Blair ist 1953 geboren. In der Schule war er so gut, dass er eine Klasse übersprang. Beinahe wäre er Priester geworden, weil er so religiös ist, aber er studierte Jura. Dann ging er in die Politik. Vom privaten Blair erfährt man wenig. Der Autor schreibt nicht, was Blair gerne isst, trinkt und liest. Dafür bekommt man britische und Weltgeschichte in den letzten 12 Jahren geboten. Das ist auch ganz gut. Es geht um die Intervention Großbritanniens in Sierra Leone, um den Irak- und um den Afghanistankrieg. Blair verficht einen sogenannten neuen Imperialismus. Allein das Wort gefällt mir nicht, denn es ist negativ besetzt und erinnert an den Kolonialismus mancher Europäer. Ergebnis war ein mannigfacher Völkermord. Jedenfalls denkt Blair, dass man sich ruhig in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen soll, wenn es um die Menschenrechte und um Demokratie geht. Dem schliesse ich mich an. Allerdings ist der Begriff Imperialismus abzulehnen. Die ersten 100 Seiten sind etwas langsam. Danach wird es extrem spannend. Ich habe das Buch gerne gelesen.