Kalifornien nach dem Ersten Weltkrieg: Der Kriegsheimkehrer Danny erfährt, dass er Erbe von zwei Häusern wird. Mit der Situation so ziemlich überfordert beschließt er ein Haus zu behalten und das andere an Freunde zu vermieten. Er scheint mit ihnen ein glückliches Leben zu führen, denn er hat keinen Mangel an Frauen, Alkohol oder Geld. Doch der Schein trügt und Danny wird immer unglücklicher...
Steinbeck stellt mit diesem Roman eine Sammlung unzusammenhängender Kapitel zusammen, die für den Leser schwer einsehbar sind, sofern man sich nicht stark konzentriert und für dieses und jenes Erlebnis in Dannys Leben interessiert. Mag der Alltag der Figur Danny noch so langweilig ablaufen, es führt alles letztendlich darauf hin, dass Danny außer sich gerät, verrückt wird und dem Tode nahe steht. Die meisten Romane Steinbecks enden irgendwie in eine Katastrophe und obwohl dieser Moment der Spannendste ist, muss man als Leser dutzende Seiten in Kauf nehmen, die zur Katastrophe indirekt hinführen. Es ist ein großer Roman, der auch mal wieder irgendwie den "American Dream" behandelt, hier etwa mit dem Thema "Man hat zwar schon alles, aber man möchte noch mehr, ansonsten zerbricht man daran", dennoch gibt es nichts, bis auf wenige Sätze in diesem Roman, die den Leser wirklich fesseln oder bei der Stange halten. Ich kann Steinbecks "Von Mäusen und Menschen" nur empfehlen, da ich denke, dass es sein bester Roman ist, denn viele andere Romane von ihm haben mich nicht sonderlich berührt oder zumindest ansatzweise atemlos gemacht. Ich weiß nicht ob es an mir liegt, dass dieser Roman nicht Gefallen finden kann, oder an Steinbecks Schreibstil, ich vermute jedoch eher letzteres...
Dieser Text wurde von einer 19-jährigen verfasst.