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Tools „Salival" ist für mich eine zwiespältige Angelegenheit, denn verglichen mit den anderen drei-einhalb Alben bekommt man hier für t00l-verhältnisse am Wenigsten fürs Geld.
Die DVD enthält fünf von nun insgesamt sieben der von Jones, DeLeon und Grey gedrehten Musikvideos in Dolby Surround 5.1 abgemischt. 4 offizielle, eines (Hush) als „Easteregg" im (extravaganten) Menü versteckt. Allesamt einmal gesehen zu haben ist eigentlich essentiell für Fans, denn wie wichtig der Band die visuelle Ebene ihrer Kunst ist, zeigt der unglaubliche Aufwand, der dort offensichtlich betrieben wird. Doch abgesehen davon, dass viele potenzielle Käufer die Clips bereits kennen, glänzen auch noch andere tool-facts mit Abwesenheit auf dem Silberling. Das ist wirklich (!) schade denn als Fan der Band weiß man, welchen Seltenheitsstatus Interviews, Liveauftritte und Dokus in Bild und Ton haben. Die CD ist - verglichen mit den meisten Alben anderer Bands - natürlich der Hammer. Die gewohnten 74 Minuten Spielzeit reizen die Kapazität des Rohlings bis aufs Äußerste, die Atmosphäre gegenüber den restlichen Platten ist identisch. Tools Version von Led Zepps „No Quarter" ist für mich das beste Cover, das ich je gehört habe, besser als das Original meiner Meinung nach, ebenso die leicht modifizierte „Push It" Variante und "Merkaba"-live sind einfach unglaublich. Der Rest beschränkt sich auf Live-Versionen (Third Eye, Part of me) einer Dreingabe (Message to Harry Manback II) und dem Peach-Cover „You lied". Das letzte Stück heisst bei meiner Version zwar „Lame", doch der (originelle) Inhalt ist sicherlich derselbe. Insgesamt aber explodiert die musikalische Bombe auf der CD mit eindeutig weniger Schlagkraft als bei Tools anderen Werken.