Der Grundton ist schon einwenig sentimental-verabschiedend meine ich. Oder steckt dahinter das Wissen,
dass er nicht mehr unter uns weilt. Das mag sein und und so ist dieses Buch für alle, die es lesen -und
zwar schmunzelnd zuweilen und anerkennd, aber auch mitunter den Kopf schüttelnd-, ja, so ist dieses Buch
doch ein Abschied.
Obwohl, es soll ja noch ein weiterer Band folgen, also noch ein Abschied.
Deswegen, und weil neben der Satire (besser: neben dem lyrischen Überblick) zuweilen doch etwas typisch
Deutsches daherkommt, nämlich ein Hund, der zudem noch am Knochen nagt, bekommt das Werk nur 4 Sternchen.
Ich komme als alternder Mann eben mit seinen ersten Werken, die mich in die Zukunft des fröhlichen
Erkennens katapultieren, beser zuwege als mit einem Abschied, obwohl: Abschied ist immer.
Doch es klingt auch immer noch sehr schön, wenn man liest:
Arnotal
Schön geht der Autos ins Land
glänzend unendliche Schlange,
schöner dahinter des Bergs
unveränderte Ruh.
Das aber sind dann wieder fünf Sternchen oder mehr, die es wert zu geben wären.
Gut, es ist schwer, aus einer Vielzahl der Brunnenhefte das herauszufischen, was wichtig
wäre zu lesen und so ist es Kristina Maidt- Zinke gut gelungen, was da veröffentlicht wurde.
Beim wiederholten Lesen nämlich merkt man, was man durch den Weggang dieses Dichters verlor.