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Totalitarismustheorien. Die Entwicklung der Diskussion von den Anfängen bis heute
 
 
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Totalitarismustheorien. Die Entwicklung der Diskussion von den Anfängen bis heute [Broschiert]

Wolfgang Wippermann
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 127 Seiten
  • Verlag: Primus Verlag (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896780530
  • ISBN-13: 978-3896780539
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,9 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 958.796 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolfgang Wippermann
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ist Rot gleich Braun? Totalitarismustheorien gehen von einer Ähnlichkeit und Vergleichbarkeit linker und rechter Diktaturen aus. Dies war und ist jedoch nicht unbestritten. Der Autor beschreibt die Totalitarismusdiskussion von ihren Anfängen in der faschistischen und antifaschistischen Publizistik Italiens bis in die Gegenwart und diskutiert die politischen und wissenschaftlichen Argumente für und gegen die Verwendung des Totalitarismusansatzes.

Über den Autor

Wolfgang Wippermann, geboren 1945 in Bremerhaven, ist Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin. Zahlreiche Gastprofessuren und Veröffentlichungen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Wolfgang Wippermann, Jahrgang 1945, ist Professor für Neuere Geschichte an der FU Berlin mit Schwerpunkt Totalitarismus- und Faschismusforschung. Er hat mit diesem Buch einen historisch-chronologischen Abriss über die Diskussion um die Totalitarismustheorie (TT), von den 1920er Jahren bis heute, vorgelegt. Im Mittelpunkt steht der politische Kontext, in dem diese Theorien entstanden. Wippermanns Grundthese lautet: Totalitarismustheorien sind weniger wissenschaftliche Theorien als vielmehr politische Ideologien.

Der Autor beleuchtet zunächst die Ursprünge der TTn. Diese bezogen sich zunächst auf die italienischen Faschisten, kurz darauf benutzten deutsche Sozialdemokraten den T-Begriff, um eine Verwandtschaft von Kommunisten und Nazis zu behaupten. Im nächsten Kapitel wird Hannah Arendts Werk behandelt, welches den Rassegedanken in die T-Diskussion einführte. Darauf folgt ein Rückblick auf die "Klassiker" unter den T-Theoretikern, Carl-J. Friedrich und Zbigniew Brzezinski. Schließlich werden verschiedene neuere TTn behandelt, wobei Wippermanns besonderes Augenmerk dem "Historikerstreit" um die "Singularität des Holocausts" gilt. Ein letztes Kapitel ist der Frage gewidmet, ob die DDR ein totalitärer Staat gewesen sei.

Im gesamten Buch hält sich Wippermann mit persönlichen Wertungen nicht zurück. Er macht immer wieder deutlich, dass er das Konzept der TT ablehnt. Ein Vergleich von Faschismus und Stalinismus sei von vornherein unzulässig, da im Stalinismus kein Pendant zum nationalsozialistischen Völkermord existiert habe. Der Holocaust, der eben ein singuläres Phänomen sei, werde durch einen Vergleich beider Systeme verharmlost.

Wippermann gelingt es zwar, die ideologischen Hintergedanken aufzuzeigen, die zur Entwicklung verschiedener TT geführt haben. Indem er es aber ablehnt, die Erkenntnismöglichkeiten der einzelnen Theorien auszuloten, und stattdessen schon den Ansatz einer TT als Verharmlosung des Holocaust denunziert, zieht er das politische Bekenntnis der wissenschaftlichen Analyse vor. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zwischen den Stühlen 14. Juli 2009
Von Thomas S.
Format:Broschiert
Der vorhergehenden Rezension ist in jedem Punkt zuzustimmen. Hinzuzufügen wäre noch, daß jenen die sich von Berufs wegen oder im Studium mit Totalitarismustheorien auseinandersetzen leider kaum "neutrale" Informationsquellen zur Verfügung stehen. Meist sitzt man als Leser der sich unvoreingenommen und ausgewogen informieren will, zwischen den "linken und konservativen Stühlen" und muss sich dann seine eigene Position "interpolieren". Wenn man aber um die ideologischen Scheuklappen des Autoren Wippermann weiß, ist das Buch für einen schnellen Überblick, v.a. zur Examensvorbereitung, durchaus geeignet. Als Ergänzung empfehlen würde ich Hans-Joachim Liebers Beitrag zur Theorie totalitärer Herrschaft, in seinem 1991 herausgegebenen Buch "Politische Theorien von der Antike bis zur Gegenwart" und als Kontrast und Vertiefung zu Wippermann, den Sammelband von Eckhard Jesse "Totalitarismus im 20. Jahrhundert". Als abschließende Kritik an Wippermann ist noch zu sagen, daß Politikwissenschaft ohne Vergleich schwer vorstellbar ist. Typologien von Regimen leisten eine Reduktion von Komplexität und sind als "Werkzeug" des Vergeleichs, v.a. in der Transformationsforschung, wichtig. Natürlich sind Idealtypenbildungen immer problematisch und bedingen naturgemäß, daß Verschiedenes aber doch Ähnliches in einen Topf geworfen wird - und dies ist besonders problematisch wenn man sich thematisch-wissenschaftlich im Gravitationsfeld des "Dritten Reiches" bewegt. Jedoch bedeutet diesbezüglich vergleichen nicht zwangsläufig gleichzusetzen oder zu relativieren - dies sieht Wippermann jedoch mit Blick auf die TT nicht so. Die kritische Verwendung von Regimetypen vor ihrem totalitarismustheoretischen Hintergrund erscheint m.E., insbesondere in der heutigen Politikwissenschaft, durchaus fruchtbar zu sein.
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