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Topkapi
 
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Topkapi [Taschenbuch]

Eric Ambler
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 305 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: Neuauflage. (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257205368
  • ISBN-13: 978-3257205367
  • Größe und/oder Gewicht: 17,9 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 155.919 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eric Ambler
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Topkapi
OT The Light of Day OA 1962 DE 1969 Form Roman Epoche Moderne
Mit seinem Roman Topkapi erweiterte Eric Ambler das eher spröde und düstere Genre des Politthrillers um eine pikarische Variante und schuf mit seinem Helden Arthur Abdel Simpson die Figur eines britisch-ägyptischen Schwejk. Auch die Schelmenversion des Politthrillers bedient sich der in den anderen Romanen des Autors bewährten literarischen Mittel: ein systematischer Spannungsaufbau und eine gänzlich uneitle, lakonische Sprache, die präzise Beschreibung technischer Details und die gründliche politische Recherche.
Inhalt: Der in Athen lebende Angloägypter Arthur Abdel Simpson, Sohn eines britischen Messesergeanten und einer Ägypterin, ein Gauner und Schwindler ohne Pass, gerät bei einem missglückten Diebstahl in die Gewalt eines undurchsichtigen Schweizer Geschäftsmannes, der ihn dazu erpresst, einen Wagen nach Istanbul zu überführen. An der Grenze entdeckt der Zoll in der Türverkleidung des Fahrzeugs ein umfangreiches Waffenarsenal. Simpson wird unter der Bedingung auf freien Fuß gesetzt, dass er regelmäßig über seinen Auftraggeber und dessen Gefährten an den türkischen Geheimdienst Bericht erstattet. Der Geheimdienst vermutet, dass der Schweizer und seine internationale Begleitung Terroristen sind, die in Istanbul ein Attentat ausführen wollen. Der zu doppeltem Spiel erpresste Simpson fügt sich, doch bald stellt sich heraus, dass es sich bei den mutmaßlichen Terroristen um eine Bande hochspezialisierter Gangster handelt, die bei einem sorgfältig ausgetüftelten Einbruch Juwelen aus dem Istanbuler Topkapi-Museum erbeuten wollen. Simpson wird gezwungen, anstelle eines verletzten Bandenmitglieds an dem Raubzug teilzunehmen. Der Einbruch gelingt; bei der Flucht setzt Simpson sich mit der Beute von seinen Begleitern ab, die sich mit einem Flugzeug nach Rom vor ihren Verfolgern in Sicherheit bringen. Simpson wird mit einer geringen Belohnung als Anerkennung für seine Unterstützung und mit einem behelfsmäßigen Reisedokument zurück nach Athen geschickt.
Struktur: Um das undurchsichtige Räderwerk politischer Komplotte anschaulich darzustellen, bedient Ambler sich zumeist durchschnittlicher Charaktere, die in eine gefährliche Situation geraten, in der sie gezwungen sind, gegen ihre Überzeugungen zu handeln.
In Topkapi hat Ambler dieses Prinzip noch gesteigert: Aus dem britischen Jedermann ist hier fast seine Karikatur geworden, ein schäbiger Kleinganove und Überlebenskünstler, der verzweifelt einen britischen Pass zu erlangen sucht. Dieser Simpson, Strandgut des Empires, Opfer einer überheblichen und anachronistischen Kolonialpolitik, wird nun zum unfreiwilligen »Doppelagenten«. Die Unbedenklichkeit, mit der sich die Gangster seiner bedienen, wiederholt sich in seiner Manipulation durch den Geheimdienst. Die Geschicklichkeit, die Simpson sich wie viele andere »displaced persons« auf dem politischen Schlachtfeld des Nachkriegseuropa erworben hat, hilft ihm, zwischen den Fronten einer Gangsterbande und eines Geheimdienstes zu überleben. Im Vergleich mit den Praktiken und der Moral der Gangsterbande und noch mehr des Geheimdienstes erscheint die Kleinkriminalität Simpsons als belanglos, sein schäbiger Charakter gewinnt sogar liebenswerte Züge.
Wirkung: Der desillusionierende Blick des Autors auf die sonst gern romantisierte Welt der Geheimdienste trug wesentlich zu einer Neu-orientierung von Politthriller und Spionageroman bei. Ohne das Vorbild Ambler wären die Romane von Len Deighton (* 1929), Brian Freemantle (* 1936) und John R LeCarré nicht denkbar. Die seinerzeit erfolgreiche Verfilmung durch Jules Dassin im Jahr 1963 vernachlässigte den politischen Hintergrund des Romans zugunsten einer spektakulären Inszenierung des Einbruchs. H. R. B.

Pressestimmen

"... sprengt das Genre des Thrillers." (Hessischer Rundfunk)

"Eric Ambler hat mit seinen Romanen immer wieder bewiesen, wie groß die Möglichkeiten des oft als so eng betrachteten Genres Kriminalroman sind - wenn man sie zu nutzen versteht." (Die Presse)

"Belesene Leute haben behauptet, sie gäben zwei Drittel des Goetheschen Werkes dafür, daß Raymond Chandler noch einen Roman geschrieben hätte. Dieses Angebot ließe sich auch auf Eric Ambler ausdehnen." (Du)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Krimi erzählt nicht nur seine spannende Geschichte, sondern auch viel über polizeiliche und geheimdienstliche Tätigkeiten sowie die Verflechtungen der betreffenden Staaten. In Ich-Erzählform geschrieben, lässt sich das Buch gut lesen, ist von der Sprache her einwandfrei, der Spannungsbogen perfekt ausgeformt, ein rundum gelungener Kriminalroman mit einem Schuß Humor, einer Prise Liebe und einem Hauch orientalischer Lebensart.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Amblers stark dialogorientierter Roman ist ein Paradebeispiel für Charakterführung. Der Protagonist Arthur Simpson ist der schmierige Kleinkriminelle par excellence. Damit hat es sich leider schon. Spannung konnte ich nirgendwo entdecken. Die große Überraschung gegen Ende der Geschichte, dass die Bande das Topkapi-Museum plündern will, wird dummerweise bereits in Titel und Klappentext verraten. Der englische Titel "The light of day" wäre angemessener gewesen, da er auch das Thema trägt. Unterm Strich bleibt ein kurzweiliges aber oberflächliches Lesevergnügen, das nicht nachhallt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Audio CD
Kaum jemand kennt den Roman "Im ersten Morgenlicht" oder "The Light of Day". Aber "Topkapi" sagt vielen etwas. Vor allem den Ustinov-Fans, der im gleichnamigen Film für die Hauptrolle des Mister Simpson einen Oscar erhielt. Also wurde sieben Jahre nach seinem Erscheinen der Romantitel geändert, neu aufgelegt und so zum bekanntesten Buch von Eric Ambler. Nur, für den besten halte ich ihn deswegen nicht. Interessant finde ich dieses Hörbuch vor allem, weil es eine Story erzählt, die mit dem Film wenig zu tun hat. Oder anders gesagt: Bis es zum spektakulären Einbruch in die Schatzkammer des Topkapi-Palastes kommt, sind drei der vier CDs schon vorbei. Und die Romanfiguren sind auch keine sympathische, naive oder gewitzte Komödianten, sondern auf ihre Art alle Verbrecher. Das, was also zum Stil von Eric Ambler gehört, wird im berühmten Film so unter den Tisch gewischt, dass von der Vorlage nicht mehr viel übrig bleibt. Wer an differenzierten Figuren interessiert ist und literarisch nacherleben möchte, wie man durch den allmächtigen Zufall in ungewollte Geschichten gerät, sollte sich dieses Audiobuch anhören.

Gelesen wird es von Matthias Ponnier, der auch deshalb ein geeigneter Sprecher ist, weil er in vielen beliebten Krimi-Serien mit der Atmosphäre dieses Genres vertraut wurde. Allerdings muss bei der Produktion etwas schief gelaufen sein, wirken doch die Stimmen merkwürdig dumpf. Möglich ist aber, dass dies Hörern weniger auffällt, die vorher nicht wie ich Bekanntschaft mit "Die Maske des Dimitrios" machten. Zumal ich diesen Roman für besser halte als "Topkapi".

Steht im Film der Einbruch im Zentrum des Geschehens, ist es im Roman die Figur des Journalisten Arthur Abdel Simpson. Sich mehr als Fremdenführer denn als Schreibender über Wasser haltend, verstrickt er sich zwar immer wieder in kleine Gaunereien, steht aber letztlich auch für die Haltung des Verweigerns, wenn das Gute schlechthin auf dem Spiel steht. Nur will es eben der Zufall, dass Simpson Schritt für Schritt Teil einer Verbrecherbande wird, die in einer anderen Liga spielt als der kleine Betrüger. Und weil Eric Ambler zu den Krimautoren gehört, die ihre Figuren meisterhaft gestalten, macht es einfach Spaß, an deren Verwicklungen mit dem Unvorhersehbaren teilzunehmen.

Mein Fazit: Der berühmte Film "Topkapi" gab seiner Romanvorlage zwar den späteren Titel, setzt aber die Schwerpunkte des Geschehens völlig anders. Auch wenn im Handyzeitalter viele Szenen älterer Krimis etwas angestaubt wirken, bleibt der Unterhaltungswert dieses 1964 erschienenen Romans erhalten. Und das ist in erster Linie auf die Kunst des Autors zurückzuführen, dank seiner guten Beobachtungsgabe Figuren mit Charakter gestalten zu können. Den Stern Abzug hat das Produktionsstudio zu verantworten.
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