Zugegeben, so aus einem Guss wie "Krams" wirken die Werkstücke III nicht. Dafür ist die Klangqualität, auch wenn im Booklet anders beschrieben (der bescheidene Buschfunk-Verlag...), sehr gut: warm, fast rauschfrei und meist mit viel Live-Hall. Aber nun zur Essenz: Gundermann ist solo ganz bei sich, provokant mahnend und dabei gleichzeitig zerbrechlich introvertiert. Die Zwischenansagen, welche er übrigens stets gut vorbereitet hat, schlagen oft die Brücke zum Hörer, wenn die Liedtexte hin und wieder etwas zu kryptisch sind oder zu viel "Insider"-Wissen (DDR, Politik, Geschichte) abverlangen und vermitteln die Athmosphäre eines intimen Clubkonzertes. Wer die "Krams" besitzt kann es auch dabei belassen, doch die Werkstücke III sind trotz einiger Doppelungen eine nette Ergänzung im selben Stil. Schön und passend: Die tolle CD-Verpackung/-Aufmachung mit viel Pappe und Vinyloptik.