Der Toshiba USB Flash Drive TransMemory 16GB (Asagiri) gibt sich unter Linux als "0930:6545 Toshiba Corp. Kingston DataTraveler 102 flash drive" zu erkennen, was die Vermutung nahelegt, dass er vom Chipsatz her mit dem Produkt von Kingston identisch ist.
Mit aufgesteckter transparenter Hülle wirkt der matt schwarze Stick optisch sehr ansprechend. Ohne Hülle erscheint er durch die dann offengelegten seitlich angebrachten Führungsschienen mit fast 22 mm unnötig breit. Zwar lässt sich die Hülle umgekehrt wieder aufstecken, das geht aber nicht ganz so leicht wie das Abziehen von der Hand und macht den Stick absurd lang und klapprig. Auch ohne Hülle klappert der Stick leicht, weil die Kunststoffummantelung nicht ganz passgenau ist.
Beim Datentransfer schimmert eine grüne LED auf der Vorderseite zwischen Schriftzug und USB-Stecker dezent blinkend durch den Kunststoff hindurch. Laut Verpackung beträgt die Lesegeschwindigkeit bis zu 17 MB/s, die Schreibgeschwindigkeit bis zu 3,9 MB/s. Die in vielen Rezensionen angepriesene deutlich höhere Schreibgeschwindigkeit hat mich dazu bewogen, den Stick einer genaueren Untersuchung zu unterziehen.
Dazu habe ich nacheinander 460 MB einmal als Einzeldatei und einmal verteilt auf 285 Dateien zu je 1-2 MB auf den Stick geschrieben und zurückkopiert und jeweils die Zeit gemessen, bis der Cache geleert, also tatsächlich alle Daten übertragen waren. Das ganze wurde unter Linux mit den Dateisystemen vfat (Lieferzustand) und ntfs sowie mit ext2 und ext4 (ohne Journal) durchgeführt.
Dabei zeigte sich unabhängig von Dateisystem und Dateigröße eine recht konstante Lesegeschwindigkeit von ca. 15 MB/s. Die Schreibgeschwindigkeit betrug unter vfat und ntfs bei der großen Datei 8-9 MB/s, bei den kleinen Dateien nurmehr 4-5 MB/s. Mit vfat habe ich den Stick auch an einem anderen PC getestet, dort lagen die Maximalwerte etwas höher: 19 MB/s lesen und 11 MB/s schreiben, kleine Dateien aber ebenfalls nur mit 4,5 MB/s.
Bei den Linux-Dateisystemen war der Einfluß der Dateigröße gering. Große wie kleine Dateien wurden unter ext2 gleichermaßen nur mit 3-4 MB/s geschrieben, unter ext4 dagegen mit 9-10 MB/s. Das hat mich ziemlich überrascht und dazu bewogen den Stick mit ext4 statt wie geplant mit ext2 zu betreiben, da er bei mir ohnehin stationär als Linux-Systempartition eingesetzt werden soll.
Unter Windows XP habe ich den Stick (vfat-formatiert) mit h2testw einmal komplett beschrieben (10,0 MB/s) und erfolgreich geprüft (14,5 MB/s) sowie mit CrystalDiskMark 3.0 untersucht, dessen Ergebnisse ich als Kundenbilder zur Verfügung stelle. Auch hier zeigt sich der Geschwindigkeitseinbruch auf 4-5 MB/s bei kleinen Dateien (Random Write 512K), der jedoch bei weitem nicht so eklatant ausfällt wie etwa beim Transcend JetFlash 600, der dann (den Kundenbildern dort zufolge) auf magere 1-2 MB/s sinkt.
Insgesamt ein schönes Produkt mit außergewöhnlichem Design und erfreulich realistischen Herstellerangaben bzgl. der Geschwindigkeit. 4 Sterne für ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.