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Und da ist der Bauer, August von Borstel, Landwirt mit Leib und Seele. Nicht gerade der Typ liebevoller Ehemann. Schon gar nicht, seit er wusste, dass Erika sich von ihm trennen und den Sohn mitnehmen wollte. Am Tag von Erikas Tod hat August sich ein neues, scharfes Messer gekauft. Dass vieles gegen den Bauern spricht, muss selbst sein Pflichtverteidiger, Advokat Schlüter, zugeben. Doch nicht umsonst wird der Anwalt auch "der Fuchs" genannt. Und tatsächlich -- bald stößt Schlüter auf Ungereimtheiten.
Autor Wilfried Eggers schreibt in seinem Krimi-Erstling, wovon er etwas versteht: Wie Advokat Schlüter ist er Rechtsanwalt in einem Dorf. Er kennt die Leute, die in der moorig-einsamen Gegend des Weser-Elbe-Dreiecks leben, schaut ihnen in seinem Buch aufs Maul und ins Herz. Die Tote, der Bauer, sein Anwalt und die gesamte Kriminalstory sind für Eggers nur Transportmittel für all die kleinen Geschichten, die er über "die anderen" erzählen will -- über die schrullige Moorhexe Kalde, den schlechten Gefängniskoch Paul, den unglücklichen Polizisten Schäfer und viele mehr. Dass er dabei manchmal ins Moralisieren kommt, sei ihm angesichts seiner wunderbar skurrilen Typen verziehen. Dass der Spannungsfaktor in seinem Bauernkrimi etwas zu kurz kommt, ist jedoch schade. --Beate Strobel
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