Der "Meister der Satire" durchleuchtet hier auf die ihm unnachahmliche Weise die Welt der Medien.Welche Motivation steckt beispielsweise wirklich hinter einem Zeitungsinterview?! Es tun sich menschliche Abgründe auf...Zwar ist Kishons Stil stark übertreibend, und fast jede Geschichte eskaliert irgendwann ins Absurde - aber wie heißt es so schön: Übertreibung verdeutlicht! Die Geschichten spielen in Israel, lassen sich jedoch absolut auf deutsche Verhältnisse übertragen, denn Journalisten und die Menschen, über die geschrieben wird, sind hüben wie drüben abhängig voneinander. Meine Lieblingsepisode ist die, als Kishon höchstselbst (ja, er nimmt sich bei der kritischen Betrachtung nicht aus!) durch die bloße Präsenz einer arabischen Fernsehansagerin vom patriotischen Israeli schleichend zum glühend-überzeugten Araber wird - spitze!
Vergnügliche, höchst kurzweilige Unterhaltung also - die beißende Ironie allerdings muß man schon aushalten, sie ist sicher nicht jedermanns Sache (besonders das geradezu intellektuelle Vorwort). Einzig weil ich die Wiedergabe eines Fernsehkrimis nicht so witzig fand und mich zudem ein, zwei Geschichten thematisch nicht so interessierten, gibt es einen Punkt Abzug. Ansonsten absolut lesenswert!