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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schöner Auftakt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tor der Verwandlung. Rai-Kirah Trilogie 01. (Broschiert)
Seit sein Volk, die Ezzarier, vor sechzehn Jahren praktisch ausgerottet wurde, ist Seyonne ein Sklave. Wieder einmal wird er auf dem Sklavenmarkt verkauft, diesmal an den Hof des derzhischen Kaisers, wo er dem verwöhnten und vor allem launischen Prinzen Aleksander als Schreiber dienen soll. Häufig bekommt er dessen Jähzorn zu spüren, doch Seyonne hat in seinem langen Sklavendasein gelernt, seine Gefühle für sich zu behalten. Seine magischen Fähigkeiten hat man ihm schon bei seiner Gefangennahme entrissen, und er hat sich irgendwann seinem Schicksal ergeben und vermeidet jeden Gedanken an die Vergangenheit.Ein guter Beobachter ist er jedoch geblieben, und so entgeht ihm nicht, dass am Kaiserhof ein Dämon sein Unwesen treibt, einer der gefürchteten Rai-Kirah, der sich Aleksanders bemächtigt hat, ihn ganz zu vereinnahmen droht und Misstrauen und Zwietracht sät. Die alte Prophezeiung von einer Schlacht gegen die Dämonen und einem Auserwählten kommt ihm in den Sinn. Könnte diese sich auf die Geschehnisse am derzhischen Hof beziehen? Wenn Aleksander ihm nur Gehör schenkte, was angesichts seiner Stellung nicht besonders wahrscheinlich ist, wüsste Seyonne möglicherweise einen Ausweg, auch wenn das hieße, dass er sich seinen grausamen Erinnerungen stellen müsste ... Sobald man einen Überblick über die zahlreichen Völker und Orte gewonnen hat, was dank eines ausführlichen Glossars und einer Übersichtskarte relativ schnell geht, taucht man in eine Welt ein, die unserer Antike nicht unähnlich ist, ein farbenprächtiges Panorama von Machtkämpfen und Intrigen, Kriegen und Ritualen. Seyonne erzählt seine Geschichte in der Ich-Form mit einem trockenen, ironischen Unterton. Hier gibt es keine salbungsvollen Heldengeschichten, sondern sehr handfeste Persönlichkeiten, und bei aller inneren Distanz, die Seyonne an den Tag legt, liest sich das ziemlich amüsant. Die Figuren sind keine platten Schablonen, sondern allesamt wandlungsfähig und machen teils sogar erstaunliche Veränderungen durch. Dadurch wechseln auch die Sympathien des Lesers. Aber nicht nur interessante Charaktere, sondern auch die spannende Handlung fesselt. Kein Kampf gegen brüllende Ungeheuer, sondern gegen eine Bedrohung von innen, eine besessene Seele, die auch nur von innen heraus mit Hilfe besonderer Magie geheilt werden kann (auch wenn natürlich trotzdem im Lauf der Geschichte das eine oder andere Schwert gezückt wird). Ein schöner Fantasy-Schmöker, bei dem man allerdings keine zu langen Lesepausen einlegen sollte. Schade übrigens, dass die deutsche TB-Ausgabe so ein beliebiges" Coverbild hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Außergewöhnliche Fantasy,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tor der Verwandlung. Rai-Kirah Trilogie 01. (Broschiert)
Das Tor der Verwandlung handelt von viel Magie und Dämonen. Ich kenne keine Fantasyreihe, die so anders ist (Herr der Ringe, Midkemia-Saga, Märchenmond-Reihe, Drachenbeinthron und Forts...). Keine Elfen oder Trolle, keine Szenenwechsel wenn es gerade spannend ist. Man begleitet Seyonne und lernt mit ihm wie er wieder zu seinen Fähigkeiten gelangt. Ich würde sagen, es ist Fantasy für Erwachsene. Es ist oft sehr ernst, manchmal wird es mir persönlich etwas zu langweilig, deswegen "nur" 4 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
So sollte Fantasy sein,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tor der Verwandlung. Rai-Kirah Trilogie 01. (Broschiert)
Müsste man den Inhalt dieses Buches ganz kurz zusammenfassen, sähe das etwa so aus:Die Schicksale eines Sklaven und eines jungen, ungestümen Prinzen verflechten sich, aus der erzwungenen Gemeinschaft wächst Freundschaft, und am Ende geht es um nichts weniger als die Freiheit ganzer Völker. Klingt - nun ja, wie ein weiteres der ungezählten mittelmässigen Fantasy-Bücher, die dank des derzeitigen Hypes auf den Markt geworfen werden und sich - im Grossen und Ganzen betrachtet - nur unwesentlich unterscheiden. Was "Tor der Verwandlung" vom Mittelmass deutlich abhebt? Eigentlich - für mich - vor allem eines: es ist keine "all-age-fantasy". Der Held ist (vergleichsweise) alt, verbraucht, seiner Magie beraubt - ein Sklave. Der zweite Held ist ungeduldig, brutal, ein verzogener Bengel. Dass beide mehr sind, als es zuerst den Anschein macht, ist klar - da unterscheidet sich das Buch nicht von vielen anderen Heldengeschichten. Muss es auch nicht. Alleine schon, dass der Ich-Erzähler etwa 35 Jahre alt ist und mit einer Menge Lebenserfahrung erzählt, bringt nämlich eine angenehme Abwechslung zu all den jungen Mädchen und Knaben, die durch irgendeinen Zufall ihre magische Begabung entdecken und infolgedessen aus ihrem bisherigen, meist ärmlichen Leben gerissen werden... Hier gibt es kein "aus-dem-Leben-reissen". Seyonne, der Sklave, hat eigentlich kein Leben. Es gibt Magie - aber für die anderen. Seyonne wurde sie in einem grausamen Ritual genommen. Es gibt sogar einen jungen Mann in einer Hauptrolle - aber der ist weder magisch begabt noch ein sonderlich angenehmer Zeitgenosse. Was sich daraus entwickelt, ist von der Story her nicht wirklich bahnbrechend, bisweilen in groben Zügen vorhersehbar: die "überraschenden Wendungen" sind nicht so originell, als dass sie erfahrene Fantasy-Leser vom Hocker hauen würden. Es ist auch keine sonderlich originelle Welt, die uns da vorgelegt wird - eher die klassische Variante mit Karte und einer Reihe von unterschiedlichen, grob charakterisierten Völkern. Insgesamt solide, was Spannung und Ideen angeht, würde ich sagen. Trotzdem war dieses Buch für mich ein Lesevergnügen, wie es mir schon länger nicht mehr begegnet ist. Denn auch wenn Carol Berg die Fantasy nicht neu erfindet, liest sie sich einfach gut: Kaum wundersame Zufälle, keine pubertären Liebesproblemchen, kein alles begleitender Mentor... Eine dem Thema des Buches und dem Sklavendasein der Hauptfigur angemessene Brutalität ohne Weichspülfaktor. Kein Bedürfnis, alles bis ins letzte zu erklären. Ein angenehmer Schreibstil und ein recht hohes sprachliches Niveau. Ein guter Spannungsbogen. Glaubwürdige Charaktere, portiert durch den oben genannten, passenden Schreibstil. (Der Ich-Erzähler macht zwar gegen Ende des Buches eine angesichts seines langjährigen Sklavendaseins eine etwas allzu schnelle Entwicklung durch - aber das lässt sich verschmerzen.) Und nicht zuletzt: Keine vollständige Schwarz-Weiss-Gut-Böse-Trennung. Es gibt ihn, den Oberbösewicht. Aber bis überhaupt klar ist, wer das ist, gibt es die vielen andern Widersacher, die nicht nur schlechte Eigenschaften haben, die mal Freunde waren, oder Freunde werden, die nachvollziehbare Motive haben... Mit anderen Worten: Fantasy-Unterhaltung auf hohem Niveau, die sich angenehm wegliest. Mehr davon! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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