Wie dem Bild der Spielbeschreibung von Amazon entnommen werden kann, geht es bei dem Spiel Torres darum, Burgen zu bauen und mit seinen Rittern sowohl selbstgebaute, als auch fremde Burgen zu besetzen.
Während des Spiels sind die Spieler abwechselnd dran, und können in einem vorgegebenen Ausmaß besagte Burgen bauen bzw. erweitern, neue Ritter ins Spiel bringen bzw. bewegen oder Aktionskarten ziehen bzw. benutzen.
Die Ritter dürfen während des Spiels nur horizontal oder vertikal, aber nie diagonal gezogen werden, und dürfen zudem nie mehr als eine Ebene gleichzeitig nach oben gesetzt werden.
Auch bei dem Anlegen von Burgsteinen gibt es Vorschriften die zu beachten sind. Die Aktionskarten lassen ausnahmen zu, und können somit taktisch verwendet werden.
In Regelmäßigen Abständen gibt es Wertungen, bei denen die Stellung der Ritter in Punkte umgemünzt werden. Für Ritter, die auf einer Burg stehen, wird nun folgende Rechnung angestellt: Die Höhe, auf der sich der Ritter befindet, wird multipliziert mit der Fläche der Burg, auf der er steht.
Man betrachte die Burg, die im Vordergrund des Bildes der Amazon-Beschreibung steht: Auf einer Burg mit der Grundfläche 3 steht der rote Ritter auf der 1. Ebene. Er bekommt also 3x1=3 Punkte. Der blaue Ritter hingegen steht auf der 3. Ebene, bekommt demnach also 3x3=9 Punkte.
Die Spielanleitung ist anfangs etwas Umfangreich, und die Informationsflut scheint zunächst erschlagend, doch wer bereit ist, sich auf Torres einzulassen, wird feststellen, dass die Regeln bald schnell erlernt sind.
Je öfter man spielt, desto besser ist man in der Lage, taktisch vorrauszudenken, seinen Gegenspielern Wege zu verbauen oder sich parasitär auf fremden, mühsam errichteten Bauten niederzulassen.
Ein wichtiger Punkt ist, dass je weniger Spieler am Spiel teilhaben, desto weniger das Glück eine Rolle spielt.
Wenn ich einen Vergleich für Torres suchen müsste, so würde ich das Spiel als eine Kombination von "Carcasonne" und "Schach" bezeichnen.
Bei Leuten, die Strategiespiele mögen und Spaß am Denken haben, wird Torres eine wahre Spielwut auslösen.
Für gesellige Saufabende sind allerdings Spiele wie "Activity" oder "Nobody is perfect" besser geeignet.