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Total Design: Die Inflation moderner Gestaltung Broschiert – 1. April 2010


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Produktinformation

  • Broschiert: 176 Seiten
  • Verlag: Nicolaische Verlagsbuchhandlung (1. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894795816
  • ISBN-13: 978-3894795818
  • Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 1,5 x 19,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.435 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"leichtfüßig und durchaus unterhaltsam ( ) kenntnisreich" (monopol)

"Das Buch hat eine Botschaft." (Spiegel Online)

"eine süffisant kluge Betrachtung des Gestaltungswahns (Kultur.21)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Design am 17. Juni 2010
Format: Broschiert
Der Chefkurator des Vitra Design Museums in Weil am Rhein ' Mateo Kries ' präsentiert ein neues Buchformat: seine persönliche Lebensgeschichte im Umgang mit Produkten verbindet er mit einer subjektiven Schilderung von Designgeschichte. Beides zusammen mündet in einer vehementen Kritik postmodernen Designs ' die er die 'Inflation von Gestaltung' nennt.

Wobei Kries bereits im ersten Satz irrt: 'Niemand hätte vor 20 Jahren gedacht, welche Rolle Design in unserem Leben spielen würde', aber genau dies hatte Gert Selle in seinem 1990 erschienenen Beitrag 'Unzeitgemässe Ansichten' (im Design Bericht 1989-90 des Rat für Formgebung) schon sehr genau beschrieben und auch kritisiert. Kries subjektive Erfahrungen, z.B. mit IKEA-Regalen, dem VW-Bus seiner Eltern oder den Schilderungen von der Mailänder Möbelmesse sind durchaus authentisch.

In seinem objektiven Teil häufen sich indes die Fehler:

- Dieter Rams war definitiv nicht an Gründung HfG Ulm beteiligt

- Dass Luigi Colani mit der Kaufhof-Marke Carlo Colucci verwechselt wurde ist blanker Unsinn

- Dass Lucius Burckhardt 1980 das Buch 'Design ist unsichtbar' herausgebracht hat, ist auch falsch. Es erschien 1981 in Wien, Herausgeber waren Helmuth Gsöllpointner, Angela Hareiter und Laurids Ortner.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bär am 25. Februar 2011
Format: Broschiert
Mateo Kries hat mit Total Design ein unterhaltsames und gleichzeitig augenöffnendes Buch geschrieben. Er appelliert an die Hochschulen, neben der ästhetischen Gestaltung auch eine Gestaltungslehre zu vermitteln, die der Gesellschaft tatsächlich nützt. Das ist durchaus berechtigt. Natürlich gibt es bereits gute Ansätze, wie Kries am Beispiel des 100-Dollar-Laptops, des Hippo Water Rollers oder der Play Pump schildert, aber solche sinnvoll designten Produkte sind leider noch immer die Ausnahme. Und "Less is more" gilt aktuell einfach nicht mehr in unserer Designgesellschaft, zu der Mateo Kries sich schließlich selbst zählt. Er hat recht, wenn er sagt, dass der Designbegriff in unserer Gesellschaft allgegenwärtig ist und Design an sich eigentlich nur noch mit schön gestalteten Dingen in Verbindung gebracht wird. Dazu gehören dann eben auch unsere "designten" Politiker.

Das Buch ist persönlich und locker geschrieben und liefert gleichzeitig interessante und fundierte Hintergrundinformationen zur Geschichte des Designs und zur Designrezeption in unserer Gesellschaft. Allerdings hätte ich mir zur besseren Veranschaulichung mehr Abbildungen gewünscht.
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Von Sascha Bose am 29. Oktober 2012
Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Ich vergebe für dieses Buch 5 Sterne alleine für die Botschaft die vermittelt wird.
Zwar sind Formfehler wie die Darstellung falscher Tatsachen für einen Kunsthistoriker peinlich, aber aufgrund der Absicht mit der das Buch verfasst wurde verschmerzbar. Auch finde ich es nicht tragisch das nach der Analyse wenig Anhaltspunkte für eine Alternative gegeben werden, schliesslich ist er der Theorethiker und andere, die sich selbst Designer nennen, die Praktiker, die aus der kritischen Analyse etwas machen sollten.

Es ist ja einfach Fakt, das "Design" in heutiger Zeit ein Verkaufsbegriff ist, der überhaupt nicht hinterfragt wird. So wirft die Firma Apple Produkte auf den Markt, die das Design früherer Designklassiker nahezu 1:1 adaptieren, aber aufgrund marktwirtschaftlicher Absichten eigentlich völlig schlecht "designed" sind. Akkus die man nicht wechseln kann, Elektroschrott der nicht zerlegt werden kann, etc.
Ein wirkliches gesellschaftliches Bewusstsein für "gutes Design" gibt es schlechtweg nicht und die Designindustrie ändert auch kaum etwas an diesem Zustand, da man damit schliesslich Geld verdienen kann. Mit Ressourcenverschwendung und Wegwerfprodukten.

Das Plädoyer für ein breiteres Bewusstsein für gutes Design und einen anderen (medialen) Umgang mit der Disziplin "Design" kann ich voll und ganz unterstützen, um nicht zu sagen, das Buch spricht mir auf vielen Seiten aus der Seele.
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