In der Unterwelt von New York macht in den dreißiger Jahren ein gefürchteter Killer von sich reden: Luca Torelli, genannt "Torpedo". Als junger Bursche von Italien nach Amerika gekommen, wird Torelli von einem Polizisten brutal schikaniert und begeht bald seinen ersten Mord. Von da an sind Raub, Erpressung und bezahlter Mord sein tägliches Brot. "Torpedo", erdacht von Enrique Sanchez Abuli und gezeichnet von Alex Toth und Jodi Bernet, ist neben "Clever&Smart" Spaniens erfolgreichste Comic-Serie. Bereits von 1988 bis 1991 brachte der Carlsen Verlag mehrere Bände heraus, die jedoch coloriert waren und nicht zuletzt darum floppten. Eigentlich zu Recht, denn diese Serie braucht keine Farbe. Die Zeichnungen in der Neuauflage vom Verlag Cross Cult sind Schwarz-weiß, wie auch im Original, und lehnen sich vom Stil her eng an die Gangsterfilme aus Hollywoods klassischer Epoche an wie etwa "Scarface"(1930) oder "Der kleine Cäsar"(1930). Kleidung, Autos, Waffen, Frisuren und das New York der dreißiger Jahre mit seinen Nachtclubs, Spelunken und Hinterhöfen sind überaus stimmungsvoll getroffen. Erzählt wird keine epische Geschichte, sondern kleine Episoden aus dem Leben von Luca Torelli. Die Storys bieten sex&crime in Reinkultur und begeistern durch ihre Rasanz, ihre oft ultrafiesen Wendungen und ihren bitterbösen schwarzen Humor. Torpedo kommentiert seine Schandtaten oftmals aus dem Off, mit Sätzen so hart und hämmernd wie Feuerstöße aus einer Maschinenpistole. Fans harter Krimikost und klassischer Gangsterfilme sollten hier unbedingt zugreifen - Torpedo ist absolut einzigartig knallhart, spannend und rabenschwarz. Dazu gibt es noch ein tolles Interview mit Texter E.S.Abuli. Dieser erste von insgesamt fünf geplanten Bänden mit Geschichten um den sarkastischen Profikiller ist zweifellos DAS Comicalbum des Jahres 2006!