Krimi, mit nur einem kleinen Schuss Fantasy, obwohl die Hauptperson natürlich für einen Geist ermittelt. Ich mochte die Handlung sehr gerne und war fasziniert von der Heldin.
Sie ist eine in der Tat etwas langsame junge Frau, aber durchaus überzeugend und sympathisch. Bis zum Ende fiebert man mit ihr und ihre zeitweilige Naivität und Anlehnungsbedürftigkeit tun ihrer Sympathie keinen Abbruch. Welche Frau kennt nicht den Wunsch, sich einfach mal anzulehnen?!
Auch die Nebenfiguren sind liebevoll ausgearbeitet. Besonders Gus hat es mir angetan.
Es handelt sich hier allerdings wirklich um einen Roman für Frauen.
Ein kleines Manko sind leider recht häufige Rechtschreib- und Zeichenfehler, die in einer neuen Auflage überarbeitet werden sollten.
Auch wie man vom englischen Originaltitel 'Don of the dead' auf 'Tote Paten küssen besser' kommt, ist mir nicht ganz klar...
Trotzdem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen, wenn man kurzweilige Lektüre für Urlaub oder Badewanne sucht! Ich bin gespannt, wohin es Pepper Martin noch verschlägt!