schreien jetzt wieder die Punker. Haben sie damit aber recht?
Erstmal kommt dieses neue Album (Urversionen der Lieder, die auf Searching for a former clarity gelandet sind - Don't lose touch (was einer der Klassiker ist, persönlich aber eins meiner Against Me!-Hasslieder und mir meistens auf den Sack geht) und Even at our worst..., dafür aber mit drei Liedern, darunter ein Cover, die nicht auf der Searching gelandet sind) über Fat Wreck Chords raus, d.h. keine Major-Label-Unterstützung sondern beinah wieder Underground.
Zweitens unterscheiden sich auch die bekannten Lieder teilweise deutlich von den späteren, aber früher veröffentlichten Versionen. Beispiele:
Miami: fehlende Bläser und teilweise stark anderer Gesang
Unprotected Sex...:der Gesang im Zwischenteil (auf der Searching: "Just how desperate can we be" usw.) fehlt in der Version komplett.
The Energizer: im Original "From Her Lips to God's Ears (The Energizer)" betitelt, punkiger als das Original, weil fehlende Gitarrenmelodie am Anfang, dafür wird die Akkordfolge durchgespielt (hat auch was).
Auch bei Violence fehlt die Gitarrenmelodie am Anfang.
Bei den anderen Liedern gibt es auch kleinere Unterschiede, hab aber gerade keinen Bock alles aufzuschreiben, selber anhören ist gefragt.
Das Digipak ist schick gemacht, aber wie die ganze CD relativ einfach gehalten, die drei unbekannten Lieder sind ok, aber die vier Jungs aus Gainesville werden schon wissen, warum die es nicht aufs Album geschafft haben.
Der größte Unterschied zum Original ist, dass Tom Gabel hier wieder schreit und zwar richtig, fast wie zu glorreichen Reinventing-Zeiten, teilweise klingt der Gesang, als hätte er die ganze CD an einem Stück eingeschrien und die Stimme wird immer abgefuckter (positiv abgefuckt).
Fazit: wem das letzte Against Me!-Album zu poppig war, wer statt den clapping hands die angry balled fists wieder haben möchte und wer auf guten, intelligenten Punk steht, der kann hier für einen ziemlich fairen Preis ein schönes Relikt der alten Tage bekommen.