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am 11. September 2013
Ohweh CA, ohweh!

Wie viele andere hier, bin ich seit langem Total War Fan. Bis auf den ersten Medieval Teil hab ich sie alle gespielt, bis auf Empire alle geliebt.
Im Grunde geht's mir grade ähnlich wie damals als Empire veröffentlicht wurde. Ich hab mich sehr drauf gefreut, im Gegensatz zu vielen anderen hab ich nichts gegen Schusswaffen und damalige Schlachtordnungen gehabt und freudig den Release erwartet, nur um dann so enttäuscht von dem Spiel zu sein, dass ich es kurz nach Release weggelegt habe. Warum erzähl ich das, hier geht's ja schließlich um Rome II? Ganz einfach, es ist wieder einmal der Hype des Produkts und daran ist CA zumindest dieses eine Mal maßgeblich beteiligt und der dann in Relation sehr schwach ausfallende Start, der die Freude ziemlich dämpft.

Ich hab mittlerweile zwischen 20 und 30 Spielstunden hinter mir und auch wenn das Spiel für mich kein Totalausfall ist, es ist nicht das Rome II, dass ich in Trailern gesehen, von dem ich in Interviews gehört und dass ich vor einem Jahr freudig vorbestellt habe.

Fangen wir an mit der Hardwareperformance:
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Auf meinem System...

Intel Core i5 4670k
8 Gb Ram 1600Mhz von Corsair
Geforce GTX 660 OC Edition von Gigabyte (2048 Gb Ram)
Windows 64 Bit Version
1680x1050 ; 4x AA ; Detailstufe Ultra

...läuft das Spiel zwar weitestgehend flüssig und ich habe bei weitem nicht die Problematiken, von denen andere berichten, allerdings ist die Ingameperformance trotz alledem mehr als dürftig, immerhin habe ich kein neues Crysis vorbestellt. Regelmäßige FPS-Einbrüche, Mikroruckler und Aussetzer auf der Kampagnenkarte bis hin zu linear steigenden Wartezeiten bei Beendigung einer Runde mit fortschreitender Rundenzahl. Was sich mir dabei völlig entzieht ist die Tatsache, dass es bei meinem vorherigen 4 Jahre alten System (mit einem Phenom II X4 940 4 Gig Ram und einer HD 4650) bei Shogun 2 auf mittlerer Detailstufe nicht merklich schlechter aussah als bei meinem jetzigen System auf Detailstufe Ultra. Aber sei's drum, solche Problematiken können und werden hoffentlich noch in absehbarer Zeit in Angriff genommen und wären sie für mich das einzige Manko, würde ich dem Spiel trotzdem 5 Sterne geben.

Die Ingame-Optik:
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Die Optik ist soweit gut, wenn man die Performance dabei außer Acht lässt. Die Kampagnenkarte sieht gut aus, die Gefechte sehen gut aus. Verbesserung gegenüber dem Vorgänger sind zu sehen. Hier und da gibt es den ein oder anderen Grafikbug, was allerdings nicht weiter stört und sicherlich bald Geschichte ist.

Der Spielinhalt:
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Würde ich meine Erfahrung mit allen vorhergehenden Total War Teilen außer Acht lassen würde ich sagen: Wow, ein super Spiel, wenn auch mit mangelhafter KI.
Allerdings gibt es Dinge an denen es sich messen lassen muss, zum einen an seinen Vorgängern und zum anderen an den Versprechungen, die im Vorfeld gemacht wurden.

Innovationen
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Es gibt einige Neuerungen, die sind echt klasse. So zum Beispiel das neue Provinzsystem, das einem die Verwaltung wesentlich einfacher macht, gerade mit zunehmender Kampagnenlänge. Noch eine Neuerung: Man kann Armeen Namen geben, ihnen mit zunehmender Kampferfahrung Traditionen verpassen und sollten sie komplett vernichtet werden, sie mit selben Traditionen unter gleichem Namen wieder neu aufstellen, super! Zu kombinierten Land- und Seegefechten kann ich auch nur sagen Daumen hoch, das sind Schritte in die richtige Richtung, da verschmerzt man auch den ein oder anderen Bug gerne oder die Tatsache, dass manche Schiffstypen offenbar in gewissen Gefechten nicht zulässig sind, obwohl man sie sehr wohl sinnvoll einsetzen könnte, wie beispielsweise Artillerieschiffe mit Onagern oder Ballisten.

Die Einheitenvielfalt
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ist mir sowohl positiv aufgefallen als auch negativ. Während die nicht spielbaren Fraktionen endlich mehr Einheitenvielfalt aufweisen, so sind die spielbaren, die in meinen Augen erheblich wichtiger sind, weit weniger vielfältig als sie in Relation sein müssten. Wurde nicht im Vorfeld von CA gesagt, es gäbe ein vielfaches von der damaligen Rome I Einheitenauswahl? Damit können nur diese unzähligen kleinen Fraktionen gemeint sein. Bei den Hauptfraktionen sehe ich kaum einen Fortschritt im Vergleich zu Teil I, sorry CA. Ich hoffe nicht, dass das durch bevorstehende DLC's begründet ist...

Der Techtree
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Jungs, das konntet ihr schon besser. Er ist nicht schlecht, aber war in den vorherigen Teilen auch schon besser, vor allem detaillierter und übersichtlicher. Auch hier gilt, wenn's nur das wäre.

Die Diplomatie
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Sowohl Verbesserung als auch Verschlechterung. Zumindest in meiner Kampagne hat die KI weitestgehend schlüssige diplomatische Entscheidungen getroffen. Streckenweise haben sich manche Bündnisvorschläge wiederholt, aber das ist für mich nicht weiter tragisch. Was hier allerdings fehlt ist die Option eine fixe Summe bei Verhandlungen festlegen zu können, sowie Provinzen zu "handeln". Ich weiß nicht, wieso solche Optionen entfernt wurden, aber schade ist es allemal.

Die Familien- und Fraktionsangelegenheiten
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Hier bin ich noch nicht ganz auf den Trichter gekommen, ob gewisse Inhalte noch nachgeliefert werden sollen oder so beabsichtigt sind. Das einzige was mir hier positiv aufgefallen ist, sind die Entscheidungen, die man gelegentlich bezüglich dem ungebührlichen Verhalten von Familienmitgliedern zu treffen hat. Was Heirat oder dergleichen betrifft ist mir lediglich der verfügbare Button aufgefallen, ob sich dahinter ein tieferer Sinn verbirgt, kann ich noch nicht sagen. Es ist allerdings schade, dass sowohl Senat als auch familiäre Ereignisse ansonsten stark in den Hintergrund geraten sind. Gerade hier hätte man auch punkten können. Der Senat als solcher hat in Teil I für den gewissen Flair gesorgt, genau wie der Papst in Medieval II. Ich hoffe hier reicht CA noch kräftig nach, wenn nicht ist es eine echte Enttäuschung, denn ich glaube kaum, dass eine Heirat oder ein Attentat größere Bedeutungen im Spielfluss haben können, wenn die Charaktere nur so dahingerafft werden. Starb ein General in Rome I oder auch in Shogun, dann wusste ich in der Regel wenigstens ungefähr welche Schlachten ich mit selbigem geschlagen hatte. In Gefechten war ich auch immer bemüht darum, den General möglichst zu schützen, zum einen wegen der Stabilität der Truppen in der Schlacht und zum anderen wegen der Person als solcher, in Rome II ist es mir herzlich egal wenn mein General stirbt, rückt eben ein anderer nach. Hier geht wirklich ne Menge Spielspaß verloren.. Senatoren sollten direkt aufgelistet sein, damit man sich um ihre Gunst bemühen oder sie wenigstens gezielt ausschalten kann, sollte ersteres nicht möglich sein. Aufstrebende Generäle aus anderen Häusern, die mir zum Verhängnis werden können oder dergleichen vermisse ich auch schmerzlich, offengestanden habe ich dergleichen erwartet, nicht zuletzt wegen des ein oder anderen Trailers.

Ereignisnachrichten und "Events"
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Was leider auch völlig fehlt sind Ereignisnachrichten aus den jeweiligen Jahren, wie es sie in Rome I gab, warum verzichtet man auf solche Spielelemente? Rome I Spieler werden sich noch erinnern an die alle Jahre wiederkehrenden Nachrichten über irgendeine Erfindung, ein historisches Ereignis etc. Ich hab nach ein paar Runden kaum oder gar keine Ereignisnachricht mehr gelesen, weil meist sowieso nur der General oder ein Agent gestorben ist oder es wieder irgendwelche jubelnden oder revoltierenden Plebejer gibt. Auch "Events" wie beispielsweise die auftauchenden Mongolen in Medieval II fehlen hier vollkommen. Wär doch wirklich nicht so schwer gewesen beispielsweise die ein oder andere Glaubensrevolte in Jerusalem aufploppen zu lassen oder ne barbarische Völkerwanderung gen Süden. Auch hier muss ich leider sagen echt schade.. Gehörte für mich auch zum Flair des alten Rome's.

Auf der Kampagnenkarte
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Mir ist aufgefallen, dass fast ausschließlich spielbare Fraktionen von der KI angegriffen werden und dann zumeist auch vernichtet. Das ist zum einen wirklich seltsam und wirft die Frage auf, ob die KI so programmiert wurde, um bei dem richtigen Spieler für ausreichend Action zu sorgen, indem sie alle spielbaren Fraktionen einfach angreift, schließlich muss eine davon ja vom Spieler gespielt werden. Zum anderen ist das auf lange Sicht in einer Kampagne ziemlich ärgerlich, weil sämtliche potenzielle Konkurrenten aus dem Weg geräumt werden und es ziemlich schnell auf stumpfes 'Provinzen erobern' rausläuft. Das konntet ihr auch schon besser! Wenn ich beispielsweise als Rom spiele, möchte ich doch mindestens einen starken Konkurrenten, wie beispielsweise ein Karthago, dass mir zumindest ein paar Runden lang zusetzt, tatsächlich war aber die einzige Herausforderung der gesamten Kampagne der eigene Bürgerkrieg. Was auch nicht sein muss, ist dass die KI bis ins späte Spiel hinein nur die schwächsten Einheiten rekrutiert und eigentlich immer nur der feindliche General selbst eine Bedrohung darstellt, die zumeist aber auch unter den Tisch fällt, weil zumeist alles um den feindlichen General davonläuft, bis selbiger mit seinen Männern an der Reihe ist.

Die Gefechte und die KI
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Das ist der für mich mitunter größte, wenn nicht sogar der größte Kritikpunkt am gesamten Spiel. Wie wurde die KI doch wieder hochgelobt, wie so oft zuvor schon. Das ist auch der einzige Punkt, an dem ich schon vor Gamerelease sehr skeptisch war. Ich hab wirklich nicht viel erwartet, aber im jetzigen Zustand ist die KI eine ziemliche Enttäuschung, gelinde gesagt. Gefechte selbst sind im Grunde nur ein All in, manchmal laufen Truppen auch nur aneinander vorbei und man hat das Gefühl man sieht Passanten zur Rush Hour zu. Ich habe bislang keinen Total War Teil erlebt, bei dem es keine Reiberei gab, wenn sich zwei Truppenteile getroffen haben, aber hier passiert das tatsächlich. Die Gefechte selber sind dann meist auch zackig zu Ende, streckenweise kommt man garnicht hinterher seinen Truppen weitere Angriffsbefehle zu geben, so kommt's dann vor, dass meine Prätorianer mitten im Handgemenge auf einmal jubelnd ihre Schwerter heben, während die feindliche Einheit sich zwischen ihnen gerade den Weg zur Flucht bahnt. Dann doch lieber weniger Schnickschnack! An der Stelle sei auch gesagt, dass ich es einfach nicht verstehe, wieso Defensiv- und Offensivmodus entfernt wurden, es ist beinahe unmöglich eine Schlachtordnung auf irgendeineweise aufrechtzuhalten. Dafür aber wurden Spezialfähigkeiten integriert, die einfach zu viel sind. Berserkergeschrei barbarischer Krieger sind dabei nicht gemeint, sowas darf und muss vielleicht sogar sein, damit die armen Würstchen ne Chance gegen römische Legionäre haben. Die KI als solche macht streckenweise kluge Züge, manchmal hat man aber auch das Gefühl ein Marathon zum nächstgelegenen Siegpunkt sei an der Tagesordnung. Dann sind da noch die jährlichen, nie enden wollenden Stippvisiten aller Rebellen- und Überbleibselgeneräle, die erst noch witzig und dann nur noch nervig sind. Ich hatte eigens dafür eine Legion abgestellt um dem Unfug ein Ende zu setzen. Alle anderen Bugs, die in diese Kategorie fallen und mir bislang aufgefallen sind, sind zu verschmerzen. Aber bei der KI als solche muss sich unbedingt etwas tun, das trübt den Spielspaß doch sehr, gerade auf lange Sicht habe ich fast nur noch den Auto-Resolve Button gehämmert, so soll und sollte Total War nicht sein.

Die Siegpunkte
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Ich kann nachvollziehen, dass es Siegpunkte in kombinierten Land- und Seegefechten geben muss, das geht voll und ganz in Ordnung, aber bei gewöhnlichen Landgefechten? Wenn es denn schon sein muss, dann sollte man uns diese Punkte selbst auswählen lassen können, alles andere macht es zur Farce.

Fazit und Punktevergabe
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Im jetzigen Zustand, hat das Spiel noch etliche Mängel, die den Spielspaß und manchmal sogar den Spielfluss stark trüben. Das ist wirklich abartig schade, weil das Spiel ein riesiges Potenzial hat, aber es fast vollkommen verschenkt. Von den jetzigen Performanceproblemen rede ich nicht, das wird früher oder später gerichtet, da bin ich weitestgehend sicher. Aber Spielinhalte zu vernachlässigen, durch die die Macher Popularität erlangt haben, ist wirklich kein kluger Schachzug, lieber hätte man auf Grafikpolituren verzichtet. Und in Sachen Spielinhalte bin ich mir leider nicht sicher, ob noch nachgereicht wird bzw. verbessert wird oder nicht, ich fürchte aber fast nicht. Gerade der Senat, die Familien und das gesamte Netz aus politischen Intrigen fehlt mir persönlich vollkommen. Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich sagen, das wurde kurz vor knapp notdürftig reingeflickt damit's halt drin ist. Wirklich schade! Der andere wesentliche Punkt ist die KI, da darf die KI eines Vorgängers einfach nicht besser sein.
Wenn ich zurückdenke an das Bild, dass ich damals durch das 'Siege of Carthage'-Video gewonnen habe und das sich dann in den Folgemonaten durch etliche Trailer und Interviews weiter ausgebaut hat, muss ich leider sagen ich bin entweder dem Marketing gnadenlos auf den Leim gegangen oder irgendwas stimmt hier ganz und garnicht.
Das Spiel als solches ist nicht schlecht, deckt sich aber nicht mit meinen Erwartungen und wenn mich nicht alles täuscht, dann auch nicht mit den Versprechungen die vorab gemacht wurden, dementsprechend halte ich die 3 Sterne, die ich vergebe, noch für gnädig. Ich hoffe CA schafft es noch irgendwie das Potenzial, das in dem Spiel steckt, richtig auszunutzen und auszubauen. CA hat das beste Total War aller Zeiten versprochen, Rome II wird dem im Moment leider keineswegs gerecht, der einzige Lichtblick ist, dass die Möglichkeit nach wie vor gegeben ist, es zum besten Total War aller Zeiten werden zu lassen!
1212 Kommentare136 von 149 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. September 2013
Beides ist furchtbar, aber damit kann man leben.

Zu den Leuten die sich hier in ihr Graka und Perfomance Zeug reinsteigern:

Ja, ist nicht toll. Aber das ist nicht der Grund warum das Game momentan noch E-Müll ist.

1. Bisher war es den Gegnern AUSNAHMSLOS egal wenn sie beschossen wurde, genau wie in Shogun 2 BIS ZUM SCHLUSS (nach 100 patches) auch. In Shogun 2 haben sie aber zumindest reagiert, wenn man das mitten auf dem Feld gemacht hat, bei Rome 2 nicht. Ich hab schon auf dem Feld *einige* epische Siege erreicht, weil ich mit 3 Artillerie und paar Schützen einfach aus 100m Entfernung auf einen Pulk von Gegnern geschossen habe, die das nicht im Geringsten gestört hat. Reiterei, Infantrie, ect... einfach brav stehen bleiben. Bei Belagerungen dasselbe.

Ansich ist den Gegnern alles wurscht: Mal eben mit Leitern DEREN Mauern bestiegen und dann mit Schützen runterschießen? Kein Problem. Gegner die 10m vor der Mauer innen stehen, direkt neben einem Turm, kommen NIE (ich ich meine ausnahmslos NIE) auf die Idee auf ihre eigene Mauer zu gehen und gegen die Schützen zu kämpfen. Dass der Gegner seine Einheiten überhaupt vor Beginn des Kampfes auf der Mauer positioniert? NADA!!! In dem Dutzend Hauptstadtkämpfen bisher ist das kein einziges Mal vorgekommen. 1-2 Schützen stehen IRGENDWO, aber der Rest bleibt innen auf einem Pulk kleben und rührt sich nicht.

Das entspricht der KI des ganzes Games.

2. Diplomatie: Da wird man von 3-4 Leuten schonmal 20 Runden lang JEDES MAL dasselbe gefragt: Möchte man einen Pakt schließen und 2000 dafür bezahlen? Nein? Fragt man halt die nächsten 100 Runden einfach genau dasselbe nochmal.

Krieg, wenn der Gegner Allierte hat: Natürlich könnte man vorher versuchen die Allianz zu brechen. Aber wozu? Bisher ausnahmslos (10x etwa) funktioniert: Einfach Krieg beginnen, und im selben Atemzug allen seinen Verbünden ein Friedensangebot machen. Hat bisher JEDER sofort angenommen, einige sogar mir Geld dafür gegeben. Großartig, oder?

3. Steuerung und Kontrolle: Der MIT ABSTAND (!!) nervigste Bug, den offenbar fast jeder zumindest manchmal hat: Einheiten lassen sich keine Befehle geben, laufen sinnlos in der Gegend herum, gehen auf halben Weg zurück, Schiffe lassen sich nicht landen am Ufer, Einheiten bleiben "an der Maus kleben", nachdem man ihnen Befehl gegeben hat - das Problem ist "häufig", das hat jeder zeitweise. Und ich meine nicht alle 1-2 Stunden Mal, sondern etwa in 20-30% aller Befehle die man überhaupt gibt. In bisher jedem Gefecht liefs so, dass einige Einheiten garnicht dahin bewegten wo sie hin sollten, und fast jede Einheit zumindest 1-2x Anläufe brauchte. Wie kann sowas bitte sein? Ich kenne absolut kein Strategiespiel, aber dem nicht nur die Wegfindung teilweise schlecht ist, sondern dass Einheiten einfach komplett ignorieren was man will, oder völlig absurde Dinge tun (zum Gegner laufen, und dann auf halber Strecke doch wieder zurück).

4. Der natürliche Tod: Generäle und Agenten aufleveln? Wofür? Man muss davon ausgehen, dass ausnahmslos JEDER CHARAKTER (!!!) im Spiel in maximal 20-30 Runden das zeitliche segnet. Verheiraten, ihnen besondere Buddies mit auf den Weg geben, aufleveln, Charakterzüge - alles Unsinn. In dem Moment wo jemand Stufe 2 oder 3 erreicht hat geht man paar Mal auf Runde beenden, und dann hat der General (oder was auch immer) auch wieder das zeitliche gesegnet. Ich bin in der aktuellen Kampagne unter Runde 100 - bisher musste ich JEDEN General und jeden Agenten 4-5x ersetzen (!), und natürlich sind dabei auch immer alle Fähigkeiten verloren gegangen.

Das ist nur ein winziger Bruchteil der Probleme. Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen wenn hier Leute 4-5 Sterne geben weil es BEI IHNEN gut aussieht und flüssig läuft. Das ist kein Film, das ist ein Spiel. Davon dass es schön aussieht allein kann man sich nichts kaufen... (well, das Studio und der Publisher offenbar schon ;o). Genauso Kommentare ala "noch paar Patches, dann ists eh spielbar". Wie kann man ein Spiel danach bewerten wie es vielleicht 3-4 Monate nachdem es kaufte läuft?

Um das nochmal klar zu stellen: Es geht hier nicht um Schönheitsfehler, oder Dinge die einem "halt nicht gefallen", es geht um reale Fehler, die das Spiel in der Anzahl unspielbar machen - ausser einem ist egal, dass die KI in etwa einer Kartoffel entspricht. Aber für mich ist das als würde ich einem Egoshooter 5 Sterne geben, denn "es ist ja nicht so schlimm, dass die Gegner nicht schießen können". Ich kann das nicht genug betonen: Die KI und Mechanik haben keine "kleinen Mängel", sind nahzu nicht vorhanden, und das in ausnahmslos jeder Situation (Gefecht, große Karte, Diplomatie).

Fazit: Ja, das Game hat unglaublich viel potential und kann nach 3-4 Monaten an Patches sicher der bisher beste Total War Teil werden, und das wohl beste Strategiespiel in diesem Jahr. Aber eben nicht jetzt. Bei dem frühen Beta-Test Status den das Spiel momentan hat, sollten Tester fürs Spielen bezahlt werden, nicht anders herum.

------------------------- Nachtrag:

Neuer toller Fehler: Wenn ich manche Städte angreife crasht Rome 2 JEDES MAL nach einigen Minuten, unabhängig davon was passiert. Hab grade die Schlacht um Libyen 4x mit einem Crash zum Desktop beenden dürfen und damit 2 Stunden meiner Zeit unwiderbringlich verloren. Danke Rome 2 \o/.

------------------------- Nachtrag Beta-Patch 2:

Es gibt nun einen neuen Beta-Patch (Beta, daher muss man bei Steam manuell aktivieren, bekommt man nicht automatisch), und der bringt bisher einiges. Die Rundenzeiten haben sich bei mir deutlich verkürzt. Das vorherige Minimum an Zeit ist nun das "größte Maximum". Daher, länger als 40 sec hats seit dem nicht mehr gedauert, einige Male auch SEHR viel schneller (also 20-30 Sekunden) - Verglichen mit den absurden Zeiten davor ists auf alle Fälle ein Fortschritt.

Ebenfalls paar kleine gute Neuerungen: Man sieht nun immer unten im Menü wie lange die aktuelle Forschung noch dauert und ähnliche Sachen.

Was definitiv für die Zukunft noch angebracht wäre: Eine "Kampf Neustarten"-Funktion. Einige Male passieren schon nach wie vor absurde Dinge (Flüchtlinge vom Gegner laufen durch die eigenen Reihen, und die Artillerie hält es für eine gute Idee dann voll rein zu ballern und Elite Einheiten die man seit 50 Jahren mit sich herum schleppt auszulöschen), und man würde einen Kampf eben neu starten. Bisher muss man eine Niederlage eingestehen, ewig warten bis das abschlossen ist, dann einen alten Spielstand landen (Quick Save vom Kampfbeginn), was nochmal ewig dauert, und dann den Kampf laden - was erneut unendlich dauert. Es kann ja nicht sein, dass man nur zum Neustart auf dem Schlachtfeld insgesamt 3 (!) Ladescreens von jeweils 1-2 Minuten hintereinander über sich ergehen lassen muss ;o

------------------------- Nachtrag, Beta-Patch 3:
[...]

Man kann sich das alles hier durchlesen und es ist herrlich. Daher hat Spielspaß bei mir nun einen dritten Stern erhalten. Unglaublich viele Fehler, Balancing Probleme, ect. wurden massiv verbessert und gelöst. Technische Sachen auch, aber wie gesagt, das war nie mein Fokus.
5050 Kommentare208 von 245 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. September 2013
Leider kann ich Rome 2 in seiner derzeitigen Version nur den wenigsten Leuten empfehlen. Nur wer seit Jahren auf das Spiel wartet sollte es sich holen, um sein verlangen danach zu stillen.
Das kling jetzt sehr negativ, was viele angesichts einiger guter Kritiken verwundern wird. Dennoch kann man, gerade als Fan der Serie, nicht nur auf die Positiven Aspekte verweisen und die vielen Probleme ignorieren. So hatte ich nach etwa 6 Stunden Spielzeit (1h Kampagne , 5h Prolog/Tutorial) bereits mehr als 30 Bugs gefunden.

Mein Tipp ist; wartet noch ein Paar Monate und kauft es euch um Weihnachten, wenn hoffentlich vieles Verbessert wurde.

Im Detail:

+ gute Grafik
+ Einheitenvielfalt, im Vergleich zu Shogun 2
+ stimmiges Design
+ platzierbare Ausrüstung (Barrikaden, Fallen etc.)
+ viele gute Ideen (leider ist die Umsetzung oft mangelhaft)
(kombinierte Land- und Seeschlachten stehen hier mit Absicht nicht!)

- lange Zugzeiten (teilweise 5min, bei einigen auch länger)
- Grafik gliches
- schlechte Performance
- verbugte Buttons
- mangelhafte KI (selbst für total war Verhältnisse)
- mäßige Balance
- falsche Sounds werden abgespielt (z.B „we have destroyed a tower“ beim einnehmen von Punkten)
- falsche Tooltips
- teilweise schlechtes UI (z.B mal zu kleine mal zu große Fenster)
- „capture the flag“ auch im offenen Gelände
- Objekte werden teilweise falsch platziert (z.B schwimmende Forts)
- fehlerhafte Kollisionsabfrage (z.B durch Land fahrende Schiffe)
1616 Kommentare93 von 110 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. September 2013
Naja triffts wohl am Besten..

Ich möchte nicht die Themen anderer guter Rezensionen wiederholen , sondern reihe mich so im eher schlechten Mittelfeld ein ..

Als Spieler der ersten Stunde der Total War Serie wie viele hier möchte ich kurz aussprechen was mich schon extrem beschäftigt :

Pro:

- Das Spiel schaut schick aus, benötigt aber viel zu viel Rechenleistung was zu kleineren Rucklern und störenden kurzen Aussetzern führt.
- Diplomatie macht zumindest auf den ersten Blick Sinn, was schon ein Fortschritt zu den Vorgängern ist
- Die Einheitenvielfalt ( wobei es hier ein ABER gibt, dazu gleich )
- Die Fraktionenvielfalt

Contra:

Für mich unbegreiflich wie man hier im Vorfeld die KI so loben konnte. Eine idiotischere KI hab ich selten erlebt. 98 % aller Schlachten muss ich nicht ausspielen weil der Gegner mit ner handvoll sabbernder Idioten vor eine volle Garnisonsstadt marschiert und abgeschlachtet wird..
Sollte ich mich mal herablassen eine Schlacht auszuspielen weil es der Gegner geschafft hat mal eine gleichgroße Armee wie meine aufzustellen ..naja,..dann beginnt das eigentlich Schlimmste..

-Um eine Schlacht in Rome 2 zu gewinnen baut man als Römer einfach schwere Infantrie (natürlich Prätorianer, die man nach ner handvoll Runden in jeder Kackprovinz hinterhergeworfen bekommt wie faulige Äpfel) und ein paar Kavallerie Einheiten.
Da der gegnerische "IQ" ab dem Beginn der Schlacht ins Negative abrutscht, bleiben die Gegner meist stehen (wobei ich hier meist an sabbernde einfältige Hornochsen denken muss die zwar registrieren das was auf Sie zukommt, ihr Gehirn aber nicht verarbeiten kann was da gerade geschieht ehe sie abgemetzelt werden).
Die Prätorianer stürmen dann einfach in alles rein was sich bewegt. Anschließend beginnt eine unüberschaubare Pixelschlacht , in der keine richtige Bewegung möglich ist, und man seine Einheiten kaum steuern kann.. was aber eigentlich egal ist, weil unsere Penetrator....sry,..Prätorianer eh alles abschlachten was net schnell genug wegrennen kann.

-Von den See/Landschlachten wird mir einfach nur schlecht. Wofür gibt es die Marine eigentlich ? Aber das wurde in anderen Rezensionen schon erörtert.

-Bei der Einheitenvielfalt ist es auch etwas schade, da man viele der Einheiten einfach nicht braucht, da gerade bei den Römern die Prätorianer praktisch das non plus ultra sind..

-Die Langzeitmotivation geht auch nach ein paar Std bereits auf Tauchgang.
Durch die riesige Fraktionenvielfalt ist es leider so, dass es kaum bis gar keine richtigen "Gegner" mehr gibt. Jede Fraktion kontrolliert ein bis zwei Regionen oder ne handvoll Städte. Konzentriert man seine Armee auf drei gut ausgestattete volle Armeen, kann man sich einmal quer durch das Europa der Antike metzeln.

-Ich hab bis jetzt noch nicht verstanden wozu der Senat gut ist, und warum ich irgendwelche anderen Familien neben mir dulden muss.

-Was genau machen Sklaven ? Brauch ich Sie zu was anderem als se hin und wieder rebellieren zu lassen um Sie dann von meinen Prätorianerinnen zu massakrieren ?

-Die Fähigkeiten der Generäle, Armeen etc sind derart unübersichtlich dass ich schon oftmals nach einem Aufstieg einfach nur "irgendwas" anklicke, da es egal ist und ich die Auswirkung im Spiel eh nicht bemerke. Manchmal erwische ich mich dabei dass ich netmal mehr Bock habe die Fähigkeit zu steigern. WOOOW + 2 % Nahkampfschaden ,.. das ist natürlich ne Auswirkung die in einer Schlacht ganz krass rauskommt.. vorallem wenn der General eh nach gefühlten 10 Jahren ohnehin an Altersschwäche stirbt..

- Der "Techbaum" ... ich wusste nicht ob ich weinen oder lachen sollte.. wie kann man derart unkreativ und langweilig sein ?!

Fazit : Ich habe mich auf ein ganz tolles Rome 2 gefreut, sehe zwar Potential .. aber im Moment bin ich einfach ziemlich enttäuscht..mal schauen was die kommenden Patches so bringen..
11 Kommentar18 von 21 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Oktober 2013
Eigentlich wollte ich zu Rome 2 keine Rezension schreiben, doch weil nach vier Patches für mich immer noch keine wesentlichen Verbesserungen erkennbar sind (abgesehen von kürzeren Wartezeiten beim Rundenwechsel), muss ich meinem Frust doch Luft machen.

Ich habe alle Spiele der Serie, alle Add-Ons und dazu zahlreiche Mods ausgiebig gespielt, und deshalb hatte ich selbstverständlich auch Rome 2 vorbestellt und direkt nach Auslieferung installiert.

Die erste Ernüchterung kam schon beim Start. Ich hätte nicht gedacht, dass nach dem hollywoodreifen Intro von Shogun 2 ein derartiger Rückschritt möglich wäre: Keine "Story", nur eine zusammenhanglose Aneinanderreihung von Kampfszenen, so dass ich kurz überlegen musste, ob hier nicht ein Video aus Rome 1 recycelt worden ist. Während das Intro in Shogun 2 mich zum sofortigen Losspielen motivierte, weckte Rome 2 hier nur schlimme Vorahnungen.

Weiter geht's mit dem Hauptmenü: Eine große Leere, auf der man einige winzige, lieblos gestaltete und an den Rand gequetschte Icons entdecken kann. Damit es nicht ganz so öde und leblos aussieht, ziehen im Hintergrund immerhin Wolken über die Landkarte (auf die Wolken scheinen die Entwickler ganz besonders stolz zu sein, deshalb sind auch immer große Teile der Strategiekarte davon bedeckt, was die Übersicht nicht gerade fördert).

Beim Spielen des Prologs beeindruckte zunächst die nochmals verbesserte Grafik, doch zeigte sich schnell die hässliche Seite hinter der glänzenden Fassade. Man gewinnt den Eindruck, dass von dem angeblich größten Budget aller Zeiten ("40 Prozent mehr als bei anderen Total-War-Titeln") 80 Prozent für die Entwicklung der Grafik ausgegeben wurden, so dass für den kleinen Rest wie z. B. Konzeption, Spielmechanik, Benutzeroberfläche, KI, Spielbalance, Ereignisvideos, "Atmosphäre" oder Test nicht viel übrig blieb.

Über die zahllosen Fehler, die lahmen Rundenwechsel, die tumbe KI, den fehlenden Familienstammbaum, die wie Fliegen dahinsterbenden Generäle und Agenten, die fehlenden Jahreszeiten, das nicht vorhandene Politiksystem etc. wurde schon in anderen Rezensionen genug geschrieben, deshalb kann ich mir mein Gemecker darüber sparen. Trotzdem hier noch einige Punkte, die mich immer wieder nerven (die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen):

- die Benutzeroberfläche: dysfunktional, umständlich und hässlich, winzige Dialoge, Popups an allen Ecken und Enden, tötet die Atmosphäre, ein deutlicher Rückschritt gegenüber Shogun 2. Man klickt sich schier zu Tode (Rüstungsupgrade für eine Legion mit 20 Einheiten = 40 Mausklicks) und bekommt doch nicht die Informationen, die man sehen möchte. Während z. B. im Provinzbildschirm von Shogun 2 alle relevanten Informationen ansprechend, nachvollziehbar und übersichtlich dargestellt wurden, gibt es in Rome 2 einige dürre Zahlen zu sehen. Ist es nun besser, wenn ich mein Einkommen aus Industrie um 10% erhöhe, oder bringen 5% aus Handelsgebäuden mehr? Um das rauszufinden sind mehrere Mausklicks erforderlich, und schließlich muss man auf ein winziges Icon zielen und auf ein Popup warten.

- Diplomatie: ein winziger Dialog, in dem man hauptsächlich mit Scrollen beschäftigt ist. Warum kann ich keine Städte tauschen oder (ver-) kaufen? Es nervt gewaltig, wenn ein Verbündeter die letzte Stadt in einer Provinz "blockiert". Warum kann ich Geldbeträge nicht frei eingeben? Warum verlangt eine Barbarenfraktion vom anderen Ende der Welt 150.000 Gold für einen Nichtangriffspakt?

- "Wachstum": In Shogun 2 sorgte ein Nahrungsüberschuss für ein beständiges Bevölkerungswachstum und damit auch für ein allmähliches Anwachsen des Wohlstandes in den einzelnen Provinzen – absolut nachvollziehbar und realistisch. In Rome 2 spielt die Bevölkerungszahl keine Rolle mehr, "Wachstum" schaltet stattdessen weitere Bauplätze in Städten frei. Leider hat man schon nach relativ kurzer Zeit alle Bauplätze belegt, und auch eroberte Städte sind meist schon voll ausgebaut. Damit ist das Spielkonzept "Wachstum" für mindestens 90 Prozent der Spielzeit schlicht obsolet (eine römische Urbs bringt +9 Wachstum, aber was soll ich noch damit?). Baut man keine neuen Gebäude (oder erhält sonst irgendwelche Boni), ändert sich am Einkommen einer Provinz auch nach 100 Runden nichts. Und nebenbei: Warum hat Rom, die weitaus größte Stadt der Antike, nur 5 Bauplätze?

- Landschlachten 1: Warum werfen Nahkampfeinheiten wie Legionäre in der Defensive keine Speere auf anstürmende Gegner (die Option "Feuer frei" fehlt für Nahkampfeinheiten)?
- Landschlachten 2: Wo ist die "Stellung halten"-Option geblieben? Laut CA soll das jetzt das Standardverhalten von allen Nahkampfeinheiten sein, aber das stimmt schlicht und einfach nicht. In allen früheren Spielen der Total-War-Reihe funktioniert es so: Schickt man eine Einheit im Modus "Stellung halten" zum Angriff gegen eine feindliche Einheit, bleiben die eigenen Soldaten stehen und formieren sich wieder, sobald die Feinde die Flucht ergreifen. Ist "Stellung halten" ausgeschaltet, werden fliehende Feinde verfolgt. In Rome 2 gibt es nur das letztere Verhalten, fliehende Feinde werden immer verfolgt, und wenn man nicht aufpasst, findet man seine Prätorianer am anderen Ende der Karte wieder. Auf jeden Fall hat der Spieler wegen der fehlenden Option weniger Einfluss auf das Verhalten der eigenen Truppen.
- Landschlachten 3: Warum kann man nach einer Schlacht nicht mehr sehen, welche Einheiten wie viele Verluste erlitten und welche Erfahrung gewonnen haben?

- Seeschlachten: Abgesehen davon, dass Militärschiffe gegen Transportschiffe viel zu schlecht abschneiden, sind Schiffe mit Katapulten oder Ballisten, die eigentlich kampfstark sein sollten, weitgehend unbrauchbar. Wegen ihrer geringen Besatzung sind sie anfällig für Enterattacken, sollten also möglichst vom Feind ferngehalten werden. Doch da sie nur nach vorne schießen und nicht rückwärtsfahren können, muss man sich entscheiden: Auf den Feind schießen (und geentert werden), oder vorm Feind davonfahren (und somit in der Schlacht nutzlos sein).

Und noch ein Wort zu den mittlerweile 4 Patches:
Angeblich sollen sie ja die KI verbessert haben, doch davon ist nichts zu merken. Nach der Installation von Patch 4 habe ich bisher zwei Belagerungen als Verteidiger gespielt. In beiden Fällen hat die KI als Angreifer ihre weit überlegenen Truppen ein bisschen hin- und hermarschieren lassen, und nach ca. fünf Minuten war alles nur noch Stillstand. Da der schnelle Vorlauf (früher war das mal sechsfache Geschwindigkeit) ebenfalls nicht funktioniert, heißt das 55 Minuten stumpfsinnige Wartezeit. Aus lauter Langeweile habe ich schon mal meinen General mit seinen Elefanten losgeschickt, um einige Feinde in den Boden zu trampeln. Mir doch egal, wenn er stirbt. Den Namen habe ich mir eh nicht gemerkt, und in der nächsten Runde springt per Fallschirm ein neuer ab.

In meiner aktuellen Kampagne spiele ich mit Karthago. Nach 12 Runden habe ich ca. 40 Fraktionen entdeckt, von denen nur 4 eine positive Einstellung mir gegenüber haben. Alle anderen zeigen mir ein „rotes Gesicht“. 10 Fraktionen haben mir unprovoziert den Krieg erklärt. Noch eine Runde später sind es schon 14 feindliche Fraktionen, 3 meiner 6 Städte sind von den Feinden überrannt worden. Offensichtlich gibt es hier ein gewaltiges Problem mit der Spielbalance. Wieso ist das Stadtzentrum in Karthago hellenistisch? Ich dachte immer, das wären Phönizier. Wieso wollen nicht einmal meine Klientelstaaten mit mir handeln? War Karthago nicht eine Handelsmacht?

Abgesehen von der Grafik und der Vielfalt der Fraktionen und Einheiten ist Rome 2 meines Erachtens ein deutlicher Rückschritt gegenüber Shogun 2 (und die geringe Einheitenvielfalt bei Shogun 2 ist nur dem japanischen Szenario geschuldet). Zwar gibt es ein paar gute Ansätze wie kombinierte Land-/Seeschlachten oder das neue Provinzsystem, doch insgesamt ist das Spiel voller Fehler und wirkt unfertig, schlecht durchdacht und schlecht ausbalanciert. Man fragt sich, ob CA nicht sämtliche Mitarbeiter ausgetauscht hat, so dass jetzt Leute ohne Erfahrung wieder bei Null anfangen.
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am 4. September 2013
Habe Rome 2 nun über 100 Stunden gespielt und habe momentan die Version 1.7 (Patch 7), sowie alle Teile davor, außer Napoleon ausgiebig gespielt.

Es fehlen einem Fan der Serie so ein bisschen die Worte bei diesem Spiel. Riesig gefreut über den Release und vorbestellt und natürlich auch mit einigen Bugs gerechnet aber was man serviert bekommen hatte war im besten Fall eine Beta-Version des Spieles! Zu Beginn hatte ich quasi keine Performance Probleme, lediglich ewig lange Wartezeiten – trotz SSD und haufenweise Bugs. Nun nach 2 monatigen beiseitelegen des Spiels habe ich es erneut auf Version 1,7 mal angespielt und das Fazit fällt mehr als ernüchternd aus.
- Bei den DLC Fraktionen stürzt das Spiel jetzt in einer Regelmäßigkeit ab, dass es eine reine Freude ist, Athen ist für mich ab Runde 50 praktisch unspielbar geworden.
- Die PC’s bilden jetzt zwar mal größere Fraktionen aber dennoch verhalten sie sich so dämlich auf der Kampangenkarte und besonders auf dem Schlachtfeld, dass das alles völlig egal ist. Auch nett von Sega: Total lächerliche Gegnertruppen muss ich auch auf mittlerem Schwierigkeitsgrad persönlich angreifen, weil wenn es der Computer berechnet, darf man nicht gegen mehr Leute als ein paar Bauern kämpfen, sonst wird’s nicht klappen. Na wenn das nicht ein Versuch ist die Spielzeit künstlich nach oben zu treiben!
- Bei persönlichen befehligten Schlachten ist es völlig Egal, welchen Schwierigkeitsgrad man eingestellt hat und welchen Rang der gegnerischen General hat, es ist einfach lächerlich einfach – immer dieselbe Frontal Taktik und was sich die KI bei Belagerungen da erlaubt ist einfach eine Schande!

Vorläufiges Fazit:
Allein diese grundsätzlichen massiven Fehler, lassen einem keine andere Wahl als diesem Spiel 1 Stern zu geben, diese Umständen können einfach nicht wegdiskutiert werden auch von den stärksten Fanboys.
Diese Bewertung beinhaltet noch nicht die generelle Entwicklung der Total War Reihe unter Sega auf die ich jetzt im Folgenden kritisch zu sprechen kommen möchte.

-Die Reihe schlägt seit Empire Total War einen Weg ein, der massiven Vereinfachung und nimmt dem Spiel zunehmend die strategische Tiefe! Diese Entwicklung hat mit Rome II meines Erachtens seinen Höhepunkt erreicht.
- Kein eigener Straßenbau
- Kein eigener Bau von Verteidigungsanlagen
- Kein eigens Aufstellen von Vereidigungsarmeen
- Nur noch rudimentärer Städtebau
- Nur noch oberflächliche wirtschaftliche Einflussnahme: Das regt mich eigentlich am meisten auf! Man kann nur noch ein paar Prozentzahlen etc. verschieben
- Handel wurde massiv vereinfacht im Vergleich zu Shogun II und Empire
Als Ausgleich dafür, dass einem jegliches Mikromanagment genommen wurde, darf man jetzt die Generäle und Agenten in der Tradition von Shogun leveln, nur dass die Bedeutungslos sind, weil die Charaktere sterben wie die Fliegen und die KI sich eh aufführt wie der letzte Depp!
Die Kombo von Seeschlachten und Land hätte zwar wenigstens dem Spiel ein bisschen Tiefe auf taktischer ebene geben können, aber naja, die KI macht das alles zunichte.

Endfazit:
Insgesamt erlaubt das Spiel keine bessere Bewertung als 1 Stern, wegen den massiven Fehlern, die bereits im vorläufigen Fazit genannt worden sind. Mich erstaunt es immer wieder, dass Teile der Community dafür Verständnis haben und auf den Druck, dem die Entwickler ausgesetzt sind hinweisen. Ich glaube keiner macht den Entwicklern einen Vorwurf, die an ihren Rechnern sitzen aber dem Publisher sollte man diesen Vorwurf sehr wohl machen. Vor allem wenn er bei Rome II schier unendlich viel Geld für PR/Commercials etc. ausgibt. Ich glaube auch das es keine andere Produktgruppe gibt, wo Teile der Kunden so massive Fehler in Kauf nehmen oder sogar Verständnis dafür zeigen, wie bei PC-Spielen. Das muss man sich mal vorstellen, hier werden Produkte verkauft, die nicht fertig, Teilweise nicht spielbar sind. Das sollten mal Automobilhersteller oder DVD’s oder sonst irgendwer versuchen. Aber da wurden die Spieler von EA, Sega und Co schon ganz gut erzogen wie mir scheint.
Darüber hinaus nimmt die Spielereihe einen Verlauf, die immer mehr zu einem vereinfachten Konzept tendiert, vermutlich um größere Marktsegmente abschöpfen zu können und jüngere Spieler als Käufer zu gewinnen. Das kann durchaus seine Führsprecher finden, mir persönlich gefällt das überhaupt nicht. Deshalb vermute ich mal, dass der kommende Teil auch als Konsolenversion angeboten wird (bei Sega nur logisch).
Bis jetzt habe ich mir jeden Titel außer Napoleon zum Release geholt, den kommenden Teil, werde ich mir, wenn überhaupt nur als Goldversion für nen 10er oder so holen.
Für das Spiel hier gibt’s 1 Stern
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am 24. November 2013
Hallo zusammen,

wie in der Überschrift zu ersehen rate ich momentan (24.11.2013 mittlerweile Patch 7 erschienen) vom Kauf des Spiels dringend ab. Dies vorausgeschickt.
Bezüglich des Spielinhalts kann ich guten Gewissens auf die Rezension von Michael Stroh verweisen. Das Spiel hat Potential. Das was angekündigt wurde, wurde allerdings nicht eingehalten. Weder die überragende Grafik, noch die extrem überarbeitete KI. Aber wie gesagt, das hat Herr Stroh ausreichend in seiner Rezension dargelegt.

Zu mir, um abschätzen zu können ob ich hier nur Stuss schreibe: Ich habe die Total War Serie mit dem allerersten Teil mit unendlicher Vorfreude angefangen. Shogun dürfte ich gefühlte zehn Mal durchgespielt haben, weil ich das Spiel einfach unendlich geliebt habe. Seitdem hatte mich Total War im Sack. Einzig Medieval 1 und Napoleon habe ich ausgelassen. Alle anderen Teile habe ich mindestens 150 Stunden gespielt. Eine gewisse Erfahrung dürfte ich also, was das Spielgefühl eines Total War Titels angeht, besitzen. Auch bei Rome II habe ich nun schon über 80 Stunden auf dem Konto.

Warum rate ich trotzdem momentan vom Kauf ab:

- Seit gestern ist der Patch 7 draußen. Mit diesem kamen erstaunlicherweise bei vielen Spielern extreme Performance Probleme zu Stande, die es davor nicht gegeben hat. Wie gesagt konnte ich über 80 Stunden spielen, ohne dass ich von den Performance Problemen oft betroffen war. Nun bin ich am Weiterspielen gehindert, da ich Verzögerungen von fünf Sekunden habe, was eine Schlacht unspielbar macht.

- Die Grafik ist immer noch nicht so verbessert wie man sie uns in der Vorschau vorgegaukelt hat.

- Die KI, sowohl auf der Kampagnenkarte, als auch in den Schlachten, wurde leicht verbessert, stellt aber immer noch keine echte Herausforderung dar. Auch nicht auf den oberen Schwierigkeitsgraden.

- Die Familie und Generäle spielen immer noch keinerlei Rolle. Generäle sterben wie die Fliegen und werden ohne Weiteres ersetzt. Ein Aussterben der Familie ist nicht mehr möglich. Anzeigen ob wieder Nachwuchs geboren wurde und ähnliches, wie es in den vorigen Titeln Usus war, gibt es nicht mehr.

- Anscheinend sollen mit dem 7. und dem 6. Patch die Fraktionen auf der Kampagnenkarte dazu übergegangen sein auch Großreiche zu bilden. Als ich mit den Römern gespielt habe, habe ich im Endgame einen Kleinstaat mit höchstens zwei bis drei Ländern nach dem anderen überrannt. Ergo: Das Lategame mit den hoch technologisierten Truppen, war völlig langweilig. Dies habe ich in bisher keinem Total War Titel erlebt. Interessante Schlachten, bei denen man etwas knabbern musste gibt es sehr sehr selten, da man die Gegner meist mit einer Übermacht überrennen kann. Taktik Fehlanzeige. Ob dies mit dem Patch verbessert wurde kann ich noch nicht beurteilen, da ich momentan aufgrund der Performance Probleme leider nicht weiterspielen kann.

- Coop. Oh dieses Coop. Wie ich mich darauf gefreut hatte in Shogun II. Dann gab es ständige Deynchcronisationsprobleme. Irgendwann hatten sie es einigermaßen in den Griff bekommen, nach gefühlten 10 Patches. Und nun? Haben die Entwickler aus den Fehlern gelernt? Mitnichten. Ich habe es mehrere Male und auch zuletzt nach Patch 6 mit einem Freund versucht. An völlig unterschiedlichen Stellen hatten wir immer wieder Abstürze, Verbindungsprobleme, was auch immer. Zig Fehlerquellen die uns irgendwann so zum Verzweifeln gebracht haben, dass wir uns entschieden haben auf den nächsten Multiplayerpatch zu warten. Wann dieser kommt ist nicht wirklich absehbar, da es ja noch so viele Probleme beim Singleplayer zu lösen gibt.

-> Daher, wartet ab bis noch einige Patches rausgekommen sind und informiert euch dazu in den einschlägigen Foren. Wenn alle aufgeführten Fehler gelöst sind, kann Rome II zu einem wirklich guten Total War Titel und zu einem würdigen Nachfolger des wirklich genialen Rome I werden. Beim momentanen Stand macht das Spiel öfter Frust als Spaß.
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am 20. März 2014
Ich spiele das Spiel jetzt schon über ein halbes Jahr (vorbestellt bei Amazon) und kann damit über gewisse Langzeiterfahrungen berichten. Ich war bereits von den bisherigen Total War-Spielen sehr verwöhnt und so begeistert, dass ich sogar eine eigene "Total-War-Fanseite" ins Leben rief. Dementsprechend hoch lag meine persönliche Messlatte. Zudem bin ich militärhistorisch sehr interessiert, wobei ich der griechisch-römischen Antike eine besondere Rolle zumesse. Und ich muss zugeben, die Trailer zum Spiel weckten in mir die höchsten Erwartungen.

Doch nach der Installation erhielt ich den ersten Dämpfer. Obwohl mein Rechner die auf der Verpackung stehenden Systemanforderungen erfüllte, ruckelte das Spiel übermäßig und stürtzte vielfach ab. Nachdem mir auch die Supports nicht weiterhelfen konnten (da mehrere Unternehmen an dem Spiel beteiligt sind, habe ich mehrere Supports in Anspruch genommen), entschied ich mich, für dieses mir aufgrund der historischen Epoche besonders wichtigen Spiels für etwa 1.500,00 € einen neuen Gamer-Notebook anzuschaffen. Darauf lief das Spiel zunächst auch recht gut.

Ich hatte zwar den Eindruck, dass die Grafik von "Shogun 2" besser war, aber die Ruckler und die Abstürze waren wenigstens nicht oder kaum mehr vorhanden. Dennoch fielen mir jetzt eine Reihe von Bugs auf, die mich gegenüber dem Spiel kritisch stimmten. Der größte Schock kam dann etwa zwei Wochen später: Nach einem STEAM-Update (das Spiel wird über STEAM vertrieben) ließ es sich nicht mehr starten, während es auf meinem älteren Rechner noch lief, aber eben mit Rucklern und zahlreichen Abstürzen.

Ich besuchte daraufhin deutsprachige Foren und erhielt dort auch Tipps, wie ich den Fehler durch Dateiordner-Manipulationen beheben konnte. Doch leider trat dieser Fehler nach weiteren STEAM-Updates immer wieder auf, sodass ich diese Manipulationen immer wieder vornehmen musste. Durch meine Besuche in den Foren erfuhr ich ebenfalls, dass es offenbar zahlreiche Rechnertypen gibt, auf denen das Spiel problemlos läuft, aber eben auch solche, auf denen es zu dem selben Fehler kam, wie bei mir.

Nachdem ich schließlich wusste, wie ich den Fehler beheben konnte, machte ich mich an ein ausgiebiges Spielen. Grafik und Sound könnten besser sein, sind aber akzeptabel. Und die liebevollen Details, wie verschiedene Wildtierarten (je nach Region Rehe, Hirsche, Wölfe, Wildschweine, Wildpferde, Dromedare, Elefanten, Vögel in der Luft und sogar Wale in den Meeren mit ihren jeweiligen Lautäußerungen) erfreuen mich.

Auch die vielen Einheitentypen und ihre Details gefallen mir sehr gut. Ein besonderes Schmankerl sind für mich die Kriegsschiffe, die je nach Fraktion variieren, und die amphibischen Operationen. Die Landschaften und Städte sind auch für die jeweilige Region typisch und gut gelungen. Die verschiedenen Witterungsbedingungen (Schnee, Regen, Nebel, Nacht, Wind, Sturm, Gewitter und Sonnenschein) begeistern mich ebenfalls.

Neben den vielen positiven Aspekten besitzt das Spiel leider auch noch negative Aspekte, die besonders mich unangenehm stören. Die Aufzeichnungen der einzelnen Gefechte und die daraus resultierenden Gefechtswiederholungen verlaufen z.T. völlig anders als die ursprünglichen Gefechte. Und was mich besonders stört, sind die (übermächtigen?) Agenten, denen weder Kampf- noch Garnisonstruppen etwas anhaben können, selbst wenn sie entdeckt wurden.

Auch die KI, die das Verhalten des Computergegners steuert, erscheint mir manchmal etwas fragwürdig. Es gibt also sehr viel Positives, aber auch Negatives, zu diesem groß angekündigten und beworbenen Spiel zu berichten.

Wenn man das Spiel im Online-Modus betreibt, kann man nicht nur als Einzelspieler gegen den Computer spielen, sondern sich auch im Multiplayer-Modus mit Freunden messen. Der Online-Modus ist auch dazu da, um über STEAM Updates oder Patches automatisch herunterzuladen und zu installieren. Weiterhin gibt es zahlreiche Modifikationen (sogenannte Mods) und kostenpflichtige Erweiterungen (sogenannte DLCs), die den Spielspass deutlich steigern können.

Die Sterne-Bewertung ist mir wegen der nach über einem halben Jahr seit dem Erscheinen des Spiels immer noch vorhandenen Fehler sehr schwer gefallen. Eine Reihe von Bugs scheint inzwischen zwar über die Patches behoben zu sein, aber leider noch nicht alle.

Aufgrund der immer noch vorhandenen zahlreichen negativen Punkte werde ich mir ein neues Total-War-Spiel erst dann wieder kaufen, wenn es in Foren usw. getestet, rezensiert und entsprechend bewertet wurde.
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am 17. Januar 2014
Ich will hier damit beginnen was die Entwickler von Sega richtig gemacht haben, denn wenn man sich im Spiel die vorhandenen Möglichkeiten ansieht muss man vorweg schon mal eines sagen, es wäre hier wesentlich mehr drinnen gewesen. Sowohl die Helden als auch die Heere und Flotten sind sehr detailliert steuerbar. Die Kampagnenkarte ist schön groß und die Fraktionen unterscheiden sich in angenehmer Art und Weise, die neuen Einheiten sind richtig stark und die Seegefechte eine absolute Bereicherung. Die Grafik ist vielleicht nicht so toll wie versprochen aber immernoch gut, der Soundtrack wahnsinnig gut gewählt, das war es dann leider aber auch schon an Positivem von Rome 2.

Die Veränderungen im Gameplay machen leider nur teilweise Sinn und schränken den Spieler unnötig ein. Die Einführung der Ressource Nahrung macht das Spiel zwar schwieriger, allerdings frage ich mich bis jetzt warum die Nahrungsressourcen zwar gleich für sein gesamtes Imperium gelten, aber man Nahrung nicht über Handelsbeziehungen kaufen kann?!? Genauso wie die Einführung von in ihrer Anzahl beschränkten Generälen über die man seine Armeen verstärken und wieder regenerieren kann. Was ich im ersten Moment für eine gute Idee hielt entpuppt sich allerdings schnell als Farce, da nur Truppen mit einem General existieren können, mal eben Truppen splitten, is nich! Das Ganze wird durch die Tatsache verschärft dass Truppen keine Flotte brauchen um sich über die Ozeane zu verschiffen und die Einführung der Gewaltmarsch Option, die eine Verfolgung nahezu unmöglich macht. Die Bauplätze und die Truppensymbole wirken total lieblos und sind nur noch symbolhaft dargestellt, dazu kommt dass Straßen, Mauern und der Stadtpalast alle unter ein und derselben Ausbaustufe laufen. Entgegen meiner Hoffnung sind auch nach 160 Runden noch zahllose 1 Provinz Fraktionen vorhanden, die einen mit ihren zahllosen Spionen und Attentätern quälen, man kann nahezu nichts dagegen machen und das obwohl man mal eben 1 Million Geld über hat. Auch die Ladezeiten leiden unter den vielen Fraktionen und verringern sich auch bei einem relativ großen Spielfortschritt kaum, hinzu kommen dann auch noch total nervige Bugs. In dem Sinne liebe Sega Programmierer schaut euch vll mal nochmal Rome 1 etwas genauer an, solltet ihr jemals an ein Rome 3 denken.
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am 15. Oktober 2013
Wie der Titel schon sagt - das war's für mich mit der TW-Reihe. Schade eigentlich, habe seit dem ersten Medieval jeden Teil gespielt - und habe an der Reihe immer ihre fast "hypnotische" Kraft geschätzt: Das erste Rome hat einen tief ins Spielgeschehen gezogen, man hat das ein oder andere mal sogar von seinen Kampagnen geträumt. Rome II geht mir, um ganz ehrlich zu sein, nach nunmehr etwa 30 Spielstunden vollkommen am Allerwertesten vorbei.

Ich will jetzt nicht jeden Fehler oder Bug beschreiben, der einem so begegnet - das haben die Vorredner ja schon getan. Ich will vielmehr versuchen, zu ergründen, warum das Spiel im Vergleich zu den Vorgängern so unendlich öde ist.

These 1: Selten was so bescheiden Ausbalanciertes gespielt
Rome II wirkt, als hätten verschiedene Arbeitsgruppen an den diversen Modulen des Spiels gearbeitet - und die Kommunikation zwischen ihnen hätte sich auf ein gelegentliches "Mahlzeit!" beschränkt.

Spielt man eine der großen Fraktionen, dann legen sich die anderen großen Fraktionen von alleine zum Sterben hin. Dafür handelt man sich - um die "Balance" herzustellen - strukturelle Schwierigkeiten ein (Unzufriedenheit/Sklavenaufstände), die schlicht nicht zu beheben sind: Alles, was man im fortgeschrittenen Stadium des Spiels baut, führt zu Aufständen - baut man eben ab einem bestimmten Stadium nix mehr. Es gibt viel zu viele kleine Barbarenfraktionen, die leicht abzuräumen sind - dafür können einem deren Agenten abstruse Schäden zufügen (z. B. Baufortschritt vollkommen lahmlegen oder Mehrheitskultur komplett ändern).

Zwei kleine Beispiele, aber die deuten IMHO auf ein Problem des Spiels: Man hat die Balance insgesamt nicht hingekriegt - und deshalb immer neue zusätzliche Boni oder Mali implementiert, um die Sache wieder halbwegs hinzubiegen. Der Versuch darf als vollkommen versemmelt gelten.

These 2: Rome II entmündigt den Spieler
Beispielsweise dadurch, dass die Armeen von einem General geführt werden müssen. Einer der Freuden im ersten Rome und seinen Nachfolgern war doch, dass man seine eigenen Truppen sorgfältig in seinen Provinzen verteilen konnte, hier Verstärkungen zusammenziehen, dort Truppen ausdünnen - und so an einem strategischen Gewebe gearbeitet hat, das, im günstigsten Fall, flexibel auf die Wechselfälle des Krieges reagieren konnte. In Rome II: Alles Essig. Große Armeen treffen auf große Armeen. Und das ist, mit den "Fähigkeiten" der K.I., keine große Sache.

Ich bin kein Programmierer, aber: Könnte es sein, dass das Programm einfach zu lange bräuchte, die "kleinen" Truppenbewegungen zu berechnen? Rundenwechsel dauern so schon ziemlich lange. Hat man zu viele kleine Fraktionen geschaffen, und musste dann vereinfachen?

These 3: Man identifiziert sich nicht mehr mit "seiner" Fraktion
Nicht-Spieler halten das jetzt wahrscheinlich für einen mittelschweren Dachschaden: Ich erinnere mich nach zehn Jahren noch an einen meiner Generale aus Rome I (mit der Griechen-Mod)namens Glaukos, hab' die Seleukiden gespielt. Der Typ hat alles geschlagen, was zwischen Pontos und Ptolemaiern ein Schwert halten konnte, ist hochbetagt - mit 92 - in Alexandria verstorben. Gott, was haben wir die Ägypter verprügelt ...

In Rome II stirbt mir selbst Scipio Africanus wie alle anderen Generale nach 20, 25 Runden weg (Africanus ist sowieso übertrieben, die Katharger haben, ähm, mehr oder weniger Selbstmord begangen). Generale sind austauschbar und Truppen sind austauschbar. Man kann als Römer in seiner Auxiliarkaserne Elefanten rekrutieren, und die taugen sowieso nicht viel. Alles ist grafisch schön, und alles ist einem irgendwie egal - weil die kleinen Details fehlen, die an den früheren Teilen fasziniert haben.

Ende des Sermons. Ich werde Rome I wieder ausgraben. Wie heißt die Mod, die die Grafik aufbohrt? Und funktioniert die auch mit der Griechen-Mod?

In diesem Sinnne: Alalalai!
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