Dieses Buch ist WIRKLICH einsame Spitze! Wir sind jetzt schon zweimal mit dem Know-How in der Toscana gewesen und können die untenstehenden Kritiken bzw. Nörgeleien in keinster Weise nachvollziehen. Kleinere Fehler oder Unstimmigkeiten in einem Reisehandbuch von immerhin 700 Seiten können wohl nicht ausbleiben, aber es deshalb gleich in Grund und Boden zu verdammen ist idiotisch. Es gibt nicht annähernd ein anderes Buch auf dem Markt, das eine derart gelungene und im Detail geradezu überwältigende Menge an Informationen liefert. Ob schöne Hotels oder günstige Pensionen, originelle Osterien oder Feinschmeckerrestaurants, ob Ortschaften oder Strände, Weine oder Museen, die Wahl hat sich dank des Reise Know-How immer als absolut richtig, ja als überaus erfreulich erwiesen.
So waren wir, lieber Reiner Ferken (s.u.), total happy über den grandiosen Galluzzo-Tipp und hatten nicht die leiseste Mühe, dort auf Anhieb für zwei Tage einen Gratis-Parkplatz zu finden. Merke: nicht jeder Parkplatz - und erst recht ein kostenloser(!) - ist ausgeschildert, da muß man sich halt bloß ein wenig Mühe geben. Und: wir waren im März, also lange vor Ostern, in Florenz und sehr wohl ziemlich entsetzt von den Menschenmassen dort, z.B. vor den Uffizien, die wir deshalb auch zu unserem großen Leidwesen verpaßten. Und was die Kritik am fehlenden Eisangebot bei Nannini in Siena angeht: Dass Ostern noch kein Eis verkauft wird, ist unserem nörgelnden Vorredner natürlich nicht eingefallen (auch wir waren dort und es gab kein Eis!). Und: für Pizzerien oder Billiggaststätten braucht man keinen Reiseführer (die findet man an jeder Ecke), die braucht man nur für das Besondere, und das ist halt leider meistens, wenn auch nicht immer, etwas teurer als der Durchschnitt.
Im übrigen ragt das Buch außer durch seine überragende Detailgenauigkeit und Sachkenntnis (z. B. auch bei Kunst, Kultur etc.) auch dadurch wohltuend unter allen anderen heraus, dass es eben NICHT alles und jedes kritiklos zum Event hochjubelt und/oder bis zur Peinlichkeit verklärt. Hätten wir der Warnung der Autoren vor Menschenmassen in Florenz vertraut (haben wir ja eigentlich auch, wir dachten nur, im März könnts noch nicht so schlimm sein), hätten wir ein Ticket für die Uffizien vorbestellt und wären dann nicht so enttäuscht gewesen, sie zu verpassen. Und wegen der Warung vor Stechmücken hätten wir uns nie rechtzeitig mit Schutzmitteln bewaffnet und im letzten September am Monte Argentario ganz schön geflucht! Wer sich durch solche und ähnliche nützlichen! Auslassungen, liebe zu Recht anonyme(!) Rezensenten vom 31. März und 17. September, die Vorfreude vermiesen läßt, sollte sich besser in einen Lehnstuhl setzen, mit einem bunten Bildband durch die Toskana reisen und so einen echten Urlaub verbringen.
Zu schade, dass solch unqualifizierte Kritiker allen potentiellen Lesern das mit Abstand beste Reisehandbuch, das es derzeit zur Toskana gibt, mies zu machen versuchen. Nichts für ungut!