*Albert Göllner, ein 78-jähriger Kriminalbeamter in Pension, litt seit Jahren an Schlafstörungen. Mit dem Einschlafen klappte es noch ganz gut, aber nach zwei, spätestens drei Stunden wurde er regelmäßig wieder wach. Dann dauerte es immer längere Zeit, bis er gegen Morgen nochmals etwas einnickte.
Die nächtliche Wachphase lief meistens völlig gleich ab. Göllner pflegte es sich mit einem Häferl Tee in seinem Lieblingslehnstuhl am Fenster seiner Wohnung im zweiten Stockwerk gemütlich zu machen. Hier saß er einige Stunden mit einem starken Nachtglas und wachte über die Sicherheit und Nachtruhe seiner Mitbürger in diesem Abschnitt der Billrothstrasse.
Diese Nachtwache war nicht nur der Spleen eines alten Mannes, dessen Schicksal ihn dorthin gebracht hatte, wo er heute war, sondern hatte sich in einigen konkreten Fällen als höchst sinnvoll und hilfsreich erwiesen ...*
... Doch dieses eine Mal läuft ihm plötzlich alles aus dem Ruder ...
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Zum Inhalt: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen gemütlich zu Hause. Plötzlich klingelt ein junger Mann an der Tür, der sich als ihr Schwiegersohn vorstellt. Und ihnen darüber hinaus eröffnet, dass seine Frau entführt worden ist. Das wäre schon eine böse Überraschung, wenn Sie bis dahin nicht gewusst hätten, dass Ihre Tochter geheiratet hat.
Stellen Sie sich aber den Schock vor, wenn Ihnen nicht einmal bekannt gewesen wäre, dass Sie überhaupt eine Tochter haben. Genau so ergeht es dem 'kriminalistischen Berater' Mario Palinski in Pierre Emmes neuestem Kriminalroman "Tortenkomplott". Plötzlich ist er Vater und befindet sich auf der Suche nach der 26-jährigen Silvana, die mütterlicherseits aus der berühmten ungarischen Konditorendynastie der Godajs stammt ...
Palinski wittert ein Komplott - und er soll Recht behalten.
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Fazit: Mario Palinski ist in seinem nunmehr sechsten Fall endlich wieder in Wien angekommen - und dort ist er am Besten!
Endlich kann man wieder hinabtauchen in die Wiener Seele - und in deren Abgründe ...
Alles stimmt: Die Charaktere, der Spannungsaufbau sowie -verlauf, der Plot und natürlich reichlich wienerischer Charme. Ergänzt wird das Ganze durch den schon obligatorischen 'kulinarischen Anhang' (diesmal eine erstmalige Veröffentlichung der Fragmente des Rezeptes für die berühmten "Crepes Erzsèbet" der Familie Godaj).
Ich mag ihn einfach, diesen Palinski!
Es grüßt und empfiehlt ... Reinhard Busse