... ist er da, der neue Roman von Woschofius.
Seit 1999 (Veröffentlichung von Tortura Fortunae)warte ich darauf, wieder einmal etwas von Woschofius lesen zu können.
Besonders gefreut hat mich, dass die Protagonisten von Tortura Fortunae ebenfalls wieder auftauchen.
Das Buch spinnt den Faden geschickt weiter.
- Klappentext: -
Arved und Verena wandeln auf den Spuren des Marquis de Sade ... und auch Sie geraten in einen Taumel, aus Lust, Leidenschaft und Libertinage...
Der Roman verknüpft zwei parallel verlaufende Erzählstränge miteinander.
Zum einen erzählt er die Geschichte von Arved und Verena, einem Paar, dass durch sexuelle Obsessionen miteinander verbunden ist. Zum anderen lässt uns der Marquis de Sade in der Ich- Erzählform an seinem Leben teilhaben. Der Marquis de Sade schildert alle seine Untaten, wie es dazu kam und welche Philosophie hinter seinem Gedankengut steckt. Beide Geschichten haben einen gemeinsamen Nenner.
Es sind die Orte an denen de Sade wirkte, die auch Arved und Verena besuchen.
Und auch sie werden in den Bann de Sade gezogen.
Sie wandeln durch Lacoste, die Provence und besuchen auf den Spuren de Sades auch Paris, wo sich beide Erzählstränge zu einem gemeinsamen Ende vereinen.
Es ist aber auch die Annäherung zweier Menschen, die eine extreme Form der Sexualität leben. "Tortura Insominae" spinnt den Faden von "Tortura Fortune" weiter. Das Buch ist trotzdem keine Fortsetzung und somit muss man "Tortura Fortunae" nicht gelesen haben um dem Faden folgen zu können. Der Autor hat alle Orte in Frankreich besucht, in denen der Marquis de Sade lebte und seine Skandale produzierte. Daher enthält das Buch aus 22 Fotografien. Unter anderem vom Geburtshaus, dem Stammschloß, den Gefängnissen und der Anstalt in der der Marquis schließlich starb. Neben den erotischen Abenteuern der Protagonisten findet der Leser daher auch viele Informationen über das Weltbild de Sades vor dem Hintergrund seiner Zeit, ohne wissenschaftlich zu sein.
- Klappentext Ende: -
Meine Bewertung:
ich habe das Buch innerhalb einer Nacht durchgelesen; das sagt eigentlich alles. Woschofius Schreibstil fasziniert, spielt er doch geschickt mit Emotionen und Worten.
Besonders gut gefällt mir, dass er eben zwei Erzählstränge miteinander verwoben hat, die ein gemeinsames Ende finden, obwohl ca 200 Jahre dazwischen liegen.
Ich habe viele Bücher über den Marquis de Sade gelesen und so war mir seine Biografie bekannt. Trotzdem habe ich fasziniert den Worten des Marquis "gelauscht" als er sein Leben und seine philosphischen Ideen selbst erzählt hat.
Auch ist die Geschichte gut durchdacht, die Erlebnisse von Arved und Verena dann zu erzählen, wenn sie die Orte besuchen, an denen de Sade wirkte.
So springt die Geschichte vom 18. Jahrhundert ins Jetzt und wieder zurück.
Das Buch ist gut recherchiert und spannend erzählt (Erzählstrang de Sade) und purer Brainfuck!