Für die dritte Staffel bekam Torchwood ein neues Format: statt den üblichen wöchentlichen 14 Einzelepisoden wurden nur 5 Episoden ausgestrahlt, die aber eine zusammenhängende Story bilden und an fünf aufeinanderfolgenden tagen ausgestrahlt wurden.
Der Erfolg, sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Kritikern scheint ihnen recht zu geben.
Kinder überall auf der Welt setzen phasenweise gleichzeitig einfach aus und fangen dann an unheimliche Botschaften zuverkünden. Nur die englische Regierung weiß mehr. Ein Fall für Trorchwood, sollte man denken, aber Jack und sein Team werden sehr sehr plötzlich zu den Gejagten...
Torchwood versuchte immer sich von der "Eltern"-Serie Doctor Who zu emanzipieren, und erwachsener zu wirken, nach dem Motto: "Seht uns an: unserer Figuren haben Sex, fluchen und sind zynisch." Dafür wirkte das Ganze mitunter eher pubertär.
Staffel 3 dagegen IST erwachsen (möglicherweise weil Russel Davis mehr Hand angelegt hat als früher): es geht um Politik, um Moral, um Situationen, in denen eine Entscheidung unmöglich scheint und dennoch nötig ist. Die Figuren werden nicht schwarz-weiß präsentiert. Science Ficion-klischees, wie man sie sonst kennt, werden umgangen. Wenn eine wichtige Figur stirbt, heißt dass nicht unbedingt, dass sie mit ihrem heroischen Tod alle retten konnte, weil der tod eben manchmal sinnlos ist und manchmal wird den Figuren Furchtbares abverlangt, weil Jack eben nicht Doctor Who ist und am Ende verkünden kann "Everybody lives".
Ja, einige Plotlöcher gibt es , aber nicht zu viele. Die Handlung ist größtenteils wahnsinnig spannend, mit leichten Längen im Mittelteil.
Insgesamt: Best Torchwood Ever!
Die Frage ist eigentlich nur, wie nach dieser Staffel Torchwood noch weiter laufen kann: Möglich, dass sie einen Wwg finden, wenn nicht, war es zumindest ein furioses Finale.